07 Februar 2023

Rudi Chowanetz: So sind wir

Bunt und vielfältig wie das Pionierleben ist dieses Buch für den Thälmannpionier.
In Wort und Bild stellt sich die Pionierorganisation "Ernst Thälmann" vor.
Der Einblick in die Geschichte der sozialistischen Kinderorganisation und in die gegenwärtige Arbeit unseres Millionenverbandes ist gleichzeitig Anregung für weitere gute Pionierarbeit.
"So sind wir" ist für die Thälmannpioniere das große bunte Buch über ihre Organisation - Enzyklopädie und Geschenkband zugleich.

Der Kinderbuchverlag Berlin
1. Auflage 1978
2., veränderte Auflage 1981
Herausgegeben im Auftrag des Zentralrates der Freien Deutschen Jugend, Abteilung Junge Pioniere
Zusammengestellt von Rudi Chowanetz
 

Valja Stýblová: Skalpell, bitte!

Valja Stýblová, selbst Professor für Neurologie, gibt in diesem Buch ohne Sentimentalität, ohne Beschönigung des "hehren" Arztberufs ein Bild von der harten Arbeit eines Mediziners mit all den Höhen und Tiefen, den Schwierigkeiten, die täglich in einer großen Klinik auftreten.
Ein junger Mann, Journalistikstudent, besucht einen bekannten Prager Neurochirurgen, um im Auftrag seiner Zeitung ein Interview mit ihm zu machen. Eigentlich hat er wenig Hoffnung, da er bei ähnlichen Gelegenheiten schon so oft abgewiesen wurde. Doch der vielbeschäftigte Arzt findet Zeit für den jungen Mann. Aus der Unterhaltung wird für den Älteren ein Erinnern an seine Jugend, seine Studentenzeit, seine Lehrjahre an der Neurochirurgischen Klinik, aber auch an besonders komplizierte oder tragische Fälle in seiner Praxis. An Fälle, die ihm sehr nahe gingen, wie die schweren Gehirnoperationen an seinem Freund und an dem kleinen Jungen, bei dem ein Erfolg wegen der Größe der Geschwulst zunächst aussichtslos schien. Der Charme des Kleinen hatte ihn aber so gefangen, daß er sich trotz aller Einwände seiner Kollegen zum Eingriff entschloß.

Valja Stýblová wurde als Tochter eines Ingenieurs 1922 in Charbin geboren; legte 1941 das Abitur in Prag ab; widmete sich danach dem Klavierstudium; nahm nach 1945 das Medizinstudium auf; seit 1973 Leiter des Lehrstuhls für Neurologie und Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität; seit 1974 Chefarzt einer neurologischen Klinik in Prag; 1977 Berufung zum Professor für Neurologie; erhielt 1976 den Titel "Verdiente Künstlerin" und wurde 1981 mit dem Nationalpreis ausgezeichnet.

Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
1. Auflage 1987
bb Nr. 597

Hildegard und Siegfried Schumacher: Sommerinsel

Sind Stephan leichtfertig und Fine unmoralisch? Sie fahren, obwohl sie sich noch nicht lange kennen, gemeinsam zum Zelten an einen entfernten See und verleben dort herrliche Ferien. Als es bekannt wird, daß sie ein Kind haben werden, bleibt das Gerede nicht aus. Liebe fordert Bewährung. Fine und Stephan bestehen die Probe. Sie möchten keinen Tag des Jahres in Ellerstädt missen.


Verlag Neues Leben Berlin 1971

 

W. Somerset Maugham: Silbermond und Kupfermünze

"Silbermond und Kupfermünze" erzählt die Geschichte eines genialen Malers. Der vierzigjährige Londoner Börsenmakler Charles Strickland durchbricht unerwartet seinen bisherigen Lebenskreis, verläßt Frau und Kinder und gibt materielle Sicherheit und bürgerliche Existenz auf, um fortan nur noch zu malen. Von fanatischem Schaffensdrang besessen, alle künstlerischen und gesellschaftlichen Konventionen mißachtend, führt er erst in Paris, dann in Marseille ein armseliges Dasein. Auf Tahiti findet er schließlich, wonach er verzweifelt sucht: Schönheit und paradiesische Unschuld. Hier entstehen seine fremdartig-schönen Meisterwerke, bevor sich sein tragisches Schicksal vollendet.
In der Gestalt Stricklands spiegeln sich unverkennbar Züge des französischen Malers Paul Gauguin, obwohl es nicht Maughams Absicht war, einen Gauguin-Roman zu schreiben. Ihn interessierte vielmehr das Problem des künstlerischen Genies und seiner Durchsetzung in der bürgerlichen Gesellschaft, das er aus verschiedenen Blickwinkeln erhellt, ohne dem Leser eine bequeme Lösung zu präsentieren.

Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1973
bb 287

 

Alan Winnington: Silberhuf

Abenteuer ungewöhnlicher Art haben Mike Norton, der englische Journalist, und sein Sohn Jack zu bestehen. Im Himalaja-Gebirge, während sie nach dem Schneemenschen suchen, entdecken sie in einem Lamakloster Silberhuf, das Bronzepferd, welches sprechen und laufen kann. In vielen gefährlichen Situationen, auch auf der zweiten Expedition, die bis nach Laos führt, steht ihnen das wundersame Pferd Silberhuf tapfer zur Seite. 
Alan Winningtons beliebte Bücher "Silberhuf" und "Silberhuf zieht in den Krieg" erscheinen nun in einem Band unter dem Titel "Silberhuf".

Der Kinderbuchverlag, Berlin
ATB - Alex Taschenbücher Nr. 95
3. Auflage 1989
 

Sergej Antonow: Silberne Hochzeit

Ein Brückenau in der ostsibirischen Taiga wird zum Prüfstein menschlicher Bewährung. Er läßt den Jämmerling hinter dem Ministeriumsschreibtisch Zuflucht suchen und den Berherzten hinausziehen in die schneeige Ungewißheit. Den renommierten Bulygin, diesen etwas schrulligen, doch liebenswerten alten Mann, der stets seinen Hochzeitstag vergißt, trifft die Versetzung nach Sibirien wie eine Entlassung. Doch er hat zu hohe Begriffe von seinem Beruf, als daß er dieser neuerlichen Bewährung auswiche. Es ist wohl die härteste Prüfung seines Lebens, als er den unerhörten Schwierigkeiten an dem sibirischen Fluß, dem überharten Winter, der Abwanderung seiner Leute, bürokratischen Hemmnissen und nicht zuletzt den eigenen Unzulänglichkeiten begegnen muß.

Verlag Kultur und Fortschritt

 

06 Februar 2023

Hans Ahner: SOS in Himmelshöhen

"Die Fluggeschichte ist immer spannend, spannender als erfundene Abenteuerromane", behauptet der Autor, und er beweist es. Er denkt dabei an die Pioniere der Luftfahrt, an den "Wettlauf in den Himmel", so überschreibt er sein erstes Kapitel. Doch bald beginnt das "Geschäft mit dem Wagnis" - Flugzeugkatastrophen erregen die Öffentlichkeit. Das ist das Hauptanliegen des Autors: "Hinter die scheinbar natürlichen Ursachen einzelner Flugzeugkatastrophen zu blicken und die wirklichen Triebfedern der kapitalistischen Welt bloßzulegen." Es ist ein Widerspruch: Das Flugzeug gehört zu den sichersten Verkehrs- und Transportmitteln - aber was geschieht zwischen Himmel und Erde, wenn der Ruf ertönt "Achtung - wir stürzen ab". Oder was geschah, bevor das Flugzeug aufstieg? Was geschah nicht, was wurde versäumt? Hans Ahner schaut hinter die Kulissen und entdeckt üble Geschäftspraktiken. Er verfolgt die tragische "Straße der Katastrophen" und beobachtet Konkurrenzkampf und Profitsucht, das verbrecherische Spiel mit dem Leben vieler Menschen. Viele der hier beschriebenen Katastrophen und Skandale sind noch in Erinnerung, sie gingen in die Geschichte der Luftfahrt ein. Aber zum ersten Mal erfährt der Leser mehr als nur das, was nüchterne Zeitungsberichte aussagen können. Ein spannendes Buch also, spannend erzählt, aber auch ein nützliches und umfassendes - und ein aktuelles.

Buchverlag Der Morgen, Berlin
1. Auflage 1968