12 März 2022

Karl Laux: Nachklang – Rückschau auf sechs Jahrzehnte kulturellen Wirkens

Der Untergang Dresdens wurde zur tiefen Zäsur im Leben des Dr. Karl Laux, hieß ihn überdenken, was er bis zu dieser Stunde gedacht und getan hatte. 1896 als Sohn einer pfälzischen Kleinbürgerfamilie geboren, entdeckte er schon früh seine Liebe zur Musik. Der erste Weltkrieg erregte anfangs seine Begeisterung, bald aber folgten Ernüchterung und Zweifel. Laux nutzte die Gefangenschaft zu ersten musikwissenschaftlichen Studien, die er dann als „Werkstudent“ in Heidelberg abschloß. Als Musikkritiker in Mannheim entwickelte er sich bald zu einem der profiliertesten Fürsprecher der „Neuen Musik“, wie sie damals vor allem auf den Musikfesten in Donaueschingen und Baden-Baden gepflegt wurde. Sein Engagement dafür brachte Laux in Opposition zu den Nazis, die er haßte, ohne gegen sie zu kämpfen.

Als sein Leben im brennenden Dresden schon zu Ende schien, begann es eigentlich neu. Deutsche Kommunisten und sowjetische Kulturoffiziere reichten dem bürgerlichen Wissenschaftler die Hand und erschlossen ihm eine neue Welt. Dem tiefen Wandel seiner Lebensansichten folgte die Erfüllung seines größten Lebenswunsches, als Professor und Rektor einer Musikhochschule die Jugend für seine Kunst zu begeistern. Erinnerungen an Konzertsaal und Theater, Begegnungen mit bedeutenden Komponisten und Interpreten machen diese Lebensgeschichte zugleich zu einem Stück Wirkungsgeschichte der Musik in unserem Jahrhundert.

Verlag der Nation 1977

 

09 März 2022

Erwin Strittmatter: Meine Freundin Tina Babe – Drei Nachtigall-Geschichten

„Zirkus Wind“, „Sulamith Mingedö, der Doktor und die Laus“, „Meine Freundin Tina Babe“ – das sind neue Nachtigall-Geschichten.

Diesmal erregten drei liebenswerte Gestalten besonders die Phantasie des Erzählers: Der Allround-Artist Charlie Wind mit seinem ansteckenden Traum, die Gesetze der Schwerkraft besiegend, auf einem Schrägseil von der niedersten Hütte aus den Eiffelturm zu besteigen, die Weimaraner Goetheromanschreiberin Tina Babe, zu der aufzusteigen ein junger Chauffeur mit ersten literarischen Versuchen in der Tasche nicht wagen durfte, und das liebreizend-exotische Puppenspielermädchen Sulamith Mingedö, dessen Verbannung auf die Läusebank der Dorfschule zum nachhaltigen Eindruck für einen Halbwüchsigen wurde.

Aufbau-Verlag 1977
Edition Neue Texte

 

Fritz Hofmann: Himmelfahrt nach Hohenstein – Geschichten

Fritz Hofmann, der sich bereits mit seinem ersten Buch „Die Erbschaft des Generals“ als begabter Erzähler ausgewiesen hat, legt jetzt einen Band Geschichten vor, die erkunden, wie sich Menschen in heutiger Zeit frei zu machen versuchen: von fremder Autorität und eigener Furchtsamkeit, von starren Denkmustern und überholten Moralvorstellungen, von all den inneren und äußeren Barrieren, die ihnen den Weg zueinander verstellen.

Die literarische Handschrift des Autors zeichnet sich aus durch sprachliche Präzision und gezügelte Ironie.

Aufbau-Verlag 1977
Edition Neue Texte

 

Mit Gesang wird gekämpft – Lieder der Arbeiterbewegung

„Mit Gesang wird gekämpft“ – so hieß ein populäres Arbeiterliederbuch, das 1922 erstmals erschien. „Mit Gesang wird gekämpft“ haben wir auch dieses neue Liederbuch unserer Partei genannt. Im Kampf der Arbeiterklasse sind revolutionäre Lieder entstanden, die Ausbeutung und Unterdrückung anprangerten, die zu Einheit und internationaler Solidarität aufriefen – Lieder, die in Zeiten der Not und der Opfer Mut und Siegeszuversicht der Genossen stärkten…

Dietz Verlag Berlin 1967

 

08 März 2022

Christa Kozik: Moritz in der Litfaßsäule

Moritz, neun Jahre alt, will nicht mehr zur Schule, will auch nicht mehr zu Hause bleiben. Alle sind mit ihm unzufrieden, keiner hat Zeit für ihn. Und die gerade braucht er, der alles immer recht langsam und gründlich erledigen möchte. Moritz zieht sich in seine Litfaßsäule zurück. Drei Tage ist er nicht auffindbar. Draußen sucht man ihn, sorgt sich und überdenkt, was man falsch gemacht hat.

In der kleinen runden Welt der Litfaßsäule aber ist Moritz nicht allein. Hier wohnt auch die gewitzte altkluge Katze Kicki, die sich ausführlich mit Moritz unterhält. Und er lernt den Straßenfeger kennen, der ihm hilft, zu begreifen, daß man sich vor dem Leben nicht verstecken kann.

Der Kinderbuchverlag Berlin 1982
Illustrationen: Günter Wongel

 

A. D. Sergejewa: Eine Mutter erzählt

Ein autobiographisches Werk einer sowjetischen Mutter und Lehrerin, das Eltern und Pädagogen wertvolle Anregungen gibt.

Deutscher Frauenverlag Berlin 1953

 

Renate Florstedt: Kochen

Viele Rezepte für Vorspeisen, Suppen, Fleisch und Geflügel, Wildbred und Wildgeflügel, Fischgerichte, Soßen, Gemüse, Beilagen, Salate, Nachspeisen, Eintöpfe, Eierspeisen, Quark- und Käsespeisen, Aufläufe, Kuchen, Torten, Kleingebäck, Getränke, internationale Gerichte, aber auch Tipps zur Gästebewirtung, zum Haltbarmachen und über Gewürze.


Verlag für die Frau, Leipzig, 1979 (7. Auflage, 1984)

Rezeptteil: Karla Szabó