26 Januar 2026

Rosemarie Schuder: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen


Klappentext:
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, Zeitgenosse von Paracelsus und Hieronymus Bosch, war ein hochbegabter Arzt, Jurist, Philosoph und Theologe. Aber anders als Paracelsus, der Apostel für Wahrheit und Gerechtigkeit, bleibt Agrippa eine Gestalt im Zwielicht. Der Spielerische, Freund der Frauen, der sich gefallen habe auch in der Pose des großen Magiers – und doch rettete er eine der Hexerei angeklagte Bäuerin vorm Scheiterhaufen und legte sich an in scharfer Kritik mit den Großen der Zeit. Rosemarie Schuder erzählt zwei Jahre dieses Lebens. In Lyon wirkte Agrippa 1525/26 als Leibarzt der Mutter des Königs von Frankreich, hier suchte er Einfluß zu nehmen und seine humanistischen Ideen durchzusetzen. Lyon, die Stadt der Messen, des Buchdrucks und der plebejischen Rebellionen mit tiefwurzelnder Tradition – das lebenspralle Lyon bedeutete in der Biographie des Agrippa mehr als eine flüchtige Episode.

Schutzumschlagentwurf Erich Rohde
unter Verwendung von Bildausschnitten aus den Gemälden „Das Narrenschiff“ und „Die Versuchungen des heiligen Antonius“ von Hieronymus Bosch

Rütten & Loening, Berlin
1. Auflage 1977
2. Auflage 1978
3. Auflage 1979
4. Auflage 1981
5. Auflage 1983
6. Auflage 1985

Neuauflage
1. Auflage 1978

Berechtigte Ausgabe für den buchclub 65
1. Auflage 1978

weitere Ausgaben
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Einbandtext:
König der Humanisten nannten ihn die einen, Ketzer die anderen - Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, hochbegabter Arzt, Jurist, Philosoph und Theologe des Mittelalters. Selbstbewußt, ja hochmütig, lebte Agrippa sich selbst, seinen humanistischen Ideen, und setzte sich in offenen Widerspruch zu den kirchlichen und weltlichen Mächten. Zwei Jahre, 1525/26, wirkte er in Lyon als Leibarzt der Aloysia, Mutter des gefangenen Königs von Frankreich. Jeden Morgen stieg er hinauf in das Schloß auf dem Rabenhügel, bewegte sich dort mit spielerischer Furchtlosigkeit unter seinen Feinden, den Ausforschern des rechten Glaubens, suchte Einfluß zu gewinnen auf die Regentin. Eine verwirrende, gefährliche Herausforderung für den Magier der Worte und der ärztlichen Kunst, den Freund der Frauen.
Rosemarie Schuder erzählt in ihrem Roman vor allem von dieser Lyoner Zeit des Agrippa, Zeitgenosse von Paracelsus und Serveto, den beiden anderen Ärzten und Humanisten, deren Leben sie in ihrer Trilogie nachgezeichnet hat.

Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
Reihe: bb-Reihe Nr. 587

23 Januar 2026

Jan Kostrhun: Weinlese

Klappentext:
Um das Leben zu kennen, muß man so viel gesehen und erfahren haben wie Großvater Dobeš. Der hat zwar nie, selbst als seine Frau noch lebte, einen Fuß aus dem Dorf gesetzt, doch warum sollte er auch? Er liebt das besonnte Hügelland an der Dyje, deren Uferhänge mit Rebstöcken bestanden sind, und er liebt den Wein, der zeitlebens seinen Tagesablauf bestimmte. Nie würde er ihn aus der Flasche trinken, denn nichts schadet dem Rebensaft mehr als ein Gefängnis aus Glas.
O ja, er hat feste Grundsätze, der alte Dobeš, und billigt weiß Gott nicht alles, was heute im Dorf geschieht. Schlimm genug, daß die letzten Pferde geschlachtet werden, doch weit bedenklicher scheint ihm, daß die Sitten von früher nicht mehr viel gelten. Der eigene Sohn macht ihm schon vor, wie weit es mit dem Anstand der Leute gekommen ist: Wie Hund und Katze lebt mit seiner Frau Marta, die dem Großvater auch noch den sechsjährigen Enkel aufhalst.
Widerstrebend übernimmt Dobeš die Vaterstelle bei dem kleinen Jan, der sich vertrauensvoll an ihn anschließt. Jedoch in unbeschwerten Herbstwochen, da der Wein reift und der Junge Duft und Farbe der südmährischen Landschaft spüren lernt, empfindet der Großvater seit langem wieder das Glück, gebraucht zu werden. Selbst der Tod hat seine Schrecken für ihn verloren.

Autor:
Jan Kostrhun, geboren 1942 in dem südmährischen Dorf Podivín, besuchte die Landwirtschaftliche Hochschule und arbeitet heute als produktionstechnischer Konsulent im Viehzuchtbetrieb Brno. Seit 1970 im Nebenberuf Schriftsteller, hat er sich als »poetischer Realist« einen Namen gemacht. Nach ersten Veröffentlichungen in Anthologien gab er 1974 den Roman »Schwarze Schafe« heraus, dem er 1976 den Erzählungsband »Das Schaukelpferd« und 1977 den Roman »Wilddiebe« folgen ließ. »Weinlese« erschien 1979. In Vorbereitung befindet sich ein Roman mit dem Titel »Was wäre, wenn es Liebe wäre«.
Mehrere Romane und Novellen des tschechischen Autors, der auch mit Funk und Fernsehen zusammenarbeitet, wurden in der ČSSR verfilmt, darunter »Weinlese«. Jan Kostrhun, der schon in verschiedenen Auswahlbänden, z. B. 1979 in den »Erkundungen«, in der DDR vorgestellt wurde, erhielt eine Reihe literarischer Auszeichnungen, darunter den Jiři-Wolker-Preis.

Originalausgabe: Vinobraní,erschienen bei Mladá fronta. Prag 1979
Aus dem Tschechischen von Gustav Just
Einbandentwurf: Albrecht von Bodecker

Verlag Volk und Welt, Berlin

1. Auflage 1982

Berechtigte Ausgabe für den buchclub 65
1. Auflage 1982

Vergil: Aeneis

Einbandtext:
Vergil (70-19 v. u. Z.), in der „Aeneis“ Mahner seines Volkes, ruft, nachdem unter dem Kaiser Augustus die Zeit der Wirren überwunden schien, auf: „Du, Römer, bedenke, daß du mit deiner Macht die Völker lenken sollst! In den Frieden sollst du Gesittung pflanzen.“ Und ließe sich fortsetzen nimm alle Mühen auf dich, denen sich einst Aeneas unterwarf, als er ein neues Troja und mit Rom ein Weltreich auf ewig errichtete. Aber dieser Ruf traf längst nicht mehr ein Volk, das vom gemeinschaftlichen Wollen aller beseelt war. Den altrömischen Tugenden Gerechtigkeit, Tapferkeit, Fleiß neue Geltung zu verschaffen, auf sie ein Goldenes Zeitalter zu gründen, blieb unter Voraussetzungen, die andere Völker in den Status von Barbaren versetzten und große Teile der Provinzbevölkerung in ein rechtliches Abseits zwangen, eine Utopie. Denn auch der Kaiser selbst sah sich allzu schnell in Widerspruch zur eigenen Propaganda geraten, die den ethischen Postulaten des Dichters Vergil entsprochen hatte, als dieser nach 29 v. u. Z. mit der Ausarbeitung seines Epos begann. Nach späterer Überlieferung habe Vergil die „Aeneis“ dem Kaiser verweigern, sie zurücknehmen wollen, ihre humanistische Botschaft erreicht indessen noch unsere Zeit.

Buchanfang:
ERSTES BUCH
Von Waffentaten erzähle ich und von dem heldenmütigen Mann, welcher der erste war, der, ein Flüchtling, die Küste Trojas verließ, wie es sein Schicksal wollte, und nach Italien kam und am Strand von Lavinium landete. Unablässig trieb göttliche Gewalt ihn um über Länder und Meere, denn noch war der Zorn der grimmigen Juno nicht erloschen. Vieles auch litt er durch Krieg, bis ihm vergönnt war, eine Stadt zu gründen und in Latium den Göttern eine neue Heimat zu geben, die Stadt, aus der das Volk der Latiner und die Vorväter von Alba und schließlich die hochragenden Mauern Roms hervorgingen.
Muse, erkläre mir die Gründe: Welchem göttlichen Willen hatte sich dieser Mann widersetzt, wodurch war die Königin der Götter so tief gekränkt, daß sie ihm, der die Götter doch immer beispielhaft geehrt hatte, so viel Unglück, so viel Leid zu tragen auferlegte? Fühlen denn Himmlische solch unerbittlichen Zorn?
Es war eine uralte Stadt, bewohnt von tyrischen Siedlern: Karthago, gegen Italien hin gelegen und von der Tibermündung weit entfernt, reich an Schätzen und überaus rauh in ihrem Kriegseifer. Es ist überliefert, daß Juno ihrer allein sich angenommen hatte vor allen Ländern, mehr noch als Samos. Hier befanden sich ihre Wehr und hier ihr Wagen. Und diese Stadt zur Herrscherin über die Völker zu machen, wenn es der Lauf der Dinge irgend zuließ, war damals schon der sehnlichste Wunsch der Göttin.
Aber sie hatte auch vernommen, aus trojanischem Blut werde ein Geschlecht erstehen, das dereinst die tyrischen Festen niederreißen sollte; ein Volk werde daraus kommen, das, Herr über weite Gebiete und hochmütig durch Kriegsglück, Libyen den Untergang bringen werde. So laufe der Faden der Parzen. Dies fürchtete die Tochter des Saturn, denn sie entsann sich des einstigen Krieges, den sie, allen voran, für ihr geliebtes Argos vor Troja geführt hatte. Noch immer hatte sie, was sie erzürnte, nicht verwunden .........

Aus dem Lateinischen
Prosaübersetzung, Essay und Namensverzeichnis von Volker Ebersbach

Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig
Reihe: Reclams Universal-Bibliothek, Band 929 ; Belletristik
1. Auflage 1982
2. Auflage 1987

16 Januar 2026

Volker Braun: Langsamer knirschender Morgen

Buchanfang:
Die Treulose

Was denn, Valerius, laß nicht den Kopf hängen.
So haltbar sind die Sätze zweitausend Jahre
Und mein Gefühl noch wiegt sich in den Versmaßen
Das wie Laub abfällt und ich lebe kahl weiter.
Immer wieder der Zorn die Scham Nachdichtung
Aus einer schlechten Gesellschaft in die andre.
Ich liebte sie, wie keine wird geliebt werden!
Da war das Leben beiter etc.
                                             Laß die laufen
Nach ihrem Planziel, Volker, jetzt heißts hart bleiben.
Und was du schon verloren siehst, das gib ganz auf.
Wer wird noch zu ihr gehn, für den sie schön aussieht?
Wen wird sie lieben, wessen Liebste sich nennen?
Soll sie sehn, wo sie bleibt mit ihren Fortschritten
Fort fort. Sie wird mir nicht die Lippen wundbeißen.
Dank für den Zuspruch, Römer, aus dem Weltreiche
Oder wovon sprachst du. Jetzt mußt du durchhalten
Bis sie sich bessert, die Treulose:
Sag ich, meine sei schlechter? Ich bin es auch nicht
Ich bleibe hart jetzt bis zum letzten Hinkjambus.
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Die Wellen

Neulich in Illyrien traf ich einen Macker
Aus der Heimat. Er war nackt, doch unfroh, ich sahm
An, daß er hoch angebunden war. O Ausgang
Hauchte er und sah ins Meer, der Wissenschaft
Und die Wellen plätscherten, das hieß einmal:
Den Verhältnissen die eigne erbärmliche
Melodie vorspieln, daß sie ins Tanzen kommen
Und was spiele ich? Fanfare, nur Fanfaren
In der Fakultät! die Wissenschaft zum Strammstehn.
Wars der Landwein oder das gelbe wahnsinnige
Ei droben oder weil er mal draußen war
Er (man hat ihn fahren lassen) stank mich an
Im Wortlaut: Wir ändern die Welt nicht. – Du weißt es? –
Und ich schweige und bin Philosoph geblieben.
Diese Reisegruppe hatte jetzt ein Auge
Auf ihm, er plötzlich toste:
Jetze braucht ich das ND und, Freunde, dazu
Eine Turf.
               Das Auge sah ihn wohlgefällig
Hoffnungslos die Lage ist nicht ernst.

Inhalt:
Satiren und Lektionen
7 Gemischter Chor
8 Die Treulose
9 Die Wellen
10 Verbandszeug
11 Gespräch im Garten des Chefs
13 Der Regen
14 Siegfried 1984
15 Blue movies
16 Schlemihl
18 Bericht über Iwan Ossipow. Nach Angaben Komarows
20 Ich habe mit dem Papst gesprochen
22 Max Hoelz heiratet
23 Offene Rechnung
24 Wendland
26 Tbilissi, Fels und Fest
28 An Mickel
29 Pankower Elegie
30 Nun bin ich froh
Der Stoff zum Leben 2
33 Material V: Burghammer
37 Material VI: Die Mummelfälle
39 Material VII: Der Frieden
42 Das gebremste Leben
44 Lessings Tod
46 Das Lehen
47 Die Trümmer der Akademie
49 Material VIII: Der Eisenwagen
54 Tagtraum
55 Material IX: Dresden als Landschaft
58 Das innerste Afrika
63 Berlinische Epigramme 1-164
89 Anmerkungen

Mitteldeutscher Verlag, Halle-Leipzig
1. Auflage 1987
2. erw. Auflage 1990

14 Januar 2026

Ludvík Aškenazy: Der Spatz auf der Schallplatte – Kinder-Etüden

Einbandtext:
Wenn der Vater eines fünfjährigen Jungen die Feuerwehr anruft, dann soll er nicht von ihr verlangen, sie solle einen Foxterrier scheren. Denn eine Feuerwehr ist eine Feuerwehr und kein Spiel. Sie kann die brennende Lebkuchenfabrik in Pardubice löschen oder die Limonadenfabrik in Chrudim; eine Feuerwehr ist unermüdlich, aber sie kann keine Albernheit vertragen. Sonst wird sie am Ende empört ausrufen: „Vati, denk dir, vor einer Weile hat ein solcher Trottel angerufen, der wollte die Hundescheranstalt. Als ob er nicht wüßte, daß bei uns nur Feuer gelöscht wird.“ Da steht der Vater denn und muß den Kopf schütteln und sich einen dummen Kerl nennen. Denn das Spiel ist eine ernste Sache, und wenn man zufällig einmal Feuerwehr spielt, dann soll man keine Hundeschererei daraus machen. – In etwa dreißig Geschichten und Betrachtungen erzählt Ludvík Aškenazy, der Autor beliebter tschechischer Kinderbücher, aus der heiteren und abenteuerreichen Erfahrungswelt eines jungen Vaters und seines Söhnchens.

Buchanfang:
Wie ich Robert Janů begegnete
Ich will dir etwas ganz Alltägliches erzählen, mein Sohn, nämlich, wie ich das Fenster aufgemacht habe. Was blühte nur da draußen in unserem Hof – weiß und rosa? Ich besaß damals ein Notizbuch, aber ich schrieb nie etwas hinein, darum ist es jetzt nicht leicht festzustellen, was für ein Baum es war und auch alles andere, was mit dieser Geschichte zusammenhängt.
Ich weiß nur, daß plötzlich ein Wind gesprungen kam. Erster feuchter Frühlingshauch, lebendige Luft, voll Märzenduft.
So einen Wind gibt es vielleicht heute gar nicht mehr. Manchmal mache ich wohl mein Fenster auf, als ob ich jenen Duft wieder finden könnte – als ob er zurückkehren könnte.
Aber mein Wind scheint sich anderswo herumzutreiben; vielleicht ist er gerade in einem Garten und schüttelt ein Apfelbäumchen oder trägt auf der Straße jemandem den Hut davon.
Wer weiß. Vielleicht ist er auch gesetzt geworden und ist jetzt ein schaler, langweiliger Gesell von einem Wind.
Aber damals hat er mir die Wangen getätschelt, als ob er Hände hätte. Da wird einem gleich ganz anders – man ist auf einmal wie eine tönende Glocke.
‚Mein Herz’, sagte ich mir, ‚was ist denn das mit dir?’
Aber das Herz schwieg – und schlug.
‚Wir werden uns einen Tee machen, Herz’, sagte ich. ‚Vielleicht hört es dann auf.’
Aber der Tee schmeckte mir nicht, gar nicht, nicht einmal mit Zitrone.
Ich ließ ihn stehen – und setzte mich. Und blieb sitzen.
‚Ich muß etwas gegen die Frühjahrsmüdigkeit einnehmen’, erwog ich. ‚Etwas anderes kann es ja nicht sein, eben Frühjahrsmüdigkeit, Mangel an Vitaminen. Darüber sind sich alle Autoritäten einig.’
Durch das offene Fenster stahl sich ein Streifen Licht auf den Tisch, warm und freundlich.
‚Ich muß mich durch Arbeit ablenken’, sagte ich mir. ‚Das ist das einzige Mittel, nicht genau definierbare Faktoren zu überwinden...’
Und ich nahm das Buch „Krise der psychoanalytischen Kritik des Subjekts“ zur Hand.
Damals bildete ich mir ein, ich hätte einen festen Charakter und ein Profil wie aus Stahl. Ich ging das Fenster schließen.
Ich weiß nicht mehr, was mich davon abhielt...

Inhalt:
FUNF KLEINE PRÄLUDIEN
Wie ich Robert Janů begegnete .. .. .. 7
Wie Menschen einander suchen .. .. .. 12
Wie wir dich erdacht haben .. .. .. 19
Wie ich dich kennenlernte .. .. .. 25
Wie ich dich zum erstenmal sah .. .. .. 28

KINDER-ETÜDEN
Die Überzeugungsmethode .. .. .. 35
Wie wir Feuerwehr spielten .. .. .. 39
Der Spatz auf der Schallplatte oder Medizin .. .. .. 42
März .. .. .. 45
Reise ins Weltall .. .. .. 48
Der Fink .. .. .. 51
Das amtliche Dokument .. .. .. 55
Die besondere Kunst oder Wo ist der Maurer .. .. .. 59
Theater .. .. .. 62
Ehe .. .. .. 65
Hochzeit .. .. .. 68
Vinzenzien .. .. .. 71
Das Geheimnis .. .. .. 76
Wie wir das Glück suchen gingen .. .. .. 80
Das Beschwerdebuch oder Die Leber .. .. .. 85
Die Häßliche Schnauze oder Heuchelei .. .. .. 90
Der Regenbogen .. .. .. 94
Herbst .. .. .. 99
Kleine Nachtmusik .. .. .. 101
Oktober .. .. .. 104
Vom Schlittschuhlaufen .. .. .. 107
Die Moldau .. .. .. 110
Silberpapier .. .. .. 113
Jemand .. .. .. 116
Das Engelchen oder Selbstkritik .. .. .. 120
Das Goldene Brünnl .. .. .. 124
Gespräch über den Tod .. .. .. 128
Gespräch mit dem Helden .. .. .. 131

Nachbemerkung .. .. .. 135

Originaltitel: DĚISKÉ ETUDY
Aus dem Tschechischen übersetzt von Eliška Glaserová
Früher erschienen unter dem Titel: „Wie wir das Glück suchen gingen“

Umschlag Erich Rohde

Aufbau-Verlag Berlin
Reihe:
bb-Reihe, Nr. 102
1. Auflage 1961

weitere Ausgaben

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Ludvík Aškenazy
Wie wir das Glück suchen gingen

Originattitel: Dětské etudy
Illustrationen von Helena Zmatlíková
Aus dem Tschechischen übersetzt von Eliška Glaserová
Später erschienen unter dem Titel: „Der Spatz auf der Schallplatte“

Aufbau-Verlag Berlin
1. Auflage 1957

09 Januar 2026

Helmut Hanke: Meer der Verlockung – Auf den Spuren der Argonauten des Pazifik

Klappentext:
Rauhe Männer waren es, die immer wieder zu fernen Gestaden aufbrachen, neue Küsten zu entdecken und zu erobern und ihnen ihre Geheimnisse und Schätze zu entreißen. Schiffbruch, Meuterei und Mord waren die Begleiter bei den Streifzügen durch den Stillen Ozean. Von Sibirien bis zur Antarktis wurde gejagt nach Pelzen, Gewürz und Wal.
Interessant und humorvoll berichtet der Autor, ähnlich wie in seinem Buch „SEEMANN, TOD UND TEUFEL“, von fernen Erdteilen und Inseln, ihren Ureinwohnern und ihren Entdeckern und der großen Zahl der Glückssucher, die selten ihr Ziel erreichten.

Inhalt:
I. Kurs auf die Inseln des Sonnenaufgangs 5
   Die Riesenstatuen der Osterinsel sind das Vermächtnis polynesischer Entdeckungsfahrer
II. Treasure Island 25
    Zwanzig Jahre sah Käptn Gissler auf Kokos Schatzsucher kommen und gehen
III. Die Piratenbohne 43
     Die wahren Schatzinseln rochen nach Zimt und Pfeffer
IV. Unter schwarzem Segel 63
     Auf Pitcairn endete die blutige Odyssee der Bounty-Meuterer
V. Erloschener Glanz der Purpurhäfen 91
    Am Pazifik zog Jack London die Straßen des Abenteuers entlang
VI. Männer, die gegen den Wind spuckten 121
     Die Eroberung des Nordpazifik
VII. Southwardbound in den weißen Süden 141
      Die antarktischen Archipele wurden meist von Walfängern entdeckt
VIII. Die Wallfahrtsinseln der Zoologen 161
       Aut den Galapagos machte Charles Darwin entscheidende Entdeckungen
IX. Die Passagiere der „First Fleet" 179
     Der Reichtum Australiens wurde durch Sträflingsarbeit begründet
Literaturverzeichnis 205

Schutzumschlag und Einbandgestaltung: Werner Schinko

Hinstorff Verlag, Rostock
1. Auflage 1973 

07 Januar 2026

Benno Pludra – Bootsmann auf der Scholle

Verlagstext:
Uwe will den auf einer Eisscholle davontreibenden Hund Bootsmann mit einem Kahn retten. Aber eigentlich ist Uwe noch viel zu jung für eine solche Aufgabe.
Es ist Winter. Uwe, Katrinchen und Jochen haben Bootsmann, den Hund vom Schlepperkapitän Bräsing zum Spielen mitgenommen. Es ist sehr kalt. Am Ufer haben sich Eisplatten gebildet. Auf einer tollen Jochen und Bootsmann herum, bis sie abbricht. Jochen kann sich noch mit einem Sprung in Sicherheit bringen, aber als Bootsmann das auch will, ist die Scholle schon zu weit abgetrieben. Jochen stiehlt sich davon. Katrinchen soll Hilfe holen, kommt aber nicht zurück. Uwe, ganz auf sich gestellt, findet einen Kahn und rudert dem davontreibenden Bootsmann hinterher.

Buchanfang:
Bootsmann ist ein junger Hund, schwarz, weich und wollig. Er lebt am Meer auf einem Schlepper, einem kleinen starken Dampfer, der große Dampfer schleppt. Der Kapitän des Schleppers heißt Putt Bräsing.
Putt Bräsing ist Bootsmanns bester Freund. Er gibt ihm zu fressen und sorgt für seinen Schlafplatz.
Putt Bräsing und Bootsmann wohnen im Bauch des Schleppers. Sie schlafen jeder in einer Koje. Putt Bräsing in einer großen, Bootsmann in einer kleinen. Bootsmanns Koje ist ein Schuhkarton. Aber es liegt saubere Putzwolle drin, und Bootsmann schläft warm und prächtig wie in einem Himmelbett.

Dieses Buch wurde beim Preisausschreiben für Kinder- und Jugendliteratur des Ministeriums für Kultur 1959 mit einem Preis ausgezeichnet
Illustrationen von Werner Klemke


Der Kinderbuchverlag Berlin
Reihe:
Die kleinen Trompeterbücher, Band 3
1. Auflage 1959
2. Auflage 1960
3. Auflage 1961
4. Auflage 19??
5. Auflage 1964
6. Auflage 1964
7. Auflage 1968
8. Auflage 1970
9. Auflage 1972
10. Auflage 19??
11. Auflage 1980
12. Auflage 1981
13. Auflage 1984
14. Auflage 1986
15. Auflage 1988
16. Auflage 1990  

In gleicher Ausführung erschien im
Beltz, Der KinderbuchVerlag.
1. Auflage 2004
2. Auflage 2009
?. Auflage 2010
?. Auflage 2024

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Benno Pludra: Bootsmann auf der Scholle - drei Erzählungen

Inhalt:
Bootsmann auf der Scholle 6
Sundus 49
An den Baum gebunden 102

Kinderbuch-Verlag, Berlin
Reihe:
Benno-Pludra-Bibliothek
1. Auflage 1996
2. Auflage 1997