Früh führte mich die Verehrung des Dichters zu diesen trefflichen Gesängen, die mir um so lieber wurden, je inniger ich mich mit ihnen vertraut machte. Wäre es auch nur, um des Dichters Sprache zu studieren und seine dramatischen Werke besser verstehen zu können, um ganz seine Eigenheit, seine innerste, kennenzulernen, so geben uns diese Sonette die reichste Ausbeute und richtigste Anweisung.
Ludwig Tieck
William Shakespeare, geboren im April 1564 in Stratford-upon-Avon (Warwickshire). Entstammte wohlhabender bürgerlicher Familie; ab 1571 Besuch der Lateinschule in Stratford; wahrscheinlich Eintritt in das Geschäft des Vaters; 1582 Heirat; ab 1586 in London, wo er als Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Mitbesitzer des 1599 eröffneten Globe-Theaters wirkte; Erwerb von Grundbesitz in Stratford; ab 1612 wieder in Stratford ansässig, wo William Shakespeare am 23. April 1616 starb.
1598 finden seine Sonette erstmalig Erwähnung: 1609 erscheinen sie im Druck; zahlreiche deutsche Übertragungen; die gesamten 154 Sonette unter anderem von Karl Lachmann (1820), Gottlob Regis (1836), Karl Richter (1836), Wilhelm Jordan (1861), Karl Simrock (1867), Otto Gildemeister (1871), Stefan George (1909), Eduard Saenger (1909), Karl Kraus (1933).
Auswahl dieses Heftes: Dorothea Oehme
Umschlagvignette und Innengrafik: Ronald Paris
Verlag Neues Leben, Berlin
Reihe: Poesiealbum 200
1. Auflage 1984
Bücher und Schriftsteller, die in der DDR gelesen wurden. Schaut bitte nicht nur danach, ob hier jeden Tag Beiträge auflaufen, nutzt diesen Blog auch wie ein Lexikon. Er ist ein Langzeitprojekt, da ist es sicherlich verständlich, wenn zwischendurch immer mal wieder pausiert wird. Sei es, um nicht die Lust daran zu verlieren, aber auch, weil die Beiträge auch regelmäßig vorbereitet werden müssen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Stöbern und Erinnern oder neu entdecken.
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