02 November 2020

Heinz Mode, Milena Hübschmannova: Zigeunermärchen aus aller Welt



Unter dem Titel "Zigeunermärchen aus aller Welt" sind Märchen eines Volkes gesammelt, das vor Jahrhunderten seine Urheimat Indien verließ und heute in etwa dreißig Ländern dieser Erde lebt. Noch immer werden unter den "Zigeunern", die sich in der Mehrzahl selbst "Rom" nennen, Märchen mündlich weitergetragen. Neben abenteuerreichen Zaubermärchen stehen Schwankmärchen in höchster Gunst; sie machen den Hauptteil auch dieser Sammlung aus. In ihnen ist der listige Rom-Held eine originelle Tapfere-Schneiderlein-Gestalt, ein Held wider Willen, der imstande ist, Gott und Teufel zu besiegen. Er ist Doktor Allwissend und Meisterdieb, die Mittelpunktgestalt des Tischlein-deck-dich-Märchens. Sein treuester Gefährte ist das geheimnisvolle, mit zauberisch-magischen Kräften und prophetischem Wissen begabte Pferd der indischen Märchen, das windesschnell und der menschlichen Rede kundig, ihm aus jeder Gefahr zu helfen weiß.
Die in Ungarn, Rumänien, der Tschechoslowakei, in Jugoslawien, in der Türkei, in Italien, Belgien, England, Schweden oder in der Sowjetunion von Rom erzählten Geschichten sind eigenständige, reizvolle Varianten zu morgen- und abendländischen Märchen. Bunt gemischt und phantasievoll abgewandelt sind in ihnen die Märchenmotive der Inder und aller Völker, bei denen die Rom auf ihrem Wanderweg einst verweilten.

Insel-Verlag Anton Kippenberg, Aufl. 1991, Erstaufl. 1983 

Gottfried Grünberg: Kumpel, Kämpfer, Kommunist


 Gottfried Grünberg berichtet aus fünfzig bewegenden Jahren. In vielen Jahren revolutionären Kampfes in Deutschland, Spanien und der Sowjetunion; als Bergmann, Soldat der Roten Ruhrarmee, der Internationalen Brigaden in Spanien und der Sowjetarmee; als Gewerkschafts- und Parteifunktionär hat er sich Erfahrungen, Menschenkenntnis, Wissen und Fähigkeiten erworben, die ihn nach Kriegsende zuversichtlich die bisher höchste Aufgabe anpacken lassen: Staatsfunktionär in einem neuen Deutschland zu werden.

Militärverlag der DDR, Berlin (1977)1. Auflage
351 Seiten

Alexander Nikolajewitsch Saburow: Partisanenwege


 Was diesen Erinnerungsband auszeichnet, ist die Lebensnähe. Überall spürt man die Warmherzigkeit des Autors, die ihn, gepaart mit kommunistischem Verantwortungsbewußtsein und militärischem Können, befähigte, die vielfältigen Aufgaben zu lösen, die ihm der Zentrale Stab der Partisanenbewegung für den Streifzug seines Verbandes aus den Brjansker Wäldern in die Ukraine gestellt hatte. Zu den einprägsamsten und aufschlußreichsten Passagen muß man das Ringer um die Gewinnung von Offizieren und Soldaten eines slowakischen Regiments für den Übertritt zu den Partisanen zählen.

Militärverlag der DDR, Berlin (1982), 1. Auflage; 271 Seiten
Ins Deutsche übertragen von Irmgard Zeisler

John Stave: Wie ich ein Bullenkalb zur Welt brachte


 Ausschnitt

Uta und die Wilde Zicke
Straßenbahnwagen sind strapazierfähige Beförderungsmittel. Ich kannte eine Berliner Elektrische, die wurde im Jahre 1910 gebaut, und dann versah sie ohne größere Unterbrechungen bis 1970 fleißig ihren Dienst. Das heißt, sie legte in dieser Zeit schätzungsweise 5,5 Millionen Streckenkilometer zurück. Diesen Wagen gibt es heute noch. Er steht in einer Remise und hätte es doch wirklich verdient, in irgendeinem Museum ausgestellt zu werden.
Straßenbahnwagen sind umweltfreundliche Beförderungsmittel. Ich weiß nicht, wieviel gesundheitsschädliche Abgasmengen ein Personenkraftwagen oder gar ein Omnibus von sich schleudert, die Elektrische tut es nicht. Die Zeiten, da man den Straßenbahnwagen zugunsten übelriechender Busse mit Brechstange und Schneidbrenner zu Leibe ging, sind glücklicherweise überwunden. Umweltschutz sowie ein Quentchen Ökonomie haben dafür gesorgt, daß man zumindest überlegt, ob es in jedem Fall sinnvoll ist, die eine oder die andere Straßenbahnlinie einzustellen...

Eulenspiegel Verlag Berlin, 1. Auflage 1979
Einbandgestaltung: Rudolf Peschel

01 November 2020

Heinrich von Kleist: Vom Kohlhaas haben Nachkommen gelebt


 Heinrich von Kleist (1777-1811)

Anekdote

Ein mecklenburgischer Landmann, namens Jonas, war seiner Leibesstärke wegen im ganzen Lande bekannt.
Ein Thüringer, der in die Gegend geriet, und von jenem mit Ruhm sprechen hörte, nahm sich vor, sich mit ihm zu versuchen.
Als der Thüringer vor das Haus kam, sah er vom Pferde über die Mauer hinweg auf dem Hofe einen Mann Holz spalten, und fragte diesen: ob hier der starke Jonas wohne? erhielt aber keine Antwort.
So stieg der Mann vom Pferde, öffnete die Pforte, führte das Pferd herein und band es an die Mauer. Hier eröffnete der Thüringer seine Absicht, sich mit dem starken Jonas zu messen.
Jonas ergriff den Thüringer, warf ihn sofort über die Mauer zurück und nahm seine Arbeit wieder vor. Nach einer halben Stunde rief der Thüringer, jenseits der Mauer: Jonas! - Nun was gibts? antwortete dieser.
Lieber Jonas, sagte der Thüringer: sei so gut und schmeiß mir einmal auch mein Pferd wieder herüber!

Reclams Universal-Bibliothek Band 40, 1. Auflage 1972
Erzählende Prosa, Erzählungen, Anekdoten
Illustriert von R. Kuhrt

Iwan Stepanowitsch Konew: Das Jahr fünfundvierzig


 Der Marschall der Sowjetunion Iwan Stepanowitsch Konew gehörte zu den profiliertesten Heerführern der Sowjetarmee.

Nach dem 2. Weltkrieg befehligte er lange Zeit die Gruppe der in Deutschland stationierten sowjetischen Streitkräfte.

Als Oberbefehlshaber der 1. Ukrainischen Front hatte er wesentlichen Anteil an den Erfolgen der Berliner und der Prager Operation.

In seinen vorliegenden Memoiren berichtet Konew vor allem, und das ist besonders interessant für die deutschen Leser, über den Verlauf der Berliner Operation. In diesem Zusammenhang behandelt Konew auch Fragen der Kriegskunst.

Militärverlag der DDR, Berlin (1973), 5. Auflage 1989
229 Seiten
Aus dem Russischen übertragen von Arno Specht

Bunte Basteleien - Kleine Geschenke aus Kinderhand


 Es gibt weder Klappentext noch Text auf der Rückseite, deshalb folgen zwei Blicke ins Buch.




Rudolph Arnold Verlag Leipzig 1961