Buchinfo
Acht Mütter und drei Väter geistig bzw. körperlich behinderter Kinder erzählen von ihren Erfahrungen mit sich selbst, mit der Umwelt und von Problemen des Zusammenlebens in der Familie. Sie sprechen über ihre Wünsche und Hoffnungen. Hoffnungen, die u. a. zum Ausdruck bringen, daß an die Stelle noch vorhandener Vorurteile gegenüber Behinderten und ihren Familien mehr und mehr Verständnis, Toleranz und Hilfe treten.
Die für das Buch gewählte Form des persönlichen Berichtes und ergänzender fachärztlicher Erläuterungen berührt zum einen die emotionale Seite des Lesers und kommt zum anderen seinem Bedürfnis nach Sachinformation entgegen. Darin liegt der besondere Wert dieses Buches, das den Leser zum Mitdenken und - vor allem - auch Mithandeln anregen will.
Leseprobe
… Natürlich fühle ich mich auch manchmal allein … ich meine so als Frau. Die Männer in meinem Leben haben es sich doch relativ einfach gemacht, insbesondere Martins Vater. Für ihn ist sein Sohn eben nur ein "Idiot", der ihn nichts oder nur sehr wenig angeht. So ist das mit der "männlichen Freiheit". Wie sollte ich mich da nun als Frau und Mutter verhalten? Selbstverständlich hatte ich mir mein Leben auch anders gewünscht, weniger belastet. Aber ich kann doch nicht einfach ohne Gewissensbisse so tun, als ginge mich der Martin gar nichts an, als sei er gar nicht mein Sohn. Wo er doch auch so große Sehnsucht nach menschlicher Wärme und liebevollem Angenommensein hat - und wohl immer haben wird. Wie kann man sich denn da distanzieren? Ich konnte es nicht. Und so habe ich mich auf die Realitäten meines Lebens eingestellt...
Verlag Volk und Gesundheit Berlin
1. Auflage 1981
2. Auflage 1983
3. Auflage 1984
4. Auflage 1986
5. Auflage 1987
6., überarbeitete Auflage 1989
Bücher und Schriftsteller, die in der DDR gelesen wurden. Schaut bitte nicht nur danach, ob hier jeden Tag Beiträge auflaufen, nutzt diesen Blog auch wie ein Lexikon. Er ist ein Langzeitprojekt, da ist es sicherlich verständlich, wenn zwischendurch immer mal wieder pausiert wird. Sei es, um nicht die Lust daran zu verlieren, aber auch, weil die Beiträge auch regelmäßig vorbereitet werden müssen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Stöbern und Erinnern oder neu entdecken.
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