Freitag, 30. Oktober 2020

Herbert Grünstein: Der Kampf hat viele Gesichter



Im Mittelpunkt des Berichtes der Stationen seines Lebens stellt Grünberg, Jahrgang 1912, die Zeit vom Vorabend des Zweiten Weltkrieges bis zum Herbst 1948. Seine Überzeugungen als Kommunist und Antifaschist und sein Kampf als Interbrigadist gegen Franco in Spanien nehmen eine wichtigen Stellenwert ein.

Militärverlag der DDR, Berlin (1988), 1. Auflage
190 Seiten

Viktor N. Leonow: Auf Vorposten am Nordmeer



Erinnerungen eines Befehlshabers der Marineaufklärer.

In diesem Buch berichtet V. Leonow von sich und seinen Kriegskameraden, den Marineaufklärern, von heldenhaften Kämpfen im Rücken der feindlichen Truppen an der nördlichen Flanke der sowjetisch-deutschen Front - auf sowjetischem Territorium jenseits des Polarkreises sowie in Nordnorwegen - und von Landeunternehmen an der Ostküste Nordkoreas während des Krieges gegen das imperialistische Japan...

Militärverlag der DDR, Berlin (1981), 1. Auflage 
139 Seiten
Aus dem Russischen übertragen von H. Both

Hans-Jürgen Meyer: Blinkzeichen am Rügendamm


 Hans-Jürgen Meyer: geboren 1915, gestorben 7. Februar 2010 in Rostock; Offizier der Wehrmacht; 1945 Adjutant des Kommandanten von Stralsund; verhandelte am 4. Mai 1945 mit der Roten Armee über die Kapitulation der Insel Rügen.

Militärverlag der DDR, Berlin (1972), 2. Auflage 1975 
212 Seiten

Johann Gottwerth Müller: Siegfried von Lindenberg – Komischer Roman


 „Es war einmal ein Edelmann im Pommerlande, der so viel Ahnen hatte als Tage im Monate, und ein Schloss, und ein paar Hufe Landes umher, und ein Dorf, wo Bauren drin wohnten, und etliche hundert Bäume, die er seinen Forst nannte, und sechs oder sieben räudige Köter, die hieß er seine Kuppel, und wer ihm die schief ansah, der griff ihm an die Seele.“ So umreißt Johann Gottwerth Müller (1743 – 1828) bereits im ersten Satz seines „Siegfried von Lindenberg“ (1779) die deutsche politische Szenerie seiner Gegenwart und schlägt sein Thema an: die deutsche Kleinstaaterei, das Duodezsystem und seine Repräsentanten. Er legte mit seinem Werk einen originären deutschen satirischen Roman vor, der an Realitätsfülle, an Drastik in den Details, an sprachlicher Gestaltung und ironisch-kritischer Zielstellung alles überbot, was den deutschen Autoren aufklärerisch-komischer Prosa bisher in die Feder geflossen war, so dass es auch heute noch Vergnügen bereitet, den größenwahnsinnigen pommerschen Krautjunker und seine Einfälle zu belachen.

Gustav-Kiepenheuer-Verlag, Leipzig und Weimar, 2. Auflage, 1984 (1. Auflage 1976)
Bibliothek des 18. Jahrhunderts
Mit Kupferstichen von Daniel Chodowiecki.

Karl Philipp Moritz: Anton Reiser – Ein psychologischer Roman


 „Im Grunde war es das Gefühl der durch bürgerliche Verhältnisse unterdrückten Menschheit, das sich seiner hiebei bemächtigte und ihm das Leben verhasst machte – er musste einen jungen Edelmann unterrichten, der ihn dafür bezahlte und ihm nach geendigter Stunde auf eine höfliche Art die Türe weisen konnte, wenn es ihm beliebte – was hatte er vor seiner Geburt verbrochen, dass er nicht auch ein Mensch geworden war, um den sich eine Anzahl anderer Menschen bekümmern und um ihn bemüht sein müssen – warum erhielt er gerade die Rolle des Arbeitenden und ein andrer des Bezahlenden? – Hätten ihn seine Verhältnisse in der Welt glücklich und zufrieden gemacht, so würde er allenthalben Zweck und Ordnung gesehen haben, jetzt aber schien ihm alles Widerspruch, Unordnung und Verwirrung.“ Karl Philipp Moritz‘ von 1785 bis 1790 in vier Teilen erschienener psychologischer Roman, die kaum verhüllte Jugendgeschichte des Autors, erzählt von der bitteren Erfahrung und seelischen Not eines Hochsensiblen in der ständischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts.

Insel-Verlag Anton Kippenberg, Leipzig, 1. Auflage, 1987
Bibliothek des 18. Jahrhunderts
Mit den Titelkupfern der Erstausgabe

Gotthold Ephraim Lessing: Freimäurergespräche und anderes – Ausgewählte Schriften


 Er war die lebendige Kritik seiner Zeit, und sein ganzes Leben war Polemik. Diese Kritik machte sich geltend im weitesten Bereiche des Gedankens und des Gefühls, in der Religion, in der Wissenschaft, in der Kunst. Diese Polemik überwand jeden Gegner und erstarkte nach jedem Sieg. (Heinrich Heine, 1834)

Lessings hier in einer Auswahl vorgestellte kleinere philosophische und poetologische Schriften, entstanden zwischen 1749 und 1780, dokumentieren, dass er Überlebtes unerbittlich attackierte, „das unreine Wasser“ aber doch „nicht eher weggegossen wissen“ wollte, „als bis man weiß, woher reineres zu nehmen“. Seine Polemik schloss kritisches Abgrenzen, Bestimmen, Klarstellen und das Aufstellen von Idealen ein, Idealen, über deren Realisierbarkeit nachzudenken auch uns Heutigen ansteht. Denn ob Lessing nun in seiner Auseinandersetzung mit der orthodoxen Theologie die christliche Lehre auf ihren moralischen Kern zurückführte oder als Literatur- und Kunstkritiker die Autorität der französischen (klassizistischen) Kunstregel sprengte und Grundsätze für eine neue realistische Ästhetik formulierte – immer ging es ihm letztlich um die Vervollkommnung des Menschen, der Menschheit überhaupt. Lessings theoretische Streit-Schriften sind und erfordern „Gedankenarbeit“. Wer sie zur Hand nimmt, sollte nicht auf Endgültiges hoffen, sondern sich auf lebendige Dispute einstellen.

Gustav-Kiepenheuer-Verlag, Leipzig und Weimar, 1. Auflage, 1981
Bibliothek des 18. Jahrhunderts

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Alexander Wolkow: Zauberlandreihe

 


Der Zauberer der Smaragdenstadt
Im Anfang war ein Sturm, ein „gewöhnlicher Zaubersturm“, wie ihn das Mädchen Elli, eine der Hauptgestalten der Zauberlandreihe, nannte. Dem von einer bösen Fee heraufbeschworenen Sturm ging die Puste zwar schon nach drei Stunden aus. Er stellte aber so viele Dinge auf den Kopf, dass eine ganze Serie von Zauberlandbüchern davon berichtet, wie sie wieder auf die Füße gestellt wurden.

Diese erste Erzählung entstand als freie Wiedergabe des Buches „The Wizard of Oz“ von Lyman Frank Baum, einem US-amerikanischen Schriftsteller, der von 1856 bis 1919 gelebt hat. Da geht es darum, wie sich Elli und ihre Freunde aus dem Wunderland auf einen langen und gefahrvollen Weg zu dem Großen Zauberer machen.

Zahlreiche Leserbriefe veranlaßten Wolkow, die Märchenfabel weiterzuentwickeln. Die Märchen wurden vom Graphiker L. Wladimirski farbenprächtig und einfallsreich illustriert.

Raduga-Verlag Moskau, 1982

Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten
Im Garten des Tischlers Urfin ging es seltsam zu. Grüne Pflanzen besiedelten seine Beete. Er mochte hacken und jäten so viel er nur wollte – am nächsten Morgen grünte es umso mehr.

Schließlich aber erkannte Urfin die geheimnisvolle Kraft des Krautes und machte sie sich zunutze. Eine ganze Armee, aus Holz geschnitzt, wird lebendig. Und mit diesen Soldaten, unverwundbar zwar, aber auch einfältig, zieht Urfin aus, das Land und sogleich auch Smaragdenstadt zu erobern.

Raduga-Verlag Moskau, 1988

Die sieben unterirdischen Könige
Tief im Inneren der Erde liegt das Reich von König Bofaros, ein unterirdisches Land mit Seen, Flüssen, Wäldern und Bergen. Dem König Bofaro werden sieben Söhne geboren, die er gleichermaßen liebt. So entscheidet er, dass alle sieben Söhne Könige werden sollen. Diese Entscheidung Bofaros führt zu abenteuerlichen Verwicklungen …

Raduga-Verlag Moskau, 1990

Der Feuergott der Marranen
Als kriegerisches Volk sind sie bekannt, die Marranen, auch Springer genannt. Lange haben sie im unterirdischen Teil des Zauberlandes gewohnt. Doch als Fürst Gron mit ihnen an die Erdoberfläche zieht, haben sie gelernt, ihr Land, das Land der Springer, zu verteidigen. Viel wissen sie nicht von der Welt und so erliegen sie bald der List und Tücke des Tischlers Urfin, der sich als Feuergott ausgibt. Hier werden seine Träume, Herrscher über ein Volk zu werden, wahr. - Doch er unterschätzt seine Gegner.

Raduga-Verlag Moskau, 1990

Der gelbe Nebel
Ein Hilferuf aus dem Zauberland: Die riesige Hexe Arachna will sich das Zauberland und die Smaragdenstadt unterwerfen. Sie lässt einen giftigen gelben Nebel über das Land wabern. In ihrer Not rufen der Eiserne Holzfäller, der Scheuch und der Tapfere Löwe ihre Freunde Ann und Tim aus Kansas herbei, um der bösen Hexe Einhalt zu gebieten.

Raduga-Verlag Moskau, 1984

Das Geheimnis des verlassenen Schlosses
Arsaken und Menviten nennen sich die Bewohner jenes geheimnisvollen Raumschiffes, das sich nahe des Schlosses vom Zauberer Hurrikap niederlässt. Fremdlinge sind es, die da in böser Absicht vom Planeten Rameria kommen, die Belliora, die Erde zu erobern. Ihre Landung im Zauberland aber lässt sie auf unerwartete Hindernisse stoßen, die schließlich den erhofften Sieg in sein Gegenteil verwandeln. Der Heimflug sieht keine Sieger.

Raduga-Verlag Moskau, 1987