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03 Januar 2026

Joachim Walther: Ich bin nun mal kein Yogi

Cover der 1. und 4. Auflage
Klappentext:
„Verdammt noch mal, ich halt das nicht mehr aus, dieses Rumsitzen, ich bin nun mal kein Yogi, ich muß was tun, muß Leute sehen, mit Leuten reden.“ So Norman Bilat, Berlin, zu seiner meditierenden holländischen Tramp-Freundin auf einer Klippe am Schwarzen Meer bei Sosopol. Verständlich, denn ihre Lehren der Tantras vermögen ihn nicht darüber hinwegzutrösten, daß er zu spät nach Rumänien kam und nicht mehr bei der Hochwasserkatastrophe helfen konnte. Nun sitzt er hier und ist vor allem wütend auf sich selbst. Reisen in ein anderes Land sind wie Reisen durch und zu sich selber. Bilat macht diese Erfahrung gleich in vier Ländern. Was er erlebt, ist für den Leser oft vergnüglicher als für ihn.

Joachim Walther wurde 1943 in Chemnitz geboren. Abitur mit Facharbeiterbrief als Maschinenschlosser. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Seit 1968 Verlagslektor in Berlin: Veröffentlichungen: „Sechs Tage Sylvester“, „Zwischen zwei Nächten“, „Meinetwegen Schmetterlinge“, „Neun-Tage-Buch“ (mit G. Steineckert), „Das Verführerbüchlein“, „Stadtlandschaft mit Freunden“, „Bewerbung bei Hofe“, Hörspiele u. a.

Buchanfang:
Das Auto hatte ich kommen sehen, auch, daß es schnell fuhr und der Abstand zu mir gefährlich klein war. Ich hatte also weder geschlafen noch mich verschätzt, als ich trotzdem über die Straße ging. Ich hatte es gewollt. Ich wollte es wissen.
Was, wußte ich nicht bis ich die Reifen auf dem Pflaster kreischen hörte, einen Aufschrei, meinen Herzschlag, und ich deutlich, nein, überdeutlich wie in einer mikroskopischen Ausschnittvergrößerung das gerillte Scheinwerferglas und die Birne dahinter sah. Wozu? dachte ich, lichtschnell, lichthell, daß ich es schon irgendwann vorher gedacht haben muß: Wozu, wozu ich, wozu gerade ich?
Ich hätte in dem Moment, als mir der Scheinwerfer so nahe war, die Bewegung ein klein wenig verzögern können, und der Gedanke daran war auch da, doch dann muß ich es doch nicht getan. haben, ich muß gesprungen sein. Denn anders kann ich mir nicht erklären, wie das Auto hinter mich, ich auf die Fußgängerinsel und die alte Frau vor mich gekommen ist. Ihr Mund stand noch offen: der Aufschrei, erschrocken die Augen, vorwurfsvoll und erlöst zugleich ihre Stimme:
Jetzt wären Sie aber bald tot gewesen, tot, junger Mann, tot!

Schutzumschlag: Regine Schulz/Burckhard Labowski

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
NL podium
1. Auflage 1975
2. Auflage 1976
3. Auflage 1977
4. Auflage 1983
5. Auflage 1985

Buchclub 65
Berechtigte Ausgabe
1. Auflage 1977

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Illustrationen von Burckhard Labowski

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
  Kompass-Bücherei, Bd. 238
1. Auflage 1975
2. Auflage 1980 

22 Mai 2025

Heinz Kruschel: Meine doppelte Liebe

Einbandtext:
Die neunzehnjährige Erle, deren Freund Matti zur Armee einberufen wird, lernt einen kubanischen Studenten kennen. Sie will Matti nicht weh tun und führt ein Doppelleben, das sie in Konflikte bringt.

Buchanfang:
Seine Berührung spüre ich noch. Manchmal, wenn mir einer sehr sympathisch ist, wünsche ich mir, er möge mich anfassen, mir die Hand geben oder die Hand auf meinen Arm legen. Nicht mehr leben möchte ich, wenn mich kein Mensch mehr berühren würde...
Nun ist er weg. Ob er genug Socken mitgenommen hat? Vorn doziert Ernst, unser Lieblingsprofessor, er sieht mich an. Dreißig Prozent sollen die Arbeit verhauen haben. Sie müssen nachschreiben. Ich bin nicht dabei. Ich denke an Matti.
Draußen ist Waschküchennebel. Mancherorts wird bei solchem Wetter Smogalarm gegeben. Matti wird inzwischen in der „Taiga“ sein und sich leid tun.
Dreizehn Stunden ist es schon her. Er wird angekommen sein nach so langer Fahrt. Ich spüre noch seine Lippen und Hände und habe mich seitdem nicht gewaschen.
Er ist losgezogen. Gezogen ist genau das richtige Wort, halb zog es ihn, halb..., nein, es zog ihn ganz tüchtig. Er wurde gezogen, früh um fünf. Draußen der dichte Nebel, seine Mutter und ich in der Tür. Er Tränen in den Augen. Der Eingezogene ist rückwärts gegangen und hat gewinkt, nach zehn Metern haben wir das Winken nicht mehr sehen können. Ich weiß von Willi, daß sie die Jungen manchmal vier Stunden lang warten lassen, bis der Zug abfährt. Ich hätte Vorlesung und Seminar geschwänzt, aber er wollte allein gehen. Ich hätte ihn souverän gemacht, denn er wirkte schwach und so traurig. Wie er im Nebel verschwand, das war ein Abschied wie im Kino. Frau Richards hat geweint. Ich habe nicht geheult, aber einen Schmerz in der Herzgrube habe ich gespürt. Die letzte Nacht haben wir kaum geschlafen, weil wir zwischen Himmel und Erde lagen. Gesprochen, geflüstert, damit seine Eltern nichts hörten. Aber sie wußten ja, das Mädchen ist bei ihm. Wir haben Pläne gemacht.

Illustrationen von Wolfgang Würfel

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
Neue Edition für junge Leute
1. Auflage 1983
2. Auflage 1984
3. Auflage 1985   
4. Auflage 1990

 

weitere Ausgaben


Einbandtext:
Die neunzehnjährige Erle, deren Freund Matti zur Armee einberufen wird, lernt einen kubanischen Studenten kennen. Sie will Matti nicht weh tun, sie will ihm treu sein, wenigstens für die Dauer der Armeezeit. Erle beginnt ein Doppelleben zu führen, das sie in Konflikte bringt, die sie nicht durchstehen kann: sie möchte ehrlich sein.

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
Kompaß-Bücherei ; Bd. 360
1. Auflage 1987 
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Buchclub 65
Lizenz d. Verl. Neues Leben, Berlin
1. Auflage 1984

09 Januar 2025

Georges Arnaud: Lohn der Angst

Verlagstext:
In diesem spannungsgeladenen Roman, der in einem fiktiven lateinamerikanischen Land spielt, geht es um den Transport einer großen Menge Nitroglyzerin, das zum Löschen einer brennenden Erdölquelle benötigt wird. Spezialfahrzeuge stehen nicht zur Verfügung, aber einige Desperados sind bereit, ihr Leben für 1000 Dollars zu riskieren. Vier Männer machen sich auf den gefahrvollen Weg durch unwirtliche Ebenen und Berge, einer nur erreicht das Ziel.

Einbandtext:
GEORGES ARNAUD (eigentlich Henri Girard) wurde 1917 in Montpellier geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und anschließender Promotion arbeitete er im Staatsdienst. 1947 ging er für einige Jahre nach Lateinamerika, wo er sich u. a. als Goldsucher, Lastkraftwagenfahrer und Krankenpfleger durchschlug. 1950 kehrte er nach Frankreich zurück und schrieb seinen ersten Roman „Lohn der Angst“, der ihm weltweite Anerkennung einbrachte.
In mutigen Reportagen (z. B. „Djamila Bouhired“‘, 1958) ergriff Arnaud in den fünfziger Jahren Partei gegen Kolonialkrieg und imperialistische Politik. In den sechziger Jahren schrieb er weitere Romane und Erzählungen.
Eine Auswahl seiner Erzählungen erschien 1967 unter dem Titel „Gefährliche Kurven“ im Verlag Volk und Welt, Berlin.

Umschlagillustration von Klaus Vonderwerth
Übersetzung aus dem Französischen von Hubertus Foerster
Titel der Originalausgabe: Le Salaire de la Peur

Verlag Tribüne, Berlin
Reihe:
Angebote
1. Auflage 1957
2. Auflage 1958
3. Auflage 1979
4. Auflage 1981 (1.Aufl. Angebote)
5. Auflage 1985 (2.Aufl. Angebote)

1.und 2. Aufl. / Lw. + Su.
Einbandgestaltung: Erich Bissmann
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutzumschlag und Einband 3. Auflage 1979
Gestaltung: Klaus Vonderwerth


 

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Auch erschienen bei:


Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
Kompass-Bücherei ; Bd. 83
Einband und Illustrationen: Heinz Ebel

1. Auflage 1965 


07 November 2024

Wilhelm Meinhold: Die Bernsteinhexe

Verlagstext:
Ein Wagen, mit vier Pferden bespannt, jagt vor das Pfarrhaus in Coserow. Vier Kerle umstellen das Anwesen, während der Büttel in die Stube eindringt. Maria, die hübsche Tochter des Pfarrers, wird als Hexe verhaftet. Befehl dazu gab der adlige Amtshauptmann, der Maria vergebens nachstellte und ihrer nun mit Gewalt habhaft werden will. Auf dem Weg zum hochnotpeinlichen Gericht wird das Mädchen verhöhnt und geschmäht. Die alte Lise Kolken hockt schadenfroh vor ihrer Haustür. Sie brachte, im Komplott mit dem Amtshauptmann, Maria in den Ruf einer Hexe. Für Tochter und Vater beginnt ein Leidensweg, wie ihn in jener Zeit finsteren Aberglaubens viele gehen mußten. Nur einer könnte Maria noch vorm Feuertod retten: der Junker Rüdiger von Nienkerken. Doch ob er ihre Unschuld bezeugen will, ist ungewiß.

Illustrationen Dagmar Elsner-Schwintowsky
Dieser bearbeiteten Fassung liegt die Erstausgabe von 1843 zugrunde.

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
Kompass-Bücher Nr. 123
1. Auflage 1969

24 Januar 2024

Fred Wander: Nicole

Nicoles Eltern sind bei einem Buschbrand in Südfrankreich umgekommen, das Mädchen wird von Familie zu Familie gereicht, bis sie in das von Studentenunruhen erschütterte Paris kommt. Hier lernt sie den Studenten Victor kennen und verliebt sich in ihn. Seinetwegen verläßt sie ihre Verwandtschaft. Nachdem sie weiß, daß sie ein Kind von ihm erwartet, fragt sie sich, ob er zu ihr halten wird, oder ob sie sich allein in der großen Stadt zurechtfinden muß.

Autor:
FRED WANDER, Jahrgang 1917, verlief während der Krise in den dreißiger Jahren seine Heimatstadt Wien. Er kam als Gelegenheitsarbeiter durch verschiedene Länder Europas und erlebte dabei vieles, was für seine spätere schriftstellerische Tätigkeit wichtig war. Fünf Jahre Konzentrationslager „vollendeten“ seine Jugenderfahrungen. Seine Laufbahn als Reporter begann er in Wien. Seit 1958 lebt er in der DDR. Hier erschienen seine ersten größeren Arbeiten, die Jugenderzählung „Taifun über den Inseln“, das Reisebuch „Korsika noch nicht entdeckt“ und die Partisanenerzählung „Bandidos“. Für den Bildband „Paris - doppeltes Antlitz“ erhielt er 1966 den Fontane-Preis und für den Erzählungsband „Der siebente Brunnen“ 1972 den Heinrich-Heine-Preis.

Umschlag und Illustration von Werner Ruhner

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe: Kompaß-Bücherei, Band 166

1. Auflage 1971
2. Auflage 1973



Auch erschienen in der Reihe:
Neue Edition für junge Leute
1. Auflage 1971

16 Januar 2024

Herbert W. Franke: Ein Kyborg namens Joe – Utopische Geschichten

Der Kyborg kam zurück, brachte eine Tablette und ein Glas Wasser. Ed hatte sich beruhigt und schluckte sie ohne Widerspruch. Von der Seite blickte er dabei das metallene Zerrbild eines Menschen an, das neben ihm stand – hilfsbereit vorgebeugt. Ein williger Diener ... oder ein Despot? Er wußte alles, nahm alles wahr, kannte alles – viel besser als Ed. Er hatte unmittelbaren Zugriff zur Recheneinheit, zu den gespeicherten Daten. Er besaß Sinnesorgane, die Infrarot und Ultraviolett, Schall aller Frequenzen, radioaktive Strahlung aufnahmen. Er war stärker und intelligenter, und er beobachtete ihn ununterbrochen ...
In 23 spannenden Geschichten erzählt Herbert W. Franke von phantastischen Lebewesen, fremden Zivilisationen und verselbständigter Technik.

Herbert W. Franke, 1927 in Wien geboren, studierte Physik, Chemie, Mathematik, Psychologie und Philosophie und promovierte 1950 über ein Thema der theoretischen Physik zum Dr. phil.
Franke verfolgt vielseitige Interessen: Er ist ein erfolgreicher Höhlenforscher, Sachbuchautor und Theoretiker kybernetischer Aspekte der Ästhetik.
Dem Genre der Science-fiction widmet er sich als Theoretiker, Herausgeber und Autor.
Seine wichtigsten Science-fiction-Veröffentlichungen sind die Erzählungsbände „Der grüne Komet“ (1964), „Einsteins Erben“ (1972) sowie sieben Romane, von denen vor allem Der Orchideenkäfig“ (1961), „Zone Null“ (1970) und „Ypsilon minus“ (1976) zu nennen sind. Herbert W. Franke lebt heute als freier Schriftsteller in Puppling bei München.

Mit Illustrationen von Hans Ticha
und einem Nachwort von Adolf Sckerl

Verlag Neues Leben, Berlin
Kompaß-Bücherei, Band 239

1. Auflage 1978 

Paul Ehrhardt: Boten der Unendlichkeit

Der Ausläufer einer Dunkelwolke nähert sich unserem Sonnensystem. Mit einem Spezialteleskop beobachten Wissenschaftler die bedrohliche Materiekonzentration. Da plötzlich werden Signale empfangen. Sternenfahrer aus dem fernen Dreiecknebel wollen der Menschheit helfen, die Gefahr zu beseitigen. An Bord des fremden Raumschiffs begeben sich drei mutige Kosmonauten: der Astrophysiker Raoul Boger, die junge, hübsche Landa Deinos und Har Fabimor, dessen krankhafter Ehrgeiz die Expedition beinahe scheitern läßt. Sie erleben die faszinierende Technik der Außerirdischen, bestehen unvorstellbare kosmische Abenteuer, und wenn zwei von ihnen zur Erde zurückkehren, werden dort fast siebenhundert Jahre vergangen sein.

Paul Ehrhardt, 1922 in Caßdorf bei Kassel geboren, wohnt in Schmiedefeld am Rennsteig. Nach einer Lehre als Maschinenschlosser wurde er zunächst Ingenieur für Elektrotechnik, später Diplomingenieur für elektrische Maschinen und Antriebe. Jetzt ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einem Betrieb für Rationalisierung in Suhl tätig. Er veröffentlichte bisher zwei erfolgreiche wissenschaftlich-phantastische Romane: „Nachbarn im All“ (1975) und „Spuren im Mondstaub“ (1979).

Illustrationen von Regine Schulz und Burckhard Labowski

Verlag Neues Leben, Berlin
Kompaß-Bücherei, Band 317

1. Auflage 1984  

Boris Kabur: Die Spur führt zum Hermes

Im 24. Jahrhundert entdeckt Jaan, ein Elektroniker, zusammen mit seiner Jugendfreundin Ines einen geheimen Behälter aus dem 20. Jahrhundert. Jaan, jung und ehrgeizig, manchmal übertrieben eigensinnig, glaubt, nachdem er sich noch mit zusätzlichen Aufzeichnungen beschäftigt hat, einer ungeheuerlichen Entdeckung auf der Spur zu sein: Die Schaffung von Antimaterie hat schon im 20. Jahrhundert ein weißer Wissenschaftler der Südafrikanischen Union erreicht! Stimmt das? Und wo sind die Unterlagen dieses Caesar Adams zu finden? Jaan kann Ines und Mba, ihren südafrikanischen Freund, der Historiker ist, überreden, der Spur zum Hermes zu folgen. Eine aus der Sicht des 24. Jahrhunderts überholte und veraltete, aus heutiger Sicht aber faszinierende Technik begegnet den drei auf eigene Faust handelnden jungen Menschen auf diesem Planetoiden, und sie haben Gefahren ungewöhnlicher Art zu bestehen.

Titel des estnischen Originals: KOSMOSE RANNAVETES"
Ins Deutsche übertragen von Alexander Baer

Illustration von Erhard Schreier

Verlag Neues Leben, Berlin
Kompaß-Bücherei, Band 137

1. Auflage 1970

14 Januar 2024

Jack London: Die Fahrt der Snark


Vor der „Snark“ tauchen plötzlich die verschwommenen Umrisse des Sentinel Rock auf, inmitten gewaltiger Brecher, die über ihm zusammenschlagen. Im nächsten Augenblick haben ihn Regen und Finsternis ausgelöscht. Zur Orientierung hat die Besatzung nichts außer dem Kompaßstrich, und wenn sie den Sentinel Rock verfehlt, gelangt sie auch nicht in die Taiohae Bay und ist gezwungen, die „Snark“ beizudrehen und die ganze Nacht unter Segel zu bleiben – keine angenehme Aussicht für erschöpfte Reisende nach einer sechzigtägigen Kreuzfahrt in der unermeßlichen Einsamkeit des Pazifik. Sie sind hungrig nach Land, hungrig nach Früchten und hungrig von einer seit Jahren währenden Begierde nach dem lieblichen Tal Typee.

Titel des amerikanischen Originals:,,The Cruise of the Snark"
Ins Deutsche übertragen von Christine Hoeppener
Mit einem Nachwort von Rolf Recknagel

Illustrationen von Horst Bartsch

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe: Kompaß-Bücherei, Band 240

1. Auflage 1978

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1. Auflage 1972 / Leinwand, Schutzumschlshag
2. Auflage 1981 / Paperback

Berechtigte Ausgabe im Buchclub 65
1. Auflage 1972
 


Jack London: Kit am Klondike

Kit Bellew, der verwöhnte junge Mann aus San Francisco, zieht mit seinem Onkel, der sich noch zu den alten Pionieren zählen durfte, in die Schneewildnis am oberen Klondike. Die großen Strapazen und Entbehrungen machen ihn, den „Grünschnabel“, zum anerkannten „Alten“ unter den Goldgräbern. Als Schlittenführer, Goldgräber und Jäger gewinnt Kit die Zuneigung der ganzen Goldgräbergesellschaft und die Liebe von Joy Gastell. Neben seiner körperlichen Ausdauer ist er listenreich genug, um auch unter den rauhen Bedingungen des alaskischen Konkurrenzkampfes bestehen zu können.

Illustration von Horst Bartsch

Titel des amerikanischen Originals: SMOKE BELLEW
Ins Deutsche übertragen von Irmhild Brandstädter

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe: Kompaß-Bücherei, Band 111

1. Auflage 1967  

Jules Verne: Die fünfhundert Millionen der Begum

Fünfhundert Millionen, das Vermögen einer indischen Prinzessin, warten auf einen Erben. Wer ist der Glückliche, und was wird er damit tun? Nach langem Suchen wird er endlich gefunden, es ist der Arzt Dr. Sarrasin. Und er braucht sich nicht lange zu besinnen: Er wird das Geld verwenden, um eine Stadt zu bauen, eine Stadt der Gesundheit und des Wohlergehens aller. Aber dann erhebt noch jemand Anspruch auf das Erbe, Professor Schultze. Auch er wird eine Stadt bauen, nicht weit entfernt von der des Dr. Sarrasin. Doch seine Pläne sind anders, bei ihm entstehen nur Kanonen, eine schrecklicher als die andere. Und bald wird die Lage für Dr. Sarrasins Stadt bedrohlich. Marcel Bruckmann, einem Freund Dr. Sarrasins, gelingt es unter Einsatz seines Lebens, sich in Professor Schultzes Stadt einzuschleichen. Sein Ziel ist es, das Schlimmste zu verhindern.

zum Autor:
Jules Verne wurde am 8. Februar 1828 in Nantes geboren. In seiner Kindheit wollte er Schiffsjunge werden, aber der Vater schickte ihn nach Paris zum Jurastudium. In dieser Zeit schrieb Jules Verne Lustspiele und Librettos, doch befriedigte ihn das auf die Dauer nicht. Nun begann er alles Wissenswerte aus sämtlichen Gebieten des Lebens zu sammeln. 1863 erschien der erste Roman, „Fünf Wochen im Ballon“. Mit einem Schlag war Jules Verne bekannt. Roman folgte auf Roman. „Kapitän Hatteras“, „Die Kinder des Kapitäns Grant“, „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer“, „Von der Erde zum Mond“, „Reise um den Mond“, „Mathias Sandorf“ sind einige wenige aus der großen Zahl, die Jules Verne geschrieben hat. Noch heute begeistern sie uns, denn er glaubte an die Wirklichkeit der Welt und die schöpferischen Fähigkeiten des Menschen. Am 24. März 1905 starb Jules Verne, berühmt und geachtet, in Amiens.

Illustration von Frank Leuchte

Titel der französischen Originalausgabe: Les cinq cents millions de la Bégum
Nach einer älteren Übersetzung bearbeitet

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe: Kompaß-Bücherei, Band 204

1. Auflage 1976 

10 Oktober 2023

Peter Abraham: Meine Hochzeit mit der Prinzessin

In der Phantasie hatte ich mindestens hundertmal geheiratet, und dabei war mir die Spucke niemals weggeblieben. Jetzt war mir der Mund trocken. Aus dem Spiel wurde Ernst, und für Christel und mich würde sich viel verändern.


Verlag Neues Leben Berlin
1972
3. Auflage 1975

Illustrationen von Manfred Bofinger

 




21 September 2023

Carlos Rasch: Asteroidenjäger

Das Radar schrillt seine Meteoritenwarnung durch alle Kabinen der Rakete. Schreckensbleich klammert sich die Kosmonautin Sagitta an ihren Sessel. Ist ihr Bruder wahnsinnig geworden? Warum schreit er dem heranrasenden Meteoriten über Funk Anfrage auf Anfrage entgegen? Da erkennt Sagitta einen V-förmigen Schattenriß auf dem Radarschirm. Sollte das ein Raumschiff sein? Auf der Erde baut man keine V-förmigen Raumschiffe. Woher kommt es? Warum schweigt es? Und über die Hälfte der Besatzung befindet sich außerhalb des eigenen Raumschiffes, auf einem Planetoiden!
Diese und andere Gefahren haben die Kosmonauten des Asteroidenjägers AJ-408 zu bestehen. Als Teil eines umfassenden Weltraum-Flugsicherungsdienstes suchen sie zwischen Mars- und Jupiterbahn zusammen mit anderen Raumschiff-Flottillen der Erde nach Asteroiden und Meteoritenschwärmen, um sie entweder zu vernichten oder mit Funkwarnfeuern zu bestücken. Die Meteoriten sind noch immer, vierhundert Jahre nach dem ersten Sputnik, die größte aller Gefahren für den Menschen im Weltraum.

Illustration von Hans Räde

Verlag Neues Leben, Berlin
Spannend erzählt, Band 122

1. Auflage 1963
2. Auflage 1965
3. Auflage 1966
4. Auflage 1969
5. Auflage 1974

Auch erschienen bei

    
1965 im Buchclub 65
als Lizenz d. Verl. Neues Leben, Berlin
    
1961 "Kompass-Bücherei", Bd. 35
Mit Illustrationen von Wolfgang Würfel

06 September 2023

Janusz Zajdel: Unterwegs zum Kalten Stern

Kamil, stellvertretender Kommandant der Expedition zum Kalten Stern, ist in Sorge. In letzter Zeit gehen an Bord des Raumschiffs beunruhigende Dinge vor sich: Es häufen sich Fälle einer bislang unbekannten "Schlafkrankheit", eine Kursabweichung wird festgestellt, wie durch ein Wunder wird das Raumschiff im letzten Moment durch eine Havarie vor der Vernichtung bewahrt...
Zufall? Daran kann Kamil nicht recht glauben, denn diese "Zufälle" scheinen allzu perfekt. Könnte jemand ein Interesse daran haben, sich des Raumschiffs zu bemächtigen?

Janusz Zajdel wurde 1938 in Warschau geboren. Er absolvierte ein Physikstudium an der Warschauer Universität und arbeitet heute als Physiker auf dem Gebiet der Kernforschung. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit wirkt Zajdel als Herausgeber populärwissenschaftlicher Literatur, er schreibt Hörspiele, ist als Drehbuchautor für populärwissenschaftliche Filme bekannt und ist Mitglied des Warschauer Science-fiction-Klubs.
Als Belletristikautor auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Phantastik machte er zum erstenmal 1965 von sich reden. Seither sind zahlreiche Bücher von ihm erschienen und etwa 60 Kurzerzählungen in verschiedenen Zeitschriften und Sammelbänden.
"Unterwegs zum Kalten Stern" wurde 1975 in Polen unter dem Titel "Das Recht auf Rückkehr" veröffentlicht.

Verlag Neues Leben Berlin
Kompass-Bücherei Band 253
 

03 September 2023

Theodor Fontane: Unterm Birnbaum

In einem Bauerndorf im Oderbruch ist im Herbst 1831 plötzlich der Krakauer Handlungsreisende Szulski verschwunden. Folgendes ist bekannt. Szulski hat beim Gastwirtsehepaar Hradscheck, zu dem ihn Geschäfte geführt haben, übernachtet und wollte am nächsten Tag, noch im Morgengrauen, wieder fortfahren. Der Knecht hat sich zwar gewundert, daß der Reisende nicht ein Wort gesprochen und sich auch sonst recht seltsam verhalten hatte, doch den Vorfall kurze Zeit darauf wieder vergessen.
Am Mittag kommt die Nachricht, daß der Wagen des Handlungsreisenden in der Oder liegt, vermutlich ist er in der Dunkelheit vom Damm gestürzt. Doch die Leiche des Fremden ist nicht aufzufinden. War es ein Unfall? War es Mord?
Diese Erzählung, die Fontane selbst eine "Kriminal-Novelle" nannte, hat mit Recht ihren Platz unter den Kriminalerzählungen der Weltliteratur erhalten.

Verlag Neues Leben Berlin
Kompass
 

15 Juni 2023

Reinhard Heinrich, Erik Simon: Die ersten Zeitreisen

Es ist uns gelungen, die Veröffentlichungsrechte des aufsehenerregenden Anhangs zum "Lehrbuch der Grundlagen der Temporalistik" zu erwerben, der die Abenteuer der ersten Zeitreisenden schildert. Falls Sie also wissen wollen, wie der Charakter der Urmenschen beschaffen war, wer tatsächlich die Terrasse von Baalbek erbaute und was es mit Atlantis oder mit Parzivals Gral wirklich auf sich hat, dann lesen Sie die Berichte über Tim E. Traveller und seine mutigen Nachfolger! Sie erfahren dabei außerdem, was es bedeutet, wenn die empfindliche Zeitkristallsäule beschädigt wird, wie ein Katastrophenbeschleuniger funktioniert und unter welchen Bedingungen ein Perpetuum mobile arbeitet. Einblicke in das Regelwerk der Temporalistik runden dieses Büchlein ab und werden auch Sie in die Lage versetzen, eine Zeitmaschine ordnungsgemäß zu führen.

Reinhard Heinrich, 1954 in Dresden geboren, erlernte den Beruf eines Maschinenbauers und Anlagenmonteurs, studierte am "Institut für Ausbildung von Ingenieurpädagogen" in Karl-Marx-Stadt und arbeitet als Lehrausbilder in Dresden. Er hat Liedtexte und - zusammen mit Erik Simon - die Erzählung "Die Ignoranten" (1976) geschrieben.

Erik Simon, 1950 in Dresden geboren, ist Diplomphysiker und arbeitet jetzt als Verlagslektor in Berlin. In den Anthologien "Der Mann vom Anti" (1975) und "Begegnung im Licht" (1976) sowie in seinem Erzählungsband "Fremde Sterne" (1979) hat er phantastische Kurzgeschichten veröffentlicht. Außerdem hat er mehrere Anthologien ausländischer Phantastik herausgegeben.

Verlag Neues Leben Berlin
Kompaß-Bücherei Band 224

Anton Tschechow: Die Ehe aus Berechnung und andere Erzählungen

Es fing so harmlos an, es war weiter nichts als ein Gespräch über die Elektrizität. Aber ein Wort gibt das andere, und schon fällt die Bemerkung: "Heutzutage heiratet jeder aus Berechnung!" Und nun geht es los, denn eigentlich ist man zusammengekommen, ein Brautpaar zu feiern. Im Nu wird schmutzige Wäsche gewaschen, und am Ende muß die Polizei bemüht werden.

Unser Band zeigt Tschechow als den Meister der kurzen Erzählung. Mit wenigen Strichen zeichnet er seine Menschen; läßt er sie in ihrer Vielfalt lebendig werden. Er macht sich über sie lustig, er verspottet sie, die titelsüchtigen Beamten, die engstirnigen Gutsbesitzer, die aufgeblasenen Generale samt ihren Damen wie die dümmlichen Unteroffiziere.


Kompaß-Bücherei Band 350

Verlag Neues Leben Berlin 1986

 

24 April 2023

Mark Twain: Querkopf Wilson

Er ist schon ein sonderbarer Mensch, dieser "Querkopf" Wilson, der gern die Hälfte eines Hundes kaufen möchte, dessen Gebell ihn stört, um damit die andere Hälfte zum Schweigen zu bringen. Und seine Angewohnheit, von allen möglichen Menschen Fingerabdrücke zu sammeln wie andere Leute Briefmarken, macht ihn den übrigen Einwohnern des kleinen Südstaaten-Städtchens Dawson auch nicht sympathischer. Aber am Ende erweist sich sein Tick doch als nützlich. Die Stadt wird von einer ganzen Einbruchsserie beunruhigt, ohne daß die geringste Spur zu finden ist. Und als schließlich auch noch der Mord an einem geachteten Mitbürger hinzukommt, als es fast einen Justizirrtum gibt, kann "Querkopf" Wilson die Tat aufklären und den Täter überführen.

Verlag Neues Leben Berlin 1966
Kompaß-Bücherei Band 93


 

18 Januar 2023

Herbert Friedrich: Im Eis

Sie sind mit ihrem Hundeschlitten in der Tundra unterwegs. Da überfällt sie ein Schneesturm, wie ihn Jakow noch nicht erlebt hat. Tagelang irren sie hungrig und erschöpft umher. Schnee und Sturm scheinen nie mehr aufzuhören. Auch wenn es so aussieht, als gäbe es keine Rettung mehr: Jakow läßt sich nicht unterkriegen, er trotzt dem Schrecken und der Todesgefahr.

Sieben Erzählungen, ob sie vor fast vierhundert Jahren oder in unserem Jahrhundert spielen, ob sie von einer Schiffsmeuterei berichten oder von einer Eskimofrau, die in Notwehr einen verkommenen Pelztierjäger tötet, alle sieben Erzählungen zeigen Menschen, die sich im Eis, unter den harten Bedingungen der Arktis bewähren.


Buchbeginn

Am 1. Juli 1596 trennten sich die beiden Schiffe. Der Tag war so hell wie die Nächte, die ihn einspannen, und Rijp hätte das andere Schiff noch sehr lange sehen können. Er aber schaute nicht mehr hin. Er blickte auch nicht mehr nach den Felsen der Bäreninsel, die besser den Namen Streitinsel verdiente. Oder Rijp-Insel. Da er sich doch dort gegenüber Barents behauptet hatte. Und das war kein Geringerer als der Leiter der Expedition! Mochte schwimmen, was da schwamm. Rijp spähte voran, den Blick dorthin gewendet, wohin nun die Fahrt gehen sollte. Klar kamen seine Kommandos, Kurs Nordnordost. Er atmete frei, als habe er einen Ring gesprengt, der seine Brust umspannt gehalten hatte.

Verlag Neues Leben Berlin 1976
Illustrationen: Karl Fischer
Kompaß-Bücherei Band 312

 

09 Dezember 2022

Zoltán Csernai: Geheimnis auf dem Dach der Welt

In den Bergen des Karakorum, auf dem Dach der Welt, wird eine seltsame, unerklärliche Erscheinung festgestellt: Entgegen allen Naturgesetzen beginnt das Eis des Biafo-Gletschers unaufhaltsam zu Tal zu fließen und droht eine an seinem Fuß liegende Siedlung unter sich zu begraben. Eine internationale Expedition wird damit betraut, dieses Phänomen zu ergründen. Unter merkwürdigen Begleitumständen erleidet einer der Expeditionsteilnehmer einen Unfall und kann gerade noch davor bewahrt werden, von den Gletschermassen zermahlen zu werden. Ebenso merkwürdig sind die privaten Untersuchungen eines anderen Mitglieds der Forschergruppe. Alle interessieren sie sich jedoch für die sagenhaften Schneemenschen, auf deren Spuren sie stoßen, denen sie sogar begegnen und die ihnen fast ihren Hubschrauber zerstören. Wie sich das Geheimnis auf dem Dach der Welt löst, schildert der Autor in seiner spannenden wissenschaftlich-phantastischen Erzählung.

Verlag Neues Leben Berlin
Kompass-Bücherei, Band 140