05 November 2020

Erhard Beuschold: Problem Wasser


 Aus dem Inhalt:

Lange Vergangenheit - große Zukunft

Der Wasserhaushalt

Das Wasser im Boden

Grundwasser - ein kostbarer Schatz

Die Fließgewässer

Die stehenden Gewässer

Die Wasserversorgung

Reinigung des Abwassers


Urania Verlag Leipzig, 1984

Reihe: Wir und die Natur

04 November 2020

Antioch Kantemir: Im Chaos aber blüht der Geist …


 Antioch Kantemir ist der erste große russische Satiriker und in mancher Hinsicht ein Vorläufer Gogols. Er war der Sohn des Hospodaren der Moldau, Dimitrie Cantemir. Obwohl er Russland mit zweiundzwanzig Jahren in diplomatischer Mission für immer verließ, wurde er mit seinem literarischen Werk zum Begründer des russischen Klassizismus. In ganz Europa berühmt machten ihn seine Satiren, in denen er die Missstände seiner Zeit und die Schwächen des menschlichen Charakters schmerzhaft geißelte. In Russland kursierten sie in zahlreichen Abschriften, konnten aber zu Lebzeiten Kantemirs nicht gedruckt werden. Noch mehr als hundert Jahre nach dem Tode des Verfassers verbot der Zar eine Neuauflage dieser gefährlichen Lektüre.

Insel-Verlag Anton Kippenberg, Leipzig, Bibliothek des 18. Jahrhunderts

1. Auflage, 1983

Mit 21 zeitgenössischen Illustrationen.

Choderlos De Laclos: Die gefährlichen Bekanntschaften oder Briefe gesammelt in einer Gesellschaft und zur Belehrung einiger anderer bekanntgemacht


 Seit etlichen Jahren ist kein Roman mehr erschienen, der so glänzenden Erfolg gehabt hätte wie „Les Liaisons dangereuses“. … In der Tat gibt es kein Buch, in dem die Verwirrung der Grundsätze und Sitten der Schicht, die man die feine Gesellschaft nennt, mit mehr Natürlichkeit, Kühnheit und Geist geschildert worden wäre. (Melchior Grimm, 1782)

Dieses Buch kann, wenn es brennt, nur wie Eis brennen. (Charles Baudelaire)

Diese „Liaisons dangereuses“ sind unter den erotischen und gesellschaftskritischen Romanen des französischen 18. Jahrhunderts vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste. Literarisch und psychologisch glänzend, stellt er den Lebemann im damaligen Adel in letzter, zuäußerst verfeinerter und verteufelter Ausprägung dar, einen Mephisto des Salons und Napoleon der Erotik. (Hermann Hesse)

Die „Liaisons dangereuses“ verdienen der kunstvollste Roman der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts genannt zu werden … besonders wegen der meisterhaften Handhabung der Briefromantechnik. (Jürgen von Stackelberg)

Insel Verlag Anton Kippenberg, Bibliothek des 18. Jahrhunderts

1. Auflage, 1987

Mit 14 zeitgenössischen Illustrationen.

Hrsg. Christoph Hein: Johann Wallbergens Sammlung natürlicher Zauberkünste …


 „… oder aufrichtige Entdeckung vieler bewährter, lustiger und nützlicher Geheimnüsse, insbesondere denen Wein-Negozianten dienende. Nebst einem Anhange von medizinisch-, sympathetisch-antipathetisch- und ergötzenden Kunststücken.“

Zauber, Magie – im Jahrhundert der Aufklärung? Mit dem wachsenden Interesse an den sich entwickelnden Naturwissenschaften, mit der Zunahme an Erkenntnis ist die Naivität des Zaubers verlorengegangen. Aber noch ist die beschwörende Formel geeignet, dem von der Aufklärung berührten Bürger die „natürlichen Geheimnüsse“, das Wissen der Zeit, zu präsentieren. Johann Wallbergen hat in seiner Sammlung neben allerlei lustigen, der Unterhaltung dienenden Spielereien vor allem eine kleine Medikamentenkunde zusammengetragen, und er hatte offenbar Erfolg damit. Sein Buch erlebte 1769 die dritte Auflage. Der Herausgeber des vorliegenden Neudrucks, Christoph Hein, international bekannter Dramatiker und Romanautor, hat dem Band einen Essay beigefügt, in dem er sich einem noch wenig erforschten Gegenstand zuwendet: der Geschichte der Magie. Er nutzt die Form des Essays zu einem brillanten, in manchem auch recht polemischen Vortrag seines Standpunktes. Groß ist in der Sicht des Dichters die Schuld der Kirche, denn er sieht in der von ihr verketzerten Magie das „Hilfsmittel einer unwissenden Menschheit“, das dazu diente, „sich auf dieser Erde einzurichten“. Ausführliche Anmerkungen sowie eine Zeittafel zum „Magischen Denken in der Entwicklung von Naturwissenschaft und Technik“ bieten zusätzliche Informationen zu dem hier berührten Themenkreis.

Gustav-Kiepenheuer-Verlag, Leipzig und Weimar, Bibliothek des 18. Jahrhunderts

1. Auflage, 1988

Jeremias Gotthelf: Uli, der Knecht / Uli, der Pächter


 Der Roman ist die erste großangelegte Dichtung bäuerlichen Lebens, ein Hymnus auf das Ethos landwirtschaftlicher Arbeit. Jeremias Gotthelf [...] ist einer der bedeutendsten Epiker der Weltliteratur.

Union Verlag Berlin 1958

B. Traven: Aus dem Land des Frühlings


 Mit Auszügen, Aufsätzen und Auskünften bietet dieser Sammelband eine reizvolle Ergänzung der „Ausgewählten Werke“ B. Travens, die 1964 bis 1972 in dreizehn Bänden herausgekommen sind. Den größten Raum nimmt Travens nicht in der DDR erschienener Reisebericht „Land des Frühlings“ ein, der mit umfangreichen Auszügen repräsentativ vertreten ist. Dieses einzige nichtbelletristische Buch des weltbekannten Autors entstand aus dem Bedürfnis, den europäischen Lesern das Land Mexiko und seine Menschen, besonders die indianischen Ureinwohner, nahezubringen.

Verlag Volk und Welt Berlin, 1. Auflage 1986

Zsuzsa Thury: Das französische Mädchen


 

Jeanette heißt dieses muntere Mädchen. Sie ist in Frankreich aufgewachsen und zieht nun in die Heimat ihres Vaters - nach Ungarn.
In Budapest wirbelt sie durch die Straßen, entsetzt und beglückt ihre Umgebung, jauchzt und verzagt. Noch versteht sie kein Wort Ungarisch. Immer wieder wandern ihre Gedanken zurück nach Tréparsville. Dorthin gehört sie. Vor dem sehnsuchtsvollen Auge ersteht die Gestalt der Großmutter, und die weichen französischen Laute ihrer Spielgefährten umschmeicheln das Ohr. Warum hat sie der Vater herausgerissen aus ihrer Welt und hierher gebracht in dieses Land, in dem alles so ganz anders ist? Nach Frankreich will sie zurück; sie ist und bleibt Französin! Wie Jeanette - ein tapferer, tüchtiger Kerl - langsam mit ihrer neuen Umgebung vertraut wird, wie sie langsam mit den ungarischen Menschen Freundschaft schließt und wie sie allmählich ihre neue Heimat liebgewinnt, das schildert Zsuzsa Thury mit feinem Einfühlungsvermögen. So wurde ihre Erzählung ein Mädchenbuch mit aller Anmut, allem Frohsinn und aller Tatkraft der Jugend.

Verlag Neues Leben, 1. Auflage 1955