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17 März 2025

Matthias Geske: Angeln mit Odysseus

Einbandtext:
Susi bekam zu ihrem 12. Geburtstag außer einer alten Homerausgabe einen „Elektronikbaukasten und ein Paket mit lauter Einzelteilen – Röhren, Kondensatoren, eine Fotozelle war dabei und ein ganzer Haufen Transistoren. Susi war entzückt“. Denn es stand für sie fest, sie wollte einmal Erfinder werden. Mit Hilfe dieses Geburtstagsgeschenkes und ihres Bruders Bernd verwirklichte sie dann auch dieses Ziel und baute Odysseus, dieses bisweilen segensreiche Geschöpf, von dessen ganz und gar unglaublichen Begebenheiten hier in 13 Kapiteln erzählt wird.

Inhalt:
Die Stimme aus dem Brotkorb . . . 5
Angeln mit Odysseus . . . 19
Fuchs, du hast die Gans gestohlen . . . 36
ODYSSEUS wird Emma II . . . 42
Die Bohnenrakete . . . 54
ODYSSEUS' Sieg über die Milch . . . 63
ODYSSEUS jagt Elefanten . . . 69
Die betrogene Betrügerin . . . 79
Das klügste Pferd der Welt . . . 92
Wie am Schnürchen . . . 100
Entlaufen? Entflogen? Entkrochen? . . . 107
Tückisches Schokoeis . . . 114
ODYSSEUS begegnet einem Schriftsteller . . . 123

Illustrationen Hans Ticha
Für Leser von 10 Jahren an

Der Kinderbuchverlag, Berlin
1. Auflage 1976
2. Auflage 1978
3. Auflage 1981
4. Auflage 1982

08 März 2025

Carola Hendel (Hrsg.): Warum? Weshalb? Wieso? - Ein Frage-und-Antwort-Buch für Kinder / Band 1

Einbandtext:
Interessant und aufregend ist das Leben auf unserem Planeten Erde – voller Rätsel und Fragen. Ihr habt uns eure Fragen geschickt – und werdet es hoffentlich auch weiterhin tun. Wir haben diese Fragen zusammengetragen, alltägliche und außergewöhnliche, scheinbar nebensächliche, aber auch bedeutende.
Und bekannte Kinderbuchautoren und namhafte Wissenschaftler werden sie in unserer Reihe «Warum? Weshalb? Wieso?» für Kinder von 9 Jahren an beantworten.
Es sind Fragen aus vielen Wissensgebieten, aus Kunst und Kultur, Politik und Geschichte, Astronomie, Biologie, Medizin, Physik, Technik und Sport, sowie allgemeininteressierende Fragen.
So soll diese Reihe sowohl zum Lesen und Lernen als auch zum Nachschlagen und Entdecken anregen.

Aus dem Buch:
Was ist ein Bumerang?
Der Bumerang war eine Jagdwaffe der Ureinwohner Australiens ein gekrümmtes Wurfholz, etwa 60 bis 70 Zentimeter lang und 4 bis 6 Zentimeter breit. Mit ihm erlegten sie Kleinwild und Vögel.
Der Jäger schleuderte den Bumerang mit der Hand kräftig ab. Das Wurfholz vollführte eine eigentümliche Bewegung: Es drehte sich wie ein Propeller in der Luft und flog in einem weiten Bogen auf das gejagte Tier zu. Wenn der Bumerang sein Ziel verfehlte, brauchte sich der Jäger keine Sorge um die Waffe zu machen. Sie kam nämlich im gleichen Bogen zurückgeflogen und, falls er sie geschickt geworfen hatte, sogar in seine Hand.
Wie kommt diese interessante Flugbahn zustande? Der Flug eines Bumerangs beruht auf den gleichen Naturgesetzen wie das Fliegen mancher Luftfahrzeuge: Durch die rasche Drehung des Wurfholzes entsteht ein Auftrieb, so wie an den Drehflügeln eines Hubschraubers. Zugleich gleitet es durch die Luft, ähnlich wie ein Segelflugzeug. Dies alles bewirkt die besondere Form des Bumerangs. Von den Ureinwohnern Australiens wurde der Bumerang nicht allein zur Jagd, sondern auch als Kampfwaffe und zu Wettspielen verwendet.
Das Werfen eines Bumerangs kann auch heute jeder, der geduldig übt, sportlich betreiben. Allerdings muß er dabei achtgeben, daß niemand gefährdet wird. Und natürlich verlangt ein solcher Bumerang die rechte Form und Größe. Sonst kann das geschehen, was der Dichter Joachim Ringelnatz in einem heiteren Gedicht beschreibt:

War einmal ein Bumerang;
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum noch – stundenlang –
Wartete auf Bumerang.
.................................................

Weshalb ziehen viele Vögel im Herbst in andere Gebiete?
Alljährlich fliegt ein Teil der heimischen Vogel arten in Winterquartiere. Als erste verlassen uns im August der Mauersegler und der Kuckuck, als letzte die Lerche und der Star im November. Hauptzugrichtungen sind Südwesten und Südosten. Einige Vögel bleiben nach einer Reise von rund 2000 Kilometern in den Rohrwäldern, Flußmündungen und Küstenlandstrichen des Mittelmeergebietes. Zu ihnen gehören Drosseln, Finken, Stare, Lerchen, Rotkehlchen, verschiedene Enten- und Sumpfvögel. Andere fliegen das Niltal entlang bis in die Urwälder, Savannen und Steppen Mittel- und Südafrikas, zum Beispiel Kraniche, Schnepfen, Schwalben, Grasmücken, Pirole, Nachtigallen, Kuckucke, Baumfalken und andere. Am weitesten ziehen Störche, Mauersegler und Seeschwalben. Sie legen bis zu 10000 Kilometer zurück. Warum ziehen diese Vögel nach dem Süden?
Die meisten von ihnen ernähren sich von Insekten und anderen Kleintieren. Wenn bei uns der Winter seinen Einzug hält, finden sie nicht mehr genug Futter. In ihrer langen Entwicklungsgeschichte überlebten deshalb meist nur diejenigen Vögel, welche vor Beginn des Winters wärmere Gegenden aufsuchten und erst im Frühjahr wieder an ihre Brutplätze zurückkehrten.
Allmählich wurde das zu einer festen Verhaltensweise. Sobald die Temperaturen fallen, das Wetter unbeständiger und die Tage kürzer werden, erwacht der Zugtrieb. Neben diesen. Auslösern aus der Umwelt versetzen auch innere «Signale» die Vögel in Zugstimmung. Es gibt noch viele ungeklärte Fragen des Vogelzuges. Zum Beispiel: Wie finden die Vögel ihren Weg? Wahrscheinlich folgen sie auffallenden Leitlinien, wie Küsten, Flußläufen und Landengen. Wissenschaftler vermuten, daß sich die Zugvögel auch nach der Sonne und den Gestirnen richten können.

Inhalt:
4 .. .. Was ist ein Bumerang? - Karl Rezac
5 .. .. Weshalb zichen viele Vögel im Herbst in andere Gebiete? - Manfred Kurze
6 .. .. Wer hat das Fahrrad erfunden? - Werner Hirte
8 .. .. Wie schnell sind Tiere?
10 .. .. Wozu brauchen wir Naturschutzgebiete? - Reimar Gilsenbach
12 .. .. Warum zittere ich, wenn ich friere? - Heinrich Brückner
14 .. .. Warum sammeln wir Altstoffe? - Rainer Crummenerl
15 .. .. Wie entstehen Tag und Nacht? - Hans Kleffe
16 .. .. Wie haben die Menschen die Zeit gemessen, bevor es Uhren gab? - Karl Rezac
20 .. .. Wie funktioniert eine Rakete? Karl Rezac
22 .. .. Gibt es auf anderen Planeten menschenähnliche Wesen? - Dieter B. Herrmann
23 .. .. Was ist eine Mole?
24 .. .. Wie waren die Menschen früher gekleidet?
26 .. .. Warum feiern wir den 1. Mai? - Dörte Säckl
28 .. .. Wie wird man Kosmonaut? - Karl Rezac
29 .. .. Was ist Judo?
30 .. .. Wer ist ein Arbeiterveteran? - Dörte Säckl
32 .. .. Wozu sind Pyramiden gebaut worden? - Hannelore Kischkewitz
36 .. .. Weshalb muß meine Mutti manchmal auch nachts arbeiten? - Rainer Crummenerl
37 .. .. Was sind Werkstoffe? - Werner Hirte
38 .. .. Was ist ein Containerbahnhof? - Karl Rezac
39 .. .. Was sind Oasen?
40 .. .. Wie groß sind die Planeten im Verhältnis zur Sonne?
42 .. .. Warum lassen sich manche Eltern scheiden? - Heinrich Brückner
43 .. .. Seit wann gibt es Olympische Spiele?
43 .. .. Wie lang ist eine Seemeile?
44 .. .. Wie bilden sich Gewitter? - Karl Rezac
46 .. .. Wie sind die Märchen entstanden? - Regina Hänsel
49 .. .. Was versteht man unter einem Zehnkampf?
49 .. .. Warum heißen die Jungpioniere in der Sowjetunion Oktoberkinder? - Gerda Rottschalk
50 .. .. Wo befindet sich der kälteste Ort der Erde?
50 .. .. Was ist ein Iglu?
50 .. .. Woher hat der Marathonlauf seinen Namen?
50 .. .. Wieviel Füße hat der Tausendfüßler?
52 .. .. Sind Sprichwörter immer wahr? - Dörte Säckl
56 .. .. Welche Segelschiffe gab es, und wie sahen sie aus?
58 .. .. Brauchen wir eigentlich Fremdwörter? - Gottfried Spies
59 .. .. Woraus besteht die Bleistiftmine?
60 .. .. Wie entstand die Leipziger Messe? - Gisela Reller
62 .. .. Sachwortverzeichnis

Illustriert von Hans Ticha
Für Leser von 9 Jahren an

Verlag Junge Welt, Berlin
1. Auflage 1980
2. Auflage 1981
3. Auflage 1983
4. Auflage 1987

22 November 2024

Hasso Grabner: Makedonisches Duell

Klappentext:
Griechenland nach dem Putsch der Obristen im Jahre 1967. Im Expreß Athen-Larissa-Istanbul sitzt ein unauffällig gekleideter Mann, der in Thessaloniki, dem Zentrum der griechischen Nordprovinzen, Zugang finden soll zu einer Gruppe Linksoppositioneller, deren die Polizei bislang nicht habhaft werden konnte. Um sein Ziel zu erreichen, hat er sich der Identität eines anderen bemächtigt, dessen Leben in den Kellern des Athener Averoff-Gefängnisses längst ein Ende gefunden hat: Als angeblicher kommunistischer Kurier Galinos wird Nummer X 211 der Zentralen Griechischen Sicherheitsbehörde ein feinmaschiges Netz zu knüpfen suchen, in dem sich der illegale Widerstand im Norden des Landes verfangen soll.
Und das so klug erdachte Spiel auf Leben und Tod scheint zu gelingen. Es treibt aufrechte, selbstlose Menschen in eine Bewährungsprobe, die Optimismus und Tragik, Mut und Versagen widerspiegelt und in der die Härte der Auseinandersetzungen im Griechenland von heute sichtbar wird.

Einband- und Schutzumschlagentwurf: Hans Ticha

Verlag Das Neue Berlin, Berlin
1. Auflage 1973
2. Auflage 1974

26 Oktober 2024

Roland Neumann: Märzregen

Einbandtext:
„‚Komiker’ hatte sie zu mir gesagt, und ziemlich abfällig. Und von oben herab, von diesem stinkenden ‚Enduro’ herunter. Sie bildete sich vielleicht ein, mit diesem Haufen Blech unterm Hintern wäre sie was Besseres. Nee, Donna Wasserblau, nicht mit mir! Nicht mit Wolf Krautzig. Sollte sie einen Freund haben in der Zehnten oder Elften oder auf den Fidschiinseln, meinetwegen, sollte sie!“ – Aber so leicht geht Wolf die hübsche Nina nicht aus dem Sinn. Mit ihr machten die Frühjahrsarbeiten im Garten richtig Spaß, zu denen Vater ihn während seiner Abwesenheit vergattert hatte. Und Nina gefiel doch auch die Selbständigkeit, die sie an Wolfs Seite auskosten konnte. Ein Telegramm vom Vater an Wolf – und an Nina! – bringt Wolf wieder auf die Beine, genauer: aufs Fahrrad.

Buchanfang:
Ich ließ mich auf den Teppich sinken. Meine Beine wollten allerdings nicht in diesen verdrehten Schneidersitz. Ich sah noch einmal auf das Foto: Der Jüngling saß entspannt und sah mich wie gelangweilt an. Der halbe Knoten in den Beinen konnte ihm keine Mühe gemacht haben.
Wenn ich da an Otto dachte ... Nein, das würde er nie schaffen. Mein Vater Otto Krautzig brachte nicht mal einen ordentlichen Knoten in seine einzige Krawatte. Aber die Gesundheitszeitung kam wohl auch mehr zu seiner Beruhigung monatlich einmal ins Haus geflattert. Diesmal mit Joga.
Der Knabe auf der Titelseite hatte mich dazu gebracht, so ungewöhnlich auf den eigenen Beinen zu sitzen.
Ich wollte mit der zweiten Übung beginnen: »Warten Sie nach normaler Ausatmung im Stehen, Sitzen oder Liegen, ohne weiter zu atmen, ab, was geschieht.«
Erst geschah nichts, dann klingelte es Sturm.
Ich hatte Mühe, mich wieder auf die Füße zu bringen. Ich schnappte nach Luft und konnte mir kaum vorstellen, daß ich jemals ein Joga-Fan wurde. Es klingelte noch einmal.
Ich hörte unten die Haustür klappen und rief: »Ist da wer?« Keine Antwort.
Bis zur Haustür waren es drei Stockwerke. Ich wählte den kleinen Rhythmus: nur bei jedem zweiten Schritt eine Stufe überspringen.  Die Wechselsprechanlage kam mir wieder in den Sinn. Otto wollte sich die Sache überlegen, das dauerte schon ein Jahr.
Unten fiel mir der Aufkleber sofort ins Auge »Telegramm im Briefkasten«. Den Briefkastenschlüssel holte ich im großen Rhythmus: bei jedem Schritt zwei Stufen auslassen.
Natürlich ein Telegramm für Gerlinde. Wer es mit mir eilig hatte, kam persönlich per Fahrrad oder Moped. Diesmal war es anders. »Wolf Krautzig« stand auf der Depesche, und das war in diesem Haus kein anderer als ich selbst. Trotzdem fummelte ich das Telegramm nur zögernd aus dem Umschlag.
»Danke. Dein Vater.«
Ich las es dreimal und suchte, ob auf dem Papier noch an anderer Stelle ein Satz versteckt war. Ich fand keinen – aber mir dämmerte langsam, was Otto alles in dieses eine Wort hineingeschrieben hatte. .....

Illustrationen Hans Ticha
Für Leser von 12 Jahren an

Der Kinderbuchverlag, Berlin
1. Auflage 1986
2. Auflage 1989

27 Februar 2024

Theodor Storm : Der kleine Häwelmann

Buchanfang:
Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Häwelmann. Des Nachts schlief er in einem Rollenbett und auch des Nachmittags, wenn er müde war. Wenn er aber nicht müde war, mußte seine Mutter ihn darin in der Stube umherfahren, und davon konnte er nie genug bekommen.
Nun lag der kleine Häwelmann eines Nachts in seinem Rollenbett und konnte nicht einschlafen. Die Mutter aber schlief schon lange neben ihm in ihrem großen Himmelbett. „Mutter“, rief der kleine Häwelmann, „ich will fahren!“ Und die Mutter langte im Schlaf mit dem Arm aus dem Bett und rollte die kleine Bettstelle hin und her, und wenn ihr der Arm müde werden wollte, rief der kleine Häwelmann: „Mehr, mehr!“ und dann ging das Rollen wieder von vorne an. Endlich aber schlief sie gänzlich ein, und soviel Häwelmann auch schreien mochte, sie hörte nichts.

Illustrationen von Hans Ticha

Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin
1. Auflage 1983
2. Auflage 1985
3. Auflage 1988
4. Auflage 1990

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Der Kinderbuchverlag, Berlin

Illustrationen von Ingeborg Meyer-Rey
1. Auflage 1984
2. Auflage 1985
3. Auflage 1986
4. Auflage 1987
5. Auflage 1988


im gleichen Verlag:
Mit Illustrationen von Alfred Will
1. Auflage 1954 / 1.-20. Tsd.

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1946 erchien im Verlag Volk und Wissen in der Reihe "Volk und Wissen Sammelbücherei"
[Gruppe 1 – Dichtung und Wahrheit; Serie B: Märchen, Sagen und Geschichten; Band 3]
Die Regentrude und Der kleine Häwelmann
 

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Gebrüder Knabe Verlag Weimar

(Arbeitsgemeinschaft Thüringer Verleger)
Reihe: Knabes Jugendbücherei
noch unter der Bezeichnung "Deutsche Jugendbücherei - Arbeitsgemeinschaft Thüringer Verleger – Gebr. Knabe Verlag, Weimar" 
1. Auflage [1950]

Illustrationen und Umschlagentwurf von Erwin Görlach

16 Januar 2024

Herbert W. Franke: Ein Kyborg namens Joe – Utopische Geschichten

Der Kyborg kam zurück, brachte eine Tablette und ein Glas Wasser. Ed hatte sich beruhigt und schluckte sie ohne Widerspruch. Von der Seite blickte er dabei das metallene Zerrbild eines Menschen an, das neben ihm stand – hilfsbereit vorgebeugt. Ein williger Diener ... oder ein Despot? Er wußte alles, nahm alles wahr, kannte alles – viel besser als Ed. Er hatte unmittelbaren Zugriff zur Recheneinheit, zu den gespeicherten Daten. Er besaß Sinnesorgane, die Infrarot und Ultraviolett, Schall aller Frequenzen, radioaktive Strahlung aufnahmen. Er war stärker und intelligenter, und er beobachtete ihn ununterbrochen ...
In 23 spannenden Geschichten erzählt Herbert W. Franke von phantastischen Lebewesen, fremden Zivilisationen und verselbständigter Technik.

Herbert W. Franke, 1927 in Wien geboren, studierte Physik, Chemie, Mathematik, Psychologie und Philosophie und promovierte 1950 über ein Thema der theoretischen Physik zum Dr. phil.
Franke verfolgt vielseitige Interessen: Er ist ein erfolgreicher Höhlenforscher, Sachbuchautor und Theoretiker kybernetischer Aspekte der Ästhetik.
Dem Genre der Science-fiction widmet er sich als Theoretiker, Herausgeber und Autor.
Seine wichtigsten Science-fiction-Veröffentlichungen sind die Erzählungsbände „Der grüne Komet“ (1964), „Einsteins Erben“ (1972) sowie sieben Romane, von denen vor allem Der Orchideenkäfig“ (1961), „Zone Null“ (1970) und „Ypsilon minus“ (1976) zu nennen sind. Herbert W. Franke lebt heute als freier Schriftsteller in Puppling bei München.

Mit Illustrationen von Hans Ticha
und einem Nachwort von Adolf Sckerl

Verlag Neues Leben, Berlin
Kompaß-Bücherei, Band 239

1. Auflage 1978 

23 September 2023

Peter Hacks, Hans Ticha: Das musikalische Nashorn

„Wenn du mir ein Märchen erzählst, lasse ich dich laufen“, sagte der Storch zum Ochsenfrosch; denn er war schon satt genug. Was glaubt ihr, wie dem Ochsenfrosch die Reime aus dem Maul flossen?

An einem heißen Ort der Erde,
Da lebte eine Nashornherde.
Sie gingen schläfrig auf der Weide.
Sie waren stark, doch ohne Zorn.
Sie taten keinem was zuleide,
Und nur dem Räuber droht ihr Horn.

Nun aber wuchs in ihrer Schar
Ein Jüngling auf, der anders war.
Er schwärmte früh für alles Schöne,
Insonderheit die Kunst der Töne,
Und stellte eines Tages fest,
Daß auf dem Horn sich blasen läßt.

Gedicht Peter Hacks
Zeichnungen Hans Ticha

Der Kinderbuchverlag, Berlin

1. Auflage 1978
2. Auflage 1978
3. Auflage 1979

28 Oktober 2022

Peter Tille: Sommersprossen. 666 aphoristische Gesichtspunkte

»Ich bin gar nicht gegen Romane. Ich bin immer daran interessiert, daß sich die Konkurrenz umständlich ausdrückt«, behauptet Peter Tille augenzwinkernd. 666 zugespitzt formulierte Gesichtspunkte zu Zwischenmenschlichem, Politischem, Erotischem, Künstlerischem bietet dieser Band. Was wäre gewesen, wenn Adam schlechte Zähne gehabt hätte; was gehört zur Grundausstattung eines Büros; was passiert, wenn jemand seine Frau öffentlich küßt; was haben Eltern zu erwarten, die Respekt verlangen?

Die Antworten, die Peter Tille auf solche Fragen gibt, sind kurz. Der Leser hat bei 666 Nachdenkangeboten die Entscheidung: »Es stimmt. Nun prüfe, ob es wahr ist.«




Leseprobe

Der ist mir zu gescheit, sagte der Mann,
als ihm der Hammer zum dritten Male
aus der Hand gefallen war.

Warum rechnet man die Köche nicht zu
den Künstlern? Sie haben keinen
Künstlerverband.

Wenn der Koch ein Asket ist, hungern die Gäste.

Engel heute haben einen Terminkalender,
einen Werkzeugkasten und eine Vorliebe
für Marx auf blauen Scheinen.

Nur einer kann dir alle deine Pflichten nennen: du.

Man wird nichts Ordentliches
unternehmen, wenn man sich nicht ab
und an auch übernimmt.

Mitteldeutscher Verlag, 1. Auflage 1983
2. Auflage / 1985
3. Auflage / 1990
Illustrationen Hans Ticha

24 April 2021

Hans Fallada: Geschichten aus der Murkelei

 Vorwort

Lieber Uli, liebe Mücke und lieber kleiner Achim!

Zuerst habe ich euch diese Geschichten mündlich erzählt, damit das Essen besser rutschte und nicht so langweilig war.
Aber die Geschichten wurden bei jedem Erzählen anders, und das gefiel euch nicht, da musste ich sie aufschreiben.
Die aufgeschriebenen Geschichten konnte euch nur einer vorlesen, nämlich ich, weil kein anderer mit meiner Schrift zurechtkam. Da musste ich euch die Geschichten auf der Maschine tippen.
Das Getippe konntet ihr, Uli und Mücke, nun schon allein lesen, aber da ging der kleine Achim leer aus. Und Getipptes in einem Schnellhefter liest sich auch nicht so gut wie ein gedrucktes Buch.
Da sagtest Du, Uli: „Du lässt ja so viele Bücher von dir drucken, Papa, da kannst du auch diese Geschichten drucken lassen!“ So reisten die Geschichten nach Berlin. Dort wurden sie erst andern Kindern zum Lesen gegeben und auch großen Leuten, damit wir bestimmt wussten, es waren richtige Kindergeschichten. Dann, als alle ja gesagt hatten, wurden sie gedruckt.
Da sagtet ihr Kinder: „Aber es müssen auch Bilder dabei sein, sonst ist es kein richtiges Kinderbuch!“
Nun gingen wir suchen, und schließlich fanden wir den Conny. Der machte die Bilder, genau wie ihr sie euch dachtet.
So war alles beisammen, und das Buch wurde fertig! Und wenn ihr jetzt nicht esst wie der dicke Onkel Willi, dann nehme ich euch auf der Stelle das Buch wieder weg!

Da habt ihr’s -!

Aufbau-Verlag, Berlin, 1961
Illustrationen von Conrad „Conny“ Neubauer.


Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
3. Auflage 1949 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
4. Auflage 1950 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
5. Auflage 1951 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
6. Auflage 1954
9. Auflage 1957 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
12. Auflage 1961 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
13. Auflage 1963 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
14. Auflage 1964 [Ill. von Fritz Fischer]
15. Auflage 1965 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
16. Auflage 1966 [Ill. von Conrad Neubauer-Conny]
17. Auflage 1973 [Ill. von Hans Ticha]
18. Auflage 1978 [Ill. von Hans Ticha]
19. Auflage 1978 [Ill. von Hans Ticha]
Nachdruck 1988 - Nachdruck der 19. Aufl. Berlin, Weimar, Aufbau-Verl., 1978

Illustrationen von Hans Ticha


17 April 2021

Rudolf Kiefert: Der Linkser


 Thomas, achtzehn, Linkshänder, Besitzer eines fünfzig Jahre alten Motorrads, nimmt die Sprüche seiner Großmutter noch immer ernst. Was kein Lehrling freiwillig tun würde: Er geht in die letzte Station, wenn auch in erster Linie wegen Rosemarie, der Tochter seines neuen Meisters.

Verlag Neues Leben Berlin, 1. Auflage 1979
Illustrationen von Hans Ticha