09 Januar 2026

Helmut Hanke: Meer der Verlockung – Auf den Spuren der Argonauten des Pazifik

Klappentext:
Rauhe Männer waren es, die immer wieder zu fernen Gestaden aufbrachen, neue Küsten zu entdecken und zu erobern und ihnen ihre Geheimnisse und Schätze zu entreißen. Schiffbruch, Meuterei und Mord waren die Begleiter bei den Streifzügen durch den Stillen Ozean. Von Sibirien bis zur Antarktis wurde gejagt nach Pelzen, Gewürz und Wal.
Interessant und humorvoll berichtet der Autor, ähnlich wie in seinem Buch „SEEMANN, TOD UND TEUFEL“, von fernen Erdteilen und Inseln, ihren Ureinwohnern und ihren Entdeckern und der großen Zahl der Glückssucher, die selten ihr Ziel erreichten.

Inhalt:
I. Kurs auf die Inseln des Sonnenaufgangs 5
   Die Riesenstatuen der Osterinsel sind das Vermächtnis polynesischer Entdeckungsfahrer
II. Treasure Island 25
    Zwanzig Jahre sah Käptn Gissler auf Kokos Schatzsucher kommen und gehen
III. Die Piratenbohne 43
     Die wahren Schatzinseln rochen nach Zimt und Pfeffer
IV. Unter schwarzem Segel 63
     Auf Pitcairn endete die blutige Odyssee der Bounty-Meuterer
V. Erloschener Glanz der Purpurhäfen 91
    Am Pazifik zog Jack London die Straßen des Abenteuers entlang
VI. Männer, die gegen den Wind spuckten 121
     Die Eroberung des Nordpazifik
VII. Southwardbound in den weißen Süden 141
      Die antarktischen Archipele wurden meist von Walfängern entdeckt
VIII. Die Wallfahrtsinseln der Zoologen 161
       Aut den Galapagos machte Charles Darwin entscheidende Entdeckungen
IX. Die Passagiere der „First Fleet" 179
     Der Reichtum Australiens wurde durch Sträflingsarbeit begründet
Literaturverzeichnis 205

Schutzumschlag und Einbandgestaltung: Werner Schinko

Hinstorff Verlag, Rostock
1. Auflage 1973 

07 Januar 2026

Benno Pludra – Bootsmann auf der Scholle

Verlagstext:
Uwe will den auf einer Eisscholle davontreibenden Hund Bootsmann mit einem Kahn retten. Aber eigentlich ist Uwe noch viel zu jung für eine solche Aufgabe.
Es ist Winter. Uwe, Katrinchen und Jochen haben Bootsmann, den Hund vom Schlepperkapitän Bräsing zum Spielen mitgenommen. Es ist sehr kalt. Am Ufer haben sich Eisplatten gebildet. Auf einer tollen Jochen und Bootsmann herum, bis sie abbricht. Jochen kann sich noch mit einem Sprung in Sicherheit bringen, aber als Bootsmann das auch will, ist die Scholle schon zu weit abgetrieben. Jochen stiehlt sich davon. Katrinchen soll Hilfe holen, kommt aber nicht zurück. Uwe, ganz auf sich gestellt, findet einen Kahn und rudert dem davontreibenden Bootsmann hinterher.

Buchanfang:
Bootsmann ist ein junger Hund, schwarz, weich und wollig. Er lebt am Meer auf einem Schlepper, einem kleinen starken Dampfer, der große Dampfer schleppt. Der Kapitän des Schleppers heißt Putt Bräsing.
Putt Bräsing ist Bootsmanns bester Freund. Er gibt ihm zu fressen und sorgt für seinen Schlafplatz.
Putt Bräsing und Bootsmann wohnen im Bauch des Schleppers. Sie schlafen jeder in einer Koje. Putt Bräsing in einer großen, Bootsmann in einer kleinen. Bootsmanns Koje ist ein Schuhkarton. Aber es liegt saubere Putzwolle drin, und Bootsmann schläft warm und prächtig wie in einem Himmelbett.

Dieses Buch wurde beim Preisausschreiben für Kinder- und Jugendliteratur des Ministeriums für Kultur 1959 mit einem Preis ausgezeichnet
Illustrationen von Werner Klemke


Der Kinderbuchverlag Berlin
Reihe:
Die kleinen Trompeterbücher, Band 3
1. Auflage 1959
2. Auflage 1960
3. Auflage 1961
4. Auflage 19??
5. Auflage 1964
6. Auflage 1964
7. Auflage 1968
8. Auflage 1970
9. Auflage 1972
10. Auflage 19??
11. Auflage 1980
12. Auflage 1981
13. Auflage 1984
14. Auflage 1986
15. Auflage 1988
16. Auflage 1990  

In gleicher Ausführung erschien im
Beltz, Der KinderbuchVerlag.
1. Auflage 2004
2. Auflage 2009
?. Auflage 2010
?. Auflage 2024

............................................................................................................................................................


Benno Pludra: Bootsmann auf der Scholle - drei Erzählungen

Inhalt:
Bootsmann auf der Scholle 6
Sundus 49
An den Baum gebunden 102

Kinderbuch-Verlag, Berlin
Reihe:
Benno-Pludra-Bibliothek
1. Auflage 1996
2. Auflage 1997

03 Januar 2026

Joachim Walther: Ich bin nun mal kein Yogi

Cover der 1. und 4. Auflage
Klappentext:
„Verdammt noch mal, ich halt das nicht mehr aus, dieses Rumsitzen, ich bin nun mal kein Yogi, ich muß was tun, muß Leute sehen, mit Leuten reden.“ So Norman Bilat, Berlin, zu seiner meditierenden holländischen Tramp-Freundin auf einer Klippe am Schwarzen Meer bei Sosopol. Verständlich, denn ihre Lehren der Tantras vermögen ihn nicht darüber hinwegzutrösten, daß er zu spät nach Rumänien kam und nicht mehr bei der Hochwasserkatastrophe helfen konnte. Nun sitzt er hier und ist vor allem wütend auf sich selbst. Reisen in ein anderes Land sind wie Reisen durch und zu sich selber. Bilat macht diese Erfahrung gleich in vier Ländern. Was er erlebt, ist für den Leser oft vergnüglicher als für ihn.

Joachim Walther wurde 1943 in Chemnitz geboren. Abitur mit Facharbeiterbrief als Maschinenschlosser. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Seit 1968 Verlagslektor in Berlin: Veröffentlichungen: „Sechs Tage Sylvester“, „Zwischen zwei Nächten“, „Meinetwegen Schmetterlinge“, „Neun-Tage-Buch“ (mit G. Steineckert), „Das Verführerbüchlein“, „Stadtlandschaft mit Freunden“, „Bewerbung bei Hofe“, Hörspiele u. a.

Buchanfang:
Das Auto hatte ich kommen sehen, auch, daß es schnell fuhr und der Abstand zu mir gefährlich klein war. Ich hatte also weder geschlafen noch mich verschätzt, als ich trotzdem über die Straße ging. Ich hatte es gewollt. Ich wollte es wissen.
Was, wußte ich nicht bis ich die Reifen auf dem Pflaster kreischen hörte, einen Aufschrei, meinen Herzschlag, und ich deutlich, nein, überdeutlich wie in einer mikroskopischen Ausschnittvergrößerung das gerillte Scheinwerferglas und die Birne dahinter sah. Wozu? dachte ich, lichtschnell, lichthell, daß ich es schon irgendwann vorher gedacht haben muß: Wozu, wozu ich, wozu gerade ich?
Ich hätte in dem Moment, als mir der Scheinwerfer so nahe war, die Bewegung ein klein wenig verzögern können, und der Gedanke daran war auch da, doch dann muß ich es doch nicht getan. haben, ich muß gesprungen sein. Denn anders kann ich mir nicht erklären, wie das Auto hinter mich, ich auf die Fußgängerinsel und die alte Frau vor mich gekommen ist. Ihr Mund stand noch offen: der Aufschrei, erschrocken die Augen, vorwurfsvoll und erlöst zugleich ihre Stimme:
Jetzt wären Sie aber bald tot gewesen, tot, junger Mann, tot!

Schutzumschlag: Regine Schulz/Burckhard Labowski

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
NL podium
1. Auflage 1975
2. Auflage 1976
3. Auflage 1977
4. Auflage 1983
5. Auflage 1985

Buchclub 65
Berechtigte Ausgabe
1. Auflage 1977

............................................................................................................................................................


Illustrationen von Burckhard Labowski

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
  Kompass-Bücherei, Bd. 238
1. Auflage 1975
2. Auflage 1980