Posts mit dem Label Renate Totzke-Israel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Renate Totzke-Israel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

29 Februar 2024

Benno Pludra: Es waren einmal ein Paar Schuh

Es waren einmal ein Paar Schuh, die wurden einem Jungen geschenkt. Er ging damit in den Regen, da wurden die Schuhe naß.
Er ging damit in den Staub, da wurden die Schuhe schmutzig.

- nach einem japanischen Märchen von Hisako Teraoka
Illustrationen von Renate Totzke-Israel

Der Kinderbuchverlag Berlin
1. Auflage 1988
2. Auflage 1989

im gleichen Verlag
in der Reihe: Minibuch [2]
1. Auflage 1979

24 Februar 2024

Nana Bauer (Hrsg.): Warum? Weshalb? Wieso? - Ein Frage-und-Antwort-Buch für Kinder / Band 6

Einbandtext:
Interessant und aufregend ist das Leben auf unserem Planeten Erde – voller Rätsel und Fragen. Ihr habt uns Eure Fragen geschickt und werdet es hoffentlich auch weiterhin tun. Wir haben diese Fragen zusammengetragen, alltägliche und außergewöhnliche, scheinbar nebensächliche, aber auch bedeutende. Und bekannte Kinderbuchautoren und namhafte Wissenschaftler wollen sie Euch in unserer Reihe «Warum? Weshalb? Wieso?» beantworten. Es sind Fragen aus vielen Wissensgebieten, aus Kunst und Kultur, Gesellschaftswissenschaft, Biologie, Physik, Technik und Sport. So soll diese Reihe sowohl zum Lesen und Lernen als auch zum Nachschlagen und Entdecken anregen.

Aus dem Buch:
Was macht ein Lotse?
Fragt man einen Lotsen, was er nicht leiden kann, dann wird er sagen: schlechte Kapitäne, schlechtes Wetter, schlechten Kaffee, und den dann wohl besonders nicht.
Manchmal gibt es auch schlechte Schiffe. Sie steuern nach links, aber sollen nach rechts, das heißt nach Backbord oder Steuerbord, denn «links und rechts» gibt es auf Schiffen nicht. Wieder andere steuern mit Verzögerung, das sind die gefährlichen Tanten. Folgen erst überhaupt nicht, aber plötzlich wie verrückt nach Backbord oder Steuerbord, und der Kapitän fängt an zu schreien, und der Lotse sagt: Was haben Sie für ein Schiff?! So eigensinnig, nein! Ein guter Lotse kennt sich aus mit jedem Schiff, auch wenn er es noch nie zuvor gesehen hat. Er schätzt es ab nach Länge, Höhe, Breite und fragt besonders nach dem Tiefgang. Die Aufbauten sieht er, den Rumpf: wie weit es weggeladen ist, die Nase vielleicht zu tief, das macht die Manöver komplizierter. Ein Schiff lebt mit dem Wasser, und wer es betritt und das Wasser kennt, hat ein Gefühl sofort, wie sich das Schiff in diesem Wasser verhält: auf Strömung, auf Sandbänke reagiert und auf den Wind von See und den von Land.
Seit Schiffe fahren, gibt es Lotsen. Manche mit Bart und roter Nase, die meisten aber sehen unauffällig aus: in dunkelblaues Zeug gekleidet, ganz selten goldene Knöpfe dran, und eine dunkelblaue Mütze auf dem Kopf. Alle sind lange zur See gefahren, jeder dabei ein Kapitän, mit Schiffen und Meeren vertraut, drei Dutzend Häfen dazu: von Yokohama bis Rotterdam.
Das hört sich mächtig an, die halbe Welt liegt drin, und ein Lotse, ein richtiger so, der hat das auch schon in den Augen. Dem macht keiner was vor, der weiß Bescheid, auch über das Leben im ganzen, und jeder Tag beschert ihm neue Geschichten. Denn die Zeit, die man braucht, ein Schiff von draußen in den Hafen zu bringen und umgekehrt: von drinnen wieder hinaus auf See – diese Zeit reicht immer aus, um vielerlei zu erfahren: Glück oder Unglück einer Reise, persönliche Freude, Liebesleid, Geschichten von Hoffnung und Erwartung – der Lotse nimmt alles in sich auf, und je nachdem, wie er selber ist, bringt er davon auch etwas mit an Bord: Ruhe zum Beispiel, Freundlichkeit. Er bestimmt nicht nur den Kurs, der jetzt zu steuern ist, sondern macht die Laune neu, denn bei seinem Anblick fühlt sich der Seemann fast schon zu Hause oder, an fremder Küste, in der sicheren Obhut einer kundigen Hand.
Ein Lotse, indem er heißen Kaffee schlürft, muß alles sehen und bedenken, denn die Schiffe werden immer größer, und es fahren immer mehr. Vor hundert Jahren, könnte jemand sagen, hatten es die Lotsen leichter.

Für Leser von 9 Jahren an
Illustriert von Renate Totzke-Israel

Verlag Junge Welt, Berlin
1. Auflage 1990

25 Juni 2023

Die Nachtigall und die Rose - Ein Märchenbuch für Verliebte


 

„Sie sagte, sie würde mit mir tanzen, wenn ich ihr rote Rosen brächte“, rief der junge Student; „aber in meinem Garten ist keine rote Rose.“ Das dauerte die Nachtigall, und sie wollte ihm helfen. Sie flog zu einem Rosenstrauch unter des Studenten Fenster, doch dort waren alle Rosen verdorrt. Ein Mittel nur wußte der Strauch, und er nannte es der Nachtigall: „Wenn du eine rote Rose haben willst, dann mußt du sie beim Mondlicht aus deinen Liedern machen und sie färben mit deinem eigenen Herzblut. Du mußt für mich singen, und der Dorn muß dein Herz durchbohren, und dein Lebensblut muß in meine Adern fließen und mein werden.“ Und weil die Nachtigall überzeugt war, die Liebe sei besser als das Leben, flog sie zu dem Studenten und rief:

„Freu dich, du sollst deine rote Rose haben!“ Als der Mond in den Himmeln schien, saß die Nachtigall schon in dem Rosenstrauch und preßte ihre Brust gegen den Dorn. Die ganze Nacht sang sie, die Brust gegen den Dorn gepreßt, und der kalte kristallene Mond neigte sich herab und lauschte. Die ganze Nacht sang sie, und der Dorn drang tiefer und tiefer in ihre Brust, und ihr Lebensblut sickerte von ihr. An der Spitze des Rosenstrauchs erblühte eine herrliche Rose. Blatt reihte sich an Blatt wie Lied an Lied. Und als der Dorn das Herz der Nachtigall berührte, durchzuckte sie ein bitterer Schmerz, wilder wurde ihr Lied, denn sie sang nun von der Liebe, die auch im Grab nicht stirbt. 

Volks- und Kunstmärchen aus aller Welt enthält unsere Sammlung, deren Thema die Liebe ist. Es geht um das Zueinanderfinden, um Treue, Untreue und Trennung; es geht um ein Thema, das den Menschen immer bewegt hat und immer bewegen wird.

Verlag Neues Leben 1. Auflage 1976
Schutzumschlag und Einband v. Klaus Ensikat
weitere farbige Illustrationen von
Manfred Butzmann, Klaus Ensikat, Renate Göritz, Carl Hoffmann und Renate Trotzke-Israel 

Verlag Neues Leben 2. Auflage 1988
mit Farbradierungen von Wolfgang Schedler


14 Mai 2021

Charles Dickens: Ferienmärchen


 „Es gibt ein Land – das ich euch zeigen will, wenn ich mich erst einmal mit Landkarten auskenne -, wo alles nach dem Willen der Kinder geht. In diesem Land lässt es sich herrlich leben. Die Erwachsenen sind gezwungen, den Kindern zu gehorchen, und dürfen niemals bis zum Abendessen aufbleiben, außer an ihrem Geburtstag.“ So beginnt das Märchen von Frau Apfelsine und Frau Zitrone, die unendlich viel Mühe mit ihren lieben, aber, ach, so schwierigen Kindern hatten. Erzählt hat es Nettie Ashford, sechseinhalb Jahre alt, und auch Netties Freunde, zwischen sieben und neun Jahre alt, haben sich Geschichten ausgedacht, so zum Beispiel die atemberaubenden Taten des edelmütigen Kapitäns Kühnherz zu Wasser und zu Lande.

Der Kinderbuchverlag Berlin, 1. Auflage, 1982
Übersetzt von Klaus Schirrmeister.
Illustrationen von Renate Totzke-Israel.

05 März 2021

Hrsg. Klaus Möllmann: Der Wolfprinz – Schwedische Trollmärchen


 … Denn als die Trollkönigin tot war, löste sich der Zauber, so dass alles wieder sein früheres Aussehen bekam. Der prächtige Königshof verwandelte sich jählings in eine düstere Bergschlucht, und ringsum sah man nichts als nackte Felsen und öde Wälder. Ganz in der Ferne aber, wo der Wolf seine Höhle gehabt hatte, erhob sich ein herrliches Schloss, das von Gold und Silber glänzte.

Die Trolle, menschenähnliche, aber zumeist sehr hässliche und grausame Wesen, die nur selten Gutes befördern, sind charakteristisch für die skandinavische Märchen- und Sagenwelt.

VEB Hinstorff-Verlag, Rostock, 1. Auflage, 1984
Illustrationen von Renate Totzke-Israel

01 Dezember 2020

Christa Grasmeyer: Der unerwünschte Dritte


 Eine lange Nacht hindurch sucht Sophie den davongelaufenen Bruder Peter, den sie vergrault hat. Schuld quält ihr Gewissen. Wenn wenigstens Bodo bei ihr wäre, aber der will seine Ruhe haben.

Verlag Neues Leben, 2. Auflage 1982
Illustrationen Renate Trotzke-Israel

29 Juni 2020

Gerhard Branstner: Die Ochsenwette



In diesen nach verschiedenen Quellen neuerzählten Anekdoten ersteht die bunte Welt des Morgenlandes, eine Welt der armen Schelme und gerechten Richter, der weisen Derwische und anmaßenden Würdenträger, der listigen Diebe und habgierigen Wesire: gleichnishafte Geschichten von großen und kleinen menschlichen Torheiten, heute so gültig wie gestern.
Gerhard Branstner möchte auf diesem Weg die Weisheit fast vergessener orientalischer Literatur für die Gegenwart produktiv machen. Die vorliegende Ausgabe bietet dem Leser die Möglichkeit, die Neufassungen mit den im Anhang abgedruckten Vorlagen zu vergleichen.
Vor allem aber will dieses Buch Vergnügen bereiten, wozu nicht zuletzt die Illustrationen und Vignetten von Renate Totzke-Israel beitragen.

Hinstorff Verlag Rostock, 3. Auflage 1982