21 September 2021

Joachim Lindner: Annettes späte Liebe – Erzählung vom Leben und Dichten der Annette von Droste-Hülshoff

Auf einer Bank im Park vor dem Rüschhaus sitzt Annette und hält Ausschau nach dem jungen Freund; ein wilder Strauch täuscht ihr in der Bewegung des Windes die Ankunft des Erwarteten vor. In diesem Bild, das sie selbst in einem Gedicht beschreibt, spiegelt sich das Leben der ersten bedeutenden deutschen Dichterin, Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), deren Sehnsucht nach Liebe unerfüllt blieb. Sie wuchs auf dem Gute Hülshoff bei Münster in den Fesseln der harten Moral einer altadligen Familie streng katholisch auf. Was der Autor in seiner Erzählung hier von ihr berichtet, ist die Episode einer großen, verzichtenden Liebe zu dem siebzehn Jahre jüngeren Levin Schücking.

Die Sehnsucht nach der Gegenwart seiner Jugend bestimmt die letzten achtzehn Jahre ihres Daseins, beflügelt sie in ihrem Schaffen und nimmt ihr dennoch bei ihrer zarten und schwächlichen Konstitution allmählich die Kraft zum Leben.

Und Levin Schücking? Schmeichelt dem jungen Literaturwissenschaftler nur der Gedanke an den Umgang mit einer Dichterin und Adligen, oder weshalb sucht er die Verbindung zu ihr? Wir wissen von ihm nur, daß er 1862 die erste Biographie über sie schrieb und sich stets für die Pflege ihres Werkes einsetzte.

Ob er sie liebte? Vielleicht – gewiß aber nicht so, wie sie es sich insgeheim wünschte.

Verlag der Nation Berlin 1984
Illustrationen Hans-Eberhard Ernst

 

20 September 2021

Jürgen Höpfner: Karneval in Bio-Bio


 Eine Spreewaldfahrt wird für den Angestellten Thieme zur schicksalhaften Reise in die Vergangenheit, zurück zu Ruth, zu Lehdemanns Haus – zurück zu seinem Versagen.

Ein Ehepaar, das mit dem Tod des Vaters rechnen muss, rechnet mit dem Tod des Vaters.

Karneval spektakelt durch exotische Straßen, doch der grelle Maskenzug mündet in tödliche Gefahr. Im Sog von Brutalität und Ohnmacht, von faschistischer Machtgier und Untergang, dem Krieg entgegen.

Jürgen Höpfner, der 1982 den Roman „Gleisverwerfung“ vorlegte, beweist mit diesem Band erneut die Spannweite seines erzählerischen Vermögens; neben dramatisch zugespitzten Geschichten und Satiren steht die umfangreiche Kollage „Karneval in Bio-Bio“ – eine bestürzende Utopie.

Mitteldeutscher Verlag Halle-Leipzig, 1983

Dieter Georg, Reiner Voß: Judo, Kegeln, Volleyball


 „Mein kleines Lexikon“ war eine für Kinder herausgegebene Serie populärwissenschaftlicher Einführungen in verschiedene Wissensgebiete, die wesentliche Begriffe in alphabetischer Reihenfolge verständlich und unterhaltsam erklären. Sie war für Leser ab 9 Jahren und kostete 5,80 Mark. 
Mein kleines Lexikon „Judo, Kegeln, Volleyball“ war das erste Buch dieser Reihe. Die erste Auflage erschien 1972, die Illustrationen stammen von Klaus Segner. Dieses Buch betrachtet wichtige Sportarten und Sportgeräte. Außerdem gibt es Hinweise zur sportlichen Betätigung.

Kinderbuchverlag  Berlin 1972

Märchen von großen und kleinen Tieren


 Das Buch „Märchen von großen und kleinen Tieren“ erschien 1959 als Band 4 im „Kinderbuchverlag Berlin“ in der Reihe „Die Kleinen Trompeterbücher“. Es beinhaltet sechzehn der schönsten Tiermärchen, u.a. bekannte Märchen der Brüder Grimm, aber auch russische, bulgarische, österreichische, englische und französische Märchen von großen und kleinen Tieren.

Kinderbuchverlag Berlin 1959
Illustrationen von Bernhard Nast
Die kleinen Trompeterbücher 4

18 September 2021

Werner Hirte: Hammer, Zange, scharfe Zähne




 „Mein kleines Lexikon“ war eine umfassende Kinderbuch-Reihe aus dem „Kinderbuchverlag Berlin“ für Leser ab 9 Jahren. Jedes Buch behandelte ausführlich einen bestimmten Themenbereich. Die Bücher kosteten 5,80 Mark.

„Hammer, Zange, scharfe Zähne“ von Werner Hirte erschien 1973 im „Kinderbuchverlag Berlin“. Die Illustrationen sind von Günter Wongel.

Das Buch „Hammer, Zange, scharfe Zähne“ stellt die wichtigsten Werkzeuge vor und zeigt deren Formen und Funktionen. Außerdem macht das Buch mit einfachen Werkzeugmaschinen bekannt und berichtet über deren Geschichte.

Kinderbuchverlag Berlin, 1973
Mein kleines Lexikon

Georgi Jurmin: Globus, Heft und Zirkel


 „Mein kleines Lexikon“ war eine umfassende Kinderbuch-Reihe aus dem „Kinderbuchverlag Berlin“ für Leser ab 9 Jahren. Jedes Buch behandelte ausführlich einen bestimmten Themenbereich. Die Bücher kosteten 5,80 Mark. Die Bücher unterstützten den Schulunterricht und festigten dort erworbene Kenntnisse. Außerdem lernten die Kinder dadurch den Gebrauch von Nachschlagewerken. 

„Globus, Heft und Zirkel – Mein kleines Lexikon“ von Georgi Jurmin (Übers. aus d. Russ. von Ursula Egert) erschien 1973 im „Kinderbuchverlag Berlin“. Die Illustrationen stammen von Heinz-Karl Bogdanski.

Kinderbuchverlag Berlin 1973
Mein kleines Lexikon

Jochen Laabs: Jeder Mensch will König sein – Erzählungen


 Dieser neue Erzählband hat Anspruch auf einen beachtlichen Platz in unserer Literaturentwicklung. Die acht Erzählungen unterschiedlicher Themen und Erzählhaltungen behandeln eine Grundproblematik, die Laabs stark beschäftigt – die Problematik der Selbstverwirklichung. Es geht immer wieder um das, was Menschen brauchen, um Menschen zu sein.

Die Fragestellungen des Autors sind von zunehmender Dringlichkeit und Ernsthaftigkeit. Seine Erzähl- und Philosophieart regen über den Lesegenuss hinaus zum kritischen Mit- und Nachdenken an.

Mitteldeutscher Verlag Halle-Leipzig 1983
Kleine Edition