Posts mit dem Label Hinstorff Bökerie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hinstorff Bökerie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

19 Januar 2025

Felix Stillfried: Dürten Blanck Wedderfunn'n

Klappentext:
Mit einem „Fi done!“ stellt der „dreiduwwelte Rittergautsbesitter“ von Flessen die Nachforschungen nach der Herkunft gutsuntertäniger Familien und dem eigenen Stammbaum ein. Dabei wollte der Baron seine genealogischen Studien eigentlich durch die Verbindung von Dorothea Blanck und Johann Maaß aus den ältesten ansässigen Familien krönen. Doch die Entdeckung, daß Schäfer Kemp, der wunderliche alte Mann, sehr nah mit ihm verwandt ist, hat dem Blaublütigen den Spaß an der ganzen Ahnenforschung gründlich verdorben. Der eingefleischte Hagestolz heiratet selber, und Hildchen, die „Gnädige“, führt fortan ein Regiment, daß selbst Hillmann, der umsichtige, ruhige Inspektor, kaum noch aus den Stiefeln kommt. Hillmanns Lieblingsplatz, die Sofaecke in Küster Dreiws „guter Stube“, verwaist zusehends. Und Dürten? Und ihr „Jehann“, der Leibkutscher werden sollte und nun auswandert ins ferne Amerika? Aber was wäre das schon für eine Liebesgeschichte, wenn die Liebenden nicht doch noch zueinander fänden!
Mit „Dürten Blanck“, einer kompositorisch meisterlichen Schilderung des Schloß- und Katenlebens im Mecklenburg des 19. Jahrhunderts, und der sozial tieflotenden, wenn auch etwas sentimentalen Novelle „Wedderfunn'n“ stellt der Verlag einen niederdeutschen Dichter vor, dessen sinnfälliges Pseudonym für das literarische Selbstverständnis und das Wesen eines liebenswürdigen Erzählers einsteht. Felix Stillfried (1851 bis 1910) gilt als berufener Nachfahre Reuterscher Erzählkunst.

Inhalt:
Dürten Blanck .. .. .. 7
Wedderfunn'n .. .. .. 167
Nachwort .. .. .. 187
Erläuterungen .. .. .. 209
Worterklärungen .. .. .. 211

Hinstorff Bökerie Niederdeutsche Literatur
Herausgegeben von Jürgen Grambow
Nachwort von Jürgen Grambow
Illustration auf Seite 2 und Einbandgestaltung: Werner Schinko

Hinstorff Verlag, Rostock
Reihe:
Hinstorff Bökerie Bd. 6
1. Auflage 1979
2. Auflage 1986 

29 November 2024

Christa Prowatke (Hrsg.): In'n Wind gahn – Niederdeutsche Lyrik und Prosa der Gegenwart

Klappentext:
Seit mehr als tausend Jahren stehen sich das Hochdeutsche und das Niederdeutsche gegenüber, und – sieht man einmal von der Zeit der mittelniederdeutschen Literatursprache ab – in dieser langen Zeit hat das Hochdeutsche unter ständig wechselnden Kommunikationsbedingungen und daher auch mit wechselnder Intensität auf das Niederdeutsche eingewirkt... heute, nach mehr als tausendjähriger Auseinandersetzung mit dem Hochdeutschen hat das Niederdeutsche in der DDR eine neue Qualität erhalten. Es existiert nicht mehr als eigene Sprache, die dem Hochdeutschen gegenübersteht, sondern das Niederdeutsche ist im Norden unserer Republik in das Gesamtsystem des Deutschen integriert. Das entsprechende gilt für die gegenwärtige niederdeutsche Literatur der DDR. Einerseits führt diese Literatur die Traditionen der Volkskultur und der realistischen niederdeutschen Dichtung der Vergangenheit fort. Andererseits ist sie in die sozialistische Nationalkultur der DDR integriert, leistet wie sie einen Beitrag beim Formen der sozialistischen Persönlichkeit, ihres Intellekts, ihres Charakters und ihres Gefühlsreichtums und weckt das Heimatbewußtsein.
Erforschung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Überlieferungen des Niederdeutschen und seines heutigen Anteils in unserem gesellschaftlichen Leben sind daher mit Recht das Ziel zahlloser Aktivitäten in der Bevölkerung, zugleich aber auch das Ziel des von den Räten der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg 1978 gegründeten „Mecklenburgischen Folklorezentrums“, denn – so heißt es in dem Gründungsbeschluß dieses Zentrums – „das Niederdeutsche, seine sprachlichen, literarischen und kulturellen Traditionen stellen ein notwendiges Glied unserer Nationalkultur und der ethnischen Besonderheiten der sozialistischen Nation der DDR dar“. (Hans Joachim Gernentz in „Niederdeutsch gestern und heute“. Beiträge zur Sprachsituation in den Nordbezirken der Deutschen Demokratischen Republik in Geschichte und Gegenwart. Rostock 1980)

Buchanfang:

De nich kennt, wat vergahn is,
kann nich begriepen,
wat nu is;
de nich begrippt wat is,
kann nich weiten,
wat ward.


Frontispiz und Einbandgestaltung: Werner Schinko

Hinstorff Verlag, Rostock
Reihe:
Hinstorff Bökerie ; Bd. 21
1. Auflage 1987