26 Februar 2025

Rainer Maria Rilke

Die Erscheinung des Künstlers Rilke wird der Mit- und Nachwelt immer bedeutender werden ... Die Wende des 19. aufs 20. Jahrhundert hat in der Weltliteratur wenige Schöpfer von seinem Rang hervorgebracht.
Louis Fürnberg


Rainer Maria Rilke war schlecht für diese Zeit geeignet. Dieser große Lyriker hat nichts getan, als daß er das deutsche Gedicht zum erstenmal vollkommen gemacht hat; er war kein Gipfel dieser Zeit, er war eine der Erhöhungen, auf welchen das Schicksal des Geistes über Zeiten wegschreitet ... Er gehört zu den Jahrhundertzusammenhängen der deutschen Dichtung, nicht zu denen des Tages.
Robert Musil

Rainer Maria Rilke, geboren am 4. Dezember 1875 in Prag. Sohn eines Eisenbahnbeamten; 1882 Eintritt in die Deutsche Volksschule; Freistelle auf k. u. k. Militär-Realschulen für eine Offizierslaufbahn; Abbruch der Ausbildung: 1895 privates Abitur; Studium der Philosophie, Literatur, Kunstgeschichte in Prag, München, Berlin, nicht abgeschlossen; 1899 und 1900 Rußlandreisen; anschließend bei Heinrich Vogeler in Worpswede; 1901 Heirat mit Clara Westhoff, Geburt der Tochter Ruth; 1902 Begegnung mit Auguste Rodin; Wohnsitz in Paris; ab 1905 Beziehung zum Insel-Verlag Anton Kippenberg Leipzig: Bekanntschaft mit Verhaeren, Gorki, Hofmannsthal, Stefan Zweig, Rolland u. a.; verschiedene Reisen; bei Kriegsbeginn in Deutschland, ab 1915 Wohnsitz in München: 1916 Militärdienst, Freistellung: Bewunderung für Trakl und Werfel: Anteilnahme an Oktober- und Novemberrevolution; Beziehungen zu Eisner und Toller; 1919 Ausreise in die Schweiz; Refugium im Turm von Muzot; einsetzender Weltruhm; Ablehnung der Wahl in die Preußische Akademie der Künste. Rainer Maria Rilke starb am 29. Dezember 1926 in Valmont (Schweiz). Gedichtbände: Leben und Lieder (1894), Larenopfer (1895), Das Buch der Bilder (1902), Das Stundenbuch (1905), Neue Gedichte (1907/08), Die Sonette an Orpheus. (1923), Duineser Elegien (1923). Ausgaben: Sämtliche Werke (6 Bde. 1955-66), Ausgewählte Werke (3 Bde. 1978).

Auswahl dieses Heftes: Horst Nalewski
Umschlagvignette und Innengrafik: Karla Woisnitza

Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe:
Poesiealbum 190
1. Auflage 1983 

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