17 April 2020

Hannes Hüttner: Das Mitternachtsgespenst



Sieben Jahre alt ist Mine Mane, aber das Mitternachtsgespenst hat es schon auf siebenhundertsiebenundsiebzig gebracht. Es ist vergnüglich, wie beide die Nacht verbringen, denn Mine Mane ist freundlich, und also ist es auch das Gespenst, lila Tränen weint es, als der Abschied näher rückt. Nicht weniger vergnüglich und aufregend sind die phantastischen Geschichten vom Hund mit dem Pfeffer und dem Ungeheuer von Kokania, denn der, der sie aufgeschrieben hat, weiß Bescheid: er hat alles selbst erlebt oder zuverlässig gehört.

Kinderbuchverlag Berlin
Die kleinen Trompeterbücher Nr. 68

Gotthold Gloger: Kathrins Donnerstag



Eher unpolitisch gedacht; der Tag der 4-jährigen Kathrin am Donnerstag, 13. März 1969.

Kinderbuchverlag Berlin
Die kleinen Trompeterbücher Nr. 75

Bodo Schulenburg: Wir verschenken Bammel



Peter bekommt den Pionierauftrag, den Panzerfahrer Mischa zu einem Pioniernachmittag einzuladen. Dabei macht er sich so seine Gedanken um dessen Gemütszustand. Leicht politisch angehaucht, mit Bezug zum 2. Weltkrieg.

Kinderbuchverlag Berlin
Die kleinen Trompeterbücher Nr. 74

16 April 2020

Sarah Kirsch: Musik auf dem Wasser



Sarah Kirsch (geb. 1935, Petrarca-Preis 1976) darf heute als die vielleicht bedeutendste Lyrikerin unseres Landes gelten. Dieser Auswahlband will eine Übersicht über das bisherige Werk der Dichterin bieten, in deren frühen Versen sich bereits eine auf Entdeckung des lyrischen Ichs und der Welt ausgehende Sprache angekündigt hatte. Eine auf Selbstverwirklichung zielende Poesie, in der sich Realistisches, Märchenhaftes und Phantastisches durchdringen, in der die Schönheiten wie die Bedrohungen des Lebens Gestalt gewinnen.

Leipzig. Verlag Philipp Reclam jun., 1989

Eberhard Panitz: Die Moral der Nixe

Unwirkliches scheint zu geschehen: Ein Mann, 40, Ehegatte und zweifacher Vater, Professor für Ethik, bricht aus dem festen Maß seines Lebens und Denkens und trifft an einem verträumten märkischen See auf das Maßlose, Ungewöhnliche. Eine Nixe? „Was weiß denn ein ordentlicher Professor für Moral, wie wir heute wirklich leben, lieben und moralisch sind?“ hat daheim die Studentin den Professor attackiert. Nun bestürzt ihn dieses anfangs scheinbar fischschwänzige, dann ganz weibliche Etwas, das ihm eines Abends an der Angel und nicht nur am Arm hängt, auf andere Weise: „Ist es nicht besser, keine Moral zu haben, als sie zu verleugnen?“ Glück also, solange es dauert? Die Erfahrungen dieses Sommers hinterlassen den Professor aufs tiefste betroffen und stellen ihn vor die offenbar schwierige Aufgabe, sein Leben, Denken und Lehren neu zu ordnen.

Spielerisch, mit manchen Mitteln des Märchens, der Sage, erzählt Eberhard Panitz eine Variation von der ältesten, jüngsten Geschichte zwischen Mann und Frau. Wenn das möglich wäre: Ein Professor für Moral trifft an einem fernen märkischen See eine Nixe ohne Moral?…

Mitteldeutscher Verlag Halle-Leipzig 1978
Illustrationen: Gitta Kettner

Heide Wendland / Gottfried Herold: Glückspilz



Erzählung um den kleinen Sascha Dimitriew und dem Fohlen Glückspilz mit Bezug zum 2. Weltkrieg.

Kinderbuchverlag
Die kleinen Trompeterbücher Nr. 72

Viktoria Ruika-Franz: Das weiße Sternchen



"Es war einmal ein König, der hieß Lebeschön, und er regierte über ein großes Reich. Ja, und eines Tages trug sich dort eine Geschichte zu..." Vier Märchen erzählen in heiter-besinnlicher Form vom reichen Fischer Haberich, der vor lauter Gier platzte, und vom unterwürfigen Kammerdiener des Königs, der mit seinem Kratzfuß viel Spott erntete. Der Leser erfährt von Johanna und Johannes, den beiden Liebenden, denen es gelingt, über die Hartherzigkeit des Grafen und des reichen Pächters zu siegen - und er lernt Prinzessin Schneeflöckchen und den kleinen Feuerfunken kennen.

Kinderbuchverlag
Die kleinen Trompeterbücher Nr. 68