... ich glaube erst in Ihren Liedern den reinen Klang und die wahre Einfachheit, wonach ich immer strebte, gefunden zu haben. Wie rein, wie klar sind Ihre Lieder, und sämtlich sind es Volkslieder.
Heinrich Heine an Wilhelm Müller
Wilhelm Müller, geboren am 7. Oktober 1794 in Dessau. Sohn eines Schuhmachermeisters; begann 1812 ein Philologiestudium in Berlin; nahm 1813/14 an den Befreiungskriegen teil; setzte dann sein Studium fort; gleichzeitig erste literarische Betätigung; Bekanntschaft mit Clemens Brentano und anderen Romantikern; auf Anregung Achim von Arnims übersetzte Müller 1816 Marlowes Doctor Faustus; 1817/18 als Reisebegleiter eines Adligen in Italien, von dem er sich dort trennte; verkehrte in der romantischen deutschen Künstlerkolonie, besonders mit Friedrich Rückert; Eindrücke seiner Reise gab er in dem 1820 erschienenen Buch Rom, Römer und Römerinnen wieder; ab 1819 als Lehrer und Bibliothekar in Dessau; 1821 Heirat mit Adelheid von Basedow; verschiedene Reisen, Zusammentreffen mit Ludwig Uhland, Ludwig Tieck, Justinus Kerner, Gustav Schwab: Arbeit als Verlagsmitarbeiter (Brockhaus) und Herausgeber. Am 1. Oktober 1827 starb Wilhelm Müller in Dessau.
Gedichtbände: Sieben und siebzig Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten (1820); Lieder der Griechen (1821/26), diese Lieder waren ein leidenschaftliches Bekenntnis zum Aufstand des griechischen Volkes gegen die türkische Fremdherrschaft und trugen ihrem Verfasser den Namen „Griechenmüller“ ein; Lyrische Reise und epigrammatische Spaziergänge (1827). Ausgaben: Vermischte Schriften (1830, 5 Bände); Lieder (1906). Von den zahlreichen Vertonungen seiner Lieder sind besonders Franz Schuberts Kompositionen der Schönen Müllerin (20 von insgesamt 25 Gedichten) und der Winterreise berühmt geworden.
Auswahl dieses Heftes: Dorothea Oehme
Umschlagvignette: Ernst Ferdinand Ochme (1797-1855)
Innengrafik: Jakob Philipp Hackert (1737-1807)
Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe: Poesiealbum 192
1. Auflage 1983
Bücher und Schriftsteller, die in der DDR gelesen wurden. Schaut bitte nicht nur danach, ob hier jeden Tag Beiträge auflaufen, nutzt diesen Blog auch wie ein Lexikon. Er ist ein Langzeitprojekt, da ist es sicherlich verständlich, wenn zwischendurch immer mal wieder pausiert wird. Sei es, um nicht die Lust daran zu verlieren, aber auch, weil die Beiträge auch regelmäßig vorbereitet werden müssen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Stöbern und Erinnern oder neu entdecken.
26 Februar 2025
Wilhelm Müller
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