Anekdoten sind uns aus Jahrtausenden überliefert. Über Gelehrte, Wissenschaftler und Forscher aus 2500 Jahren haben sie Ewald Oetzel und Wolfgang Polte in ihrem Buch zusammengetragen. Eigenartiges über die Persönlichkeit des Gelehrten kommt in ihnen zum Ausdruck, aber auch die Erinnerung an bedeutende Ereignisse, die sich mit der Person des Wissenschaftlers verbinden oder Prozesse und Vorgänge von herausragender Bedeutung widerspiegeln.
Und heute liest sie der Leser schmunzelnd und stellt die sehr menschlichen Züge auch der großen Gelehrten fest, findet Kautziges, Bemerkenswertes oder auch Einmaliges und besonders recht Originelles.
Manches hat sich sicher nicht in der Weise zugetragen, wie es uns die Anekdote überliefert hat. Ist doch vieles mündlich weitergegeben worden. Die es berichteten, dichteten hinzu. Die es hörten und weitertrugen, ließen dieses und jenes weg. In all den Anekdoten jedoch wird das Bild von Persönlichkeiten sichtbar, die wir sonst nur durch ihre wissenschaftliche Leistung kennengelernt haben. Und sichtbar wird auf unterhaltsame Weise ein Ausschnitt aus der Wissenschaftsgeschichte – in Details, in Episoden, in Haltungen von Gelehrten und Gelehrigen, wie es im Untertitel bereits gesagt ist. Die Autoren lassen in ihrem Vorwort die Frage nach dem Wahrheitsgehalt offen und antworten mit Giordano Bruno: „Wenn es auch nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden.“
Urania-Verlag, 1. Auflage 1989
Illustrationen: Manfred Bofinger, Berlin






