17 Januar 2023

Bernd Weinkauf: Ich nannte sie Sue

Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen. Ja, und deshalb ist er manchmal verdammt allein. Die meisten tun etwas dagegen, manche sogar mit Erfolg. In den Geschichten dieses Bandes wird von Frauen und Männern erzählt, die ihr Leben mit und ohne Partner leben.
Der Hausmeister eines Studentinnenwohnheims hat es sich in den Kopf gesetzt, mit der Strenge eines Erzengels darauf zu achten, daß "seine Mädchen" in gute Hände kommen. Auch wenn seine Bemühungen nicht anerkannt werden, sind sie doch nicht umsonst.
Ein Lehrer verliebt sich in eine neue Kollegin, er nennt sie Sue. Solange sie Spaß macht, macht es auch ihm Spaß.
Pinack verliert seine Frau an seinen besten Freund. Um den nicht zu verlieren, leitet er "entsprechende Maßnahmen" ein.
Tiger-Lilly ist eine von den Frauen, von denen man glaubt, sie finden alles o. k., weil sie nicht ständig nölen. Sie erzählt einem, der das Leben kennenlernen will, ihre Geschichte. Er, der Geschichten schreibt, findet diese aber nicht nach seinem Geschmack, vielleicht 'n bißchen viel Leben auf einmal.
Paul Klee "bereist" die Stadt, in der er wohnt, möglich, daß er etwas sucht, von dem er noch nicht weiß, was es ist.
Woran merkt man eigentlich, ob man allein ist? Bestimmt ist das nur so ein modisches Gerede. Bestimmt können Sie der einen oder anderen Figur einen nützlichen Rat geben. Vielleicht erkennen Sie sich in einer Geschichte wieder, bestimmt aber den Nachbarn.

Bernd Weinkauf, Jahrgang 1943. Geboren in Küstrin. 1945 Umsiedlung nach Hettstedt (Bezirk Halle). Dort Schulbesuch bis zum Abitur, Teilnahme an Laienzirkeln für Literatur, Film und Theater. Arbeit als Horterzieher, anschließend vier Jahre Studium der Pädagogik, speziell Deutsch und Kunsterziehung, in Erfurt. Dort auch erste Kontakte zur Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren. Sechs Jahre Lehrer in den Kreisen Zossen und Leipzig-Land; Dienst bei der Nationalen Volksarmee. Von 1973 bis 1976 Studium am Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig. Erste Arbeiten: Szenarien über bildende Kunst für Filmessays, vor allem aber Gedichte und Geschichten. "Ich nannte sie Sue" ist Bernd Weinkaufs erste Buchveröffentlichung.

Mitteldeutscher Verlag Halle - Leipzig
1. Auflage 1978
2. Auflage 1980
 

16 Januar 2023

Marginalien - Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie

Erscheint viermal im Jahr in freier Folge
Jahresabonnement 24,- M; Ausland DM 32,- zuzüglich Versandspesen

Die "Marginalien" sind eine Zeitschrift für Freunde des guten Buches, für Bibliophile, Buchkundler, Kulturhistoriker und Sammler der Grafik.
Sie bringen Bibliographien wichtiger Verlage oder Buchkünstler, Untersuchungen über die Kunst der Illustration oder des Bucheinbandes, Studien zur Geschichte des Buches und der Schrift, Berichte über öffentliche und private Sammlungen, Aufsätze über Grafik.
Die "Marginalien" pflegen die wertvollsten Traditionen in der deutschen Buchkunst.
Die "Marginalien" werden herausgegeben von der Pirckheimer-Gesellschaft, der Vereinigung der Bibliophilen und Grafiksammler in der Deutschen Demokratischen Republik.
Jedes Heft hat 80 Seiten, eine typografische Beilage, wenigstens 12 Bildtafeln und zahlreiche Illustrationen im Text.

Rütten & Loening Berlin
 

Sinn und Form - Beiträge zur Literatur

Herausgegeben von der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik

Erscheint mit sechs Heften im Jahr
Jedes Heft hat einen Umfang von 224 Seiten
Jahresabonnement 20,70 M; Ausland DM 51,- zuzüglich Versandspesen

"Sinn und Form" veröffentlicht Arbeiten von Mitgliedern der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik und stellt ständig neue Werke namhafter Autoren aus der DDR vor.

"Sinn und Form" vermittelt dem Leser bedeutende Neuerscheinungen aus den sozialistischen Ländern.

"Sinn und Form" gibt Einblick in progressive und humanistische Literatur aus den kapitalistischen Ländern.

"Sinn und Form" veröffentlicht Literatur aus den afroasiatischen und südamerikanischen Staaten.

"Sinn und Form" bringt literarische Essays zu Problemen der Literatur und Kunst, der Literaturtheorie und Literaturkritik im In- und Ausland.

"Sinn und Form" läßt in Interviews namhafte Schriftsteller und Künstler zu Wort kommen und bespricht in einem Rezensionsteil wichtige Neuerscheinungen.

"Sinn und Form" veröffentlicht Materialien aus den Archiven der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik.

Rütten & Loening Berlin
 

Helga Schubert: Schöne Reise - Geschichten

Helga Schuberts Geschichten sind von einer Unmittelbarkeit, als habe das Leben selbst sie geschrieben. Und tatsächlich "passieren" ihr diese Geschichten, bevor sie sie hin und her wendet, bis alle komischen oder bitteren Seiten bloßliegen. Erst dann kommen sie aufs Papier. So wie diese Reise ans Schwarze Meer zum Beispiel, die erst durch kleine Ausbrüche aus dem genormten Touristenalltag eine wirklich ,Schöne Reise' wird. Überhaupt sind es häufig Übertretungen, die Helga Schuberts Neugier reizen, und sie gesteht ihre Faszination für die Unangepaßten, die "nicht im Geschirr" laufen, für unverwechselbare Lebensläufe.

Fremdes Leben interessiert sie und die eigene Biographie, die eine Generation kennzeichnet, im Krieg geboren und aufgewachsen ohne Väter.

Die Autorin, Psychologin von Beruf und aus Berufung, ist begabt mit wachen Sinnen, lakonischem Witz und einem Instinkt für knappe, unpathetische Sätze. Sie kann traurig sein, aber nicht trostlos, ironisch, aber nicht bissig. Rechthaberei liegt ihr gar nicht.

Helga Schubert wurde 1940 in Berlin geboren. Abitur, danach ein Jahr Montiererin am Band. Studium der Psychologie in Berlin bis 1963. Danach Arbeit als Psychotherapeutin. 1981 Fachpsychologin der Medizin. Seit 1977 freiberufliche Schriftstellerin und Mitarbeiterin einer Ehe- und Sexualberatungsstelle.

Veröffentlichungen seit 1973 in Anthologien und Zeitschriften. Helga Schubert schreibt Hör- und Fernsehspiele, Filmszenarien, Kinderbücher und Geschichten.

Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
1. Auflage 1988
bb Nr. 614
Ausgewählt aus den Bänden "Lauter Leben" (1975) und "Blickwonkel" (1984)
 

12 Januar 2023

Klaus Schlesinger: Hotel oder Hospital

Ein modernes Krankenhaus gleich einem Hotel, präzis funktionierender Mechanismus. Der Kranke ein Gast, der wieder abreisen wird. Wirklich nur Hotel, tatsächlich nur Gast? Das Verhältnis Arzt - Patient ist anders, weit mehr: jede Minute ein Kampf um Leben, Gesundheit, ein gemeinsamer, und manchmal ein vergeblicher.

Hinstorff Verlag
2. Auflage 1974

 

Hans-Joachim Rafalski: Holzschutz im Garten

Holz besitzt neben seinem hohen Gebrauchswert und seiner Schönheit als Material den Nachteil, gegenüber Schädigungen durch Bakterien, Pilze und Insekten anfällig zu sein.

Der Autor behandelt Wesensmerkmale und mögliche Schädigungen des Rohstoffes Holz. Nach Hinweisen zum richtigen Umgang mit Holz und zu seiner Pflege werden die Holzschutzmittel und ihre Anwendung beschrieben.

Der Leser findet Anleitungen zur Beseitigung von Holzschäden sowie Arbeitsablaufpläne für den Erst- und Nachschutz.


 

Sigrid Damm (Hg.): Hyacinth und Rosenblüt - Märchen der deutschen Romantik

Ein Märchenbuch besonderer Art liegt vor uns. Es summt und singt darin von verborgener Musik, und ein Leuchten in allen Farben des Regenbogens geht davon aus. Die Natur mit ihrem Werden und Vergehen lebt und webt in den Geschichten. Elfen und Irrlichter, Wichtelmänner und Riesen und Kobolde von vielerlei Gestalt geistern zwischen den Seiten und greifen mannigfach ins Leben der Menschen ein. Nur ein Schritt, und schon beginnt, mitten in der wirklichen Welt, das Zauberreich der Phantasie, in dem die Berge leben und reden und die Bäume durch die Gegend wandern.

Der Kinderbuchverlag Berlin 1. Auflage 1984
Ausgestattet mit Reproduktionen zeitgenössischer Gemälde und Grafiken.