21 Juli 2020

Sommerpause



Moin, liebe Freunde der DDR-Literatur,

ich benötige eine kleine Auszeit. Euch täglich mehrere Bücher vorzustellen, macht viel Arbeit. Die mach ich mir zwar gerne, aber die Batterien müssen mal aufgeladen werden. 

Am 1. September geht es hier weiter. Habt bis dahin eine schöne Zeit und bleibt vor allem gesund.

Liebe Grüße,
Eure Anne-Marit

Das Reclam-Buch

Ich freue mich ganz besonders, dass mir der Reclam-Verlag gestattet, euch dieses Reclam-Buch vollständig zu präsentieren. Recht herzlichen Dank.
Viel Spaß bei der Lektüre.






















20 Juli 2020

Anatoli Rybakow: Der Bronzeadler



Es tut sich was in Karagajewo, einem ehemaligen Grafensitz in der Nähe von Moskau. Zwei Pioniere verlassen heimlich das Zeltlager, um „nach Italien zu ziehen“, ein Bauer wird ermordet, finsere Gesellen haben sich im Wald versteckt und wühlen in der Erde. Drohend und unheimlich thront in einer Mauernische des Gutshauses ein bronzener Adler… Er birgt ein großes Geheimnis.

Mischa, Genka und Slawa, drei mutige Komsomolzen, die die Ausreißer zurückholen wollen, entdecken verdächtige Spuren, denen sie auf eigene Faust nachgehen. Ohne sich von den Machenschaften der „Gräfin“, des Mannes im grünen Anzug, des Kulaken Jerofejew und ihrer Komplicen beirren zu lassen, enträtseln sie nach vielen gefährlichen Abenteuern das Geheimnis des Bronzeadlers.

Spannend erzählt Nr. 30
Verlag Neues Leben Berlin 1959
Illustrationen: Erhard Schreier

Dreiteiler
Der Marinedolch
Der Bronzeadler
Der Schuß

Götz Gode: Nik



Nik Tynck ist der Sohn eines ehrbaren Kölner Fuhrmanns, der beim reichen Kaufmann Overkamp tief in der Kreide steht. Als Pfand zur Tilgung der Schulden muß Nik beim Kaufmann Dienste tun: zunächst auf einer Wasserburg unweit der Stadt und dann auf dem Landgut Overkamps. Das ist übel. Jedoch – Nik ist ein pfiffiger Bursche und so leicht nicht unterzukriegen: Er besteht alle Prüfungen und Abenteuer, die auf ihn warten. Das gefällt dem reichen Overkamp, und er holt den Jungen in sein Haus nach Köln. Dort gibt es neue Proben zu bestehen…

Die spannenden Geschichten von Nik erscheinen hiermit in neuer Bearbeitung und gesammelt in einem Band.

Der Kinderbuchverlag Berlin, 1987
Illustrationen: Gerhard Goßmann

Johannes R. Becher: Abschied



Hier wird die Geschichte eines jungen Menschen in der „guten alten Zeit“ erzählt. Wie viele andere hofft in der Silvesternacht 1900, als das 20. Jahrhundert beginnt, auch Hans Gastl, der Sohn eines Münchener Staatsanwaltes, daß es nun „anders“ werde. Auf der Suche nach dem neuen, Möglichen, Notwendigen gerät er in Opposition zur strammstehenden, verlogenen Welt des Bürgertums; die vom Kaiser und vom Kapital als gottgewollt angepriesene Ordnung erweist sich als brüchig. Erlebnisse im Haus der Eltern und in dem verbotenen „gefährlichen“ Umgang mit dem Arbeiterjungen Hartinger lassen Hans Gastl allmählich unter vielen Widersprüchen die Wirklichkeit, die wahren Triebfedern der gesellschaftlichen Entwicklung erkennen.

Aufbau-Verlag Berlin, 1981






Johannes R. Becher (1891-1958) "hat seine eigene Entwicklung bis zum ersten Weltkrieg im Roman ,Abschied' verdeutolicht. Dieser Roman ist 1940 geschrieben, also aus der Sicht des reifen Mannes. Er ist mehr als eine Autobiographie... Becher nimmt sich die dichterische Freiheit, bestimmte Züge der späteren eigenen ideologischen Entwicklung zur vollen Klarheit über sein Verhältnis zur Arbeiterklasse und zum Sozialismus verstärkt nachzuzeichnen und sie zeitlich konzentriert vorzuverlegen in die letzten Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges von 1914... Es macht die Stärke der Schilderung aus, daß die Zeit durch die Gestaltung von sozial charakterisierten, in ihren Zwiespältigkeiten enthüllten Menschen dargestellt wird. Zwischen ihnen spielt die Geschichte dieser Jugend, die dem Strammstehen und der sturen Enge des bürgerlichen Vaterhauses ausgeliefert ist. In dem jungen Hans Gastl entwickelt sich verworrend tastend, unklar suchend ein Traum, der sich als Hauptgedanke durch Bechers Dichtung und Leben ziehen soll: der Traum von Anderswerden, der Traum vom ,vollendeten Menschen'". (Alexander Abusch.)


Reclams Universal-Bibliothek Band 339
7. Auflage 1974

Hans Jürgen Geerdts: Hoffnung hinterm Horizont



Am 9. März passiert ein junger Mann bei Weißenburg die französische Grenze. Doch seine Reise gleicht eher einer Flucht, deren Ziel Straßburg ist. Zu den wenigen Habseligkeiten, die er mit sich führt, gehören der „Hessische Landbote“ und ein handschriftliches Exemplar des von ihm verfaßten Dramas „Dantons Tod“.

Hans-Jürgen Geerdts gestaltet in seinem historischen Roman um Georg Büchner die letzten Lebensjahre dieses großen deutschen Vormärzdichters. Es ist dem Autor gelungen, über das literarische Schaffen hinaus auch dem revolutionären Wirken Georg Büchners gerecht zu werden.

Anläßlich des 150. Todestages von Georg Büchner gibt der Verlag diesen Roman der erstmals 1956 im Volksverlag Weimar erschien, in einer überarbeiteten Fassung neu heraus.

Verlag der Nation Berlin, 1987

Horst Wenzel: Die große Fahrt des Christoph Kolumbus

„Pinta“, „Nina“ und „Santa Maria“ heißen die Segelschiffe, die Christoph Kolumbus nach langem Warten endlich von der Königin Isabella zur Verfügung gestellt werden für seine große Fahrt. Die Seeleute muß er selbst anwerben, aber das ist nicht so einfach in der kleinen spanischen Hafenstadt Palos. Es soll ins Unbekannte gehen, immer nach Westen – und wer weiß, ob die Erde wirklich rund ist. Am 3. August 1492 ist es soweit: Die drei Schiffe lichten die Anker, setzen die Segel und begeben sich auf große Fahrt nach Indien. Viel später als erwartet sichten die kühnen Seefahrer Land, von dem sie glauben, daß es Westindien sei – reich an Gold und anderen Schätzen. Doch die „Indianer“, denen sie auf den vielen Inseln, die sie anlaufen, begegnen, können nur wenig Gold zum Tausch anbieten. Durch einen Schiffbruch verliert Christoph Kolumbus sein Flaggschiff, die „Santa Maria“; der habgierige Kapitän Martin Pinzon verläßt ihn mit der „Pinta“, um auf eigene Faust Gold zu suchen – allein kämpft sich die „Nina“ über den Atlantik durch Sturm und Wetter nach Europa zurück.

Verlag Neues Leben Berlin 1966
Spannend erzählt Band 68