10 Juli 2023

Wolfgang Ullrich: ..... und dann wurden Tiere unsere Gefährten

Inhalt
Feindschaft zwischen Mensch und Tier
Zu Beginn der Menschwerdung wurde auch der Mensch zur Beute der Raubtiere. Bald aber versucht er durch Waffen und Zauber das Tier zu unterwerfen. Noch heute trägt der Aberglaube zur Ausrottung der Tiere bei.

Mensch und Tier werden Freunde
Der Hund ist das älteste Haustier. Was versteht man unter einem Haustier? Noch heute werden junge Wildtiere von Naturvölkern als Adoptivkinder aufgezogen. Die Rinder der Namdschi werden für den Totenkult gezüchtet. Wie aus dem Wolf und dem Schakal ein Dackel oder eine Dogge werden konnte.

Der Mensch hält Wildtiere in Gefangenschaft
Vielleicht war der Höhlenbär das erste in Gefangenschaft gehaltene Wildtier. Auch die Zoologischen Gärten haben ihre Geschichte. Im alten Rom wurden Hunderte von Wildtieren in der Arena abgeschlachtet. Der Zoo in Paris wird zur Forschungsstätte. 1826 reist eine Giraffe von Ägypten nach Frankreich. Der erste deutsche Zoo wird in Berlin gegründet.

Löwen frei und hinter Gittern
1863 wurde in Dresden mit der Löwenzucht begonnen. Junger Löwe im Ententeich. Hunde und Löwen als Spielgefährten. Wie erlegt der Löwe seine Beute? Löwen als Menschenfresser. Riechen die Geier ihre Beute?

Das große Gesetz der Tierherde
Ein Quadratkilometer Urwald birgt eine Welt von Lebewesen. Die Hirschkuh führt das Rudel. Verteidigungs- und Jagdverbände. Die Marsch- und Fluchtordnung der Kapuzineraffen ist genau festgelegt. Durch Düfte und Lautäußerungen wird die Herde zusammengehalten.

Die „Sprache“ der Tiere
Jedes Tier will anders begrüßt sein. Garner wollte die Sprache der Affen erforschen. Der Artgenosse versteht die Laute seiner Herdenkumpane. Der Tierpfleger wird von seinen Zöglingen als Artgenosse betrachtet. Das Märchen vom eifersüchtigen Tiger. Der rechnende Elefant. Dem Zootier muß die Furcht vor dem Menschen genommen werden.

Tiere verteidigen ihre Wohngebiete
Der Bär ist kein Teddybär. Bären kämpfen um ihr Revier. Auch in freier Wildbahn ist das Tier nicht frei. Die Lebensstätten werden durch Gesang und Duft markiert.

Giftschlangen, Krokodile und Malaienbären
Kleine Erlebnisse mit einer Speikobra. Der giftige Bungarus beißt nur in der Nacht. Ein Chamäleon bringt mitten im Winter Junge zur Welt. Unsere Chamäleons lernen aus der Flasche trinken. Max, der Alligator. Krokodilkinder quaken. Der verspielte Malaienbär.

Mit Zeichnungen von Martin Clemens Dresden

Neumann Verlag Radebeul und Berlin

1. Auflage 1953 | 1.-20. Tsd.
2. Auflage 1954 | 21.-30. Tsd.
3. Auflage 1955 | 31.-40. Tsd.
4. Auflage 1958 | 41.-48. Tsd.
5. Auflage 1961 | 49.-53. Tsd

09 Juli 2023

Donjo Donew: Achtung, frisch gestrichen! – Bildgeschichten von den drei Schlaumeiern

Guten Tag, liebe kleine Leser!
Meine Anrede an Euch ist ganz gewöhnlich, aber nicht ganz genau. Ihr habt wirklich ein Buch in der Hand, doch ein ungewöhnliches. Zum Lesen gibt es nur wenig, das andere ist zum Anschauen.
Nun, ich glaube, es wird Euch gefallen. Welches Kind guckt sich nicht gern Bilder an?
Was Euch sicher am besten gefällt, ist, daß es nicht irgendwelche Zeichnungen sind: auf jeder Seite findet Ihr eine Geschichte von den „drei Schlaumeiern“, die Ihr schon oft im Kino und zu Hause auf dem Bildschirm gesehen habt.
Vielleicht hätte ich Euch mit „Liebe kleine Zuschauer“ anreden sollen?

Inhalt
10. Naturliebhaber | 11. So geht's auch! | 12. Radläufer | 13. Der einzige Ausweg | 14. Schweinchenspringen
15. Am Brunnen | 16. Wir haben's geschafft! | 17. Der Rettungsring | 18. Er pfeift auf dem letzten Loch
19. Per Anhalter | 20. „Siehst du!“ | 21. Spitzensportler | 22. Im Falle des Falles | 23. Der Wertvollere
24. Denkste! | 25. Apfelernte | 26. Der Maler | 27. Ohrenschützer | 28. Der Wegweiser
29. Mit Brille geht's besser | 30. Man muß sich nur zu helfen wissen | 31. Die Geburtstagstorte
32. Ohne Worte | 33. An der Ampel | 34. Zapfordnung | 35. Ohne Worte | 36. Tele-Reporter
37. Wer wird Sieger? | 38. Große Wäsche | 39. Gewußt wie | 40. Schade, daß ich nur zwei Beine habe
41. Duo | 42. Wie nach Noten | 43. Ein guter Fang | 44. Schweizer Rasse | 45. Der Pfiffikus
46. Tischfertig | 47. Einmaliger Einfall | 48. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden
49. Meister ihres Fachs | 50. Musikalischer Toast | 51. Die Tücke des Objekts
52. Das Huhn an der Angel ist besser als der Fisch im Wasser | 53. Unbegrenzte Möglichkeiten
54. Kopfrechnen schwach | 55. Hauptsache: modern | 56. Der Akrobat | 57. Neuerervorschlag
58. Brettersalat | 59. Stop


Bulgarischer Originaltitel: Пази се от боята!
Illustrationen DONJO DONEW
Deutsch von LOTTE MARKOWA

Verlag Bulgarski Hudoshnik, Sofia

1. Auflage 1987
2. Auflage 1989

08 Juli 2023

Wolfgang Ullrich: Wilde Tiere in Gefahr


Inhalt
7 ......... Vorwort
11 ....... Vor der Fernsehkamera
40 ....... Auch Tierliebe hat ihre Grenzen
55 ....... Sind die Großwildjäger an allem schuld?
85 ....... Auch Nationalparks bereiten Sorgen
99 ....... Die „Bestie“ stirbt
112 ..... Die moderne Arche
128 ..... Vom Aussterben bedrohte Säugetiere

Professor Dr. Wolfgang Ullrich – Direktor des Zoologischen Gartens in Dresden
Schurzumschlagfoto: Gerbard Budich 

Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin

1. Auflage 1967  |1. - 15. Tsd.
2. Auflage 1968  |16. - 35. Tsd.
3. Auflage 1971  |36. - 50. Tsd.
4. Auflage 1974  |51. - 60. Tsd.

Erik Simon (Hrsg.): Maschinenmenschen – Science-fiction aus Großbritannien und den USA


Diese Anthologie berichtet von ungewöhnlichen Begebenheiten, die Sie interessieren dürften. Bedenken Sie doch einmal. was Ihnen alles noch nicht widerfahren ist, aber widerfahren könnte:
Ihr Roboter will partout nicht glauben, daß Sie selbst ihn zusammengesetzt haben – beweist Ihnen dagegen äußerst stichhaltig seinen Glauben an den Schöpfer.
Sollte Ihr Buch-Club auch noch damit beginnen, sich einen Computer für Versand und Abrechnung zuzulegen, gibt es für Sie natürlich nur eins – schleunigst austreten! Es sei denn, Sie wollen Ihr Leben riskieren.
Und spätestens wenn Ihnen jemand begegnet, der stur von sich behauptet, er habe Mohammed umgebracht, obwohl Sie ihn doch – wie Sie ganz sicher wissen – selbst erschossen haben, also spätestens dann sollten Sie endlich damit anfangen, die neun Milliarden Namen Gottes aufzuschreiben. Sie werden ja sehen – das löst alle Ihre Probleme!
Unsere Anthologie präsentiert abenteuerliche und spekulative, lyrische und wissenschaftlich-phantastische, kosmische und irdische, komische und tragische, warnende und satirische Geschichten, die heute schon als klassische Werke der englischsprachigen Science-fiction gelten, und stellt dabei, beginnend mit Aldiss, Asimov, Ballard, Bester, Bradbury, Brown, Clarke..., eine Auswahl der bekanntesten Autoren aus Großbritannien und den USA vor.
Raumschiffe, Zeitmaschinen, Supercomputer und Roboter dienen den Helden dieser Erzählungen zu guten oder bösen, immer aber höchst ungewöhnlichen Zwecken – mitunter jedoch stellt sich die Frage, ob nicht schon vielmehr die Menschen den Maschinen dienen und ob nicht die Gesellschaft, in der sie leben, sie selbst maschinengleich gemacht hat.

Buchanfang
Isaac Asimov
Logik

Gregory Powell sprach langsam und deutlich, um seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen: »Vor einer Woche haben Donovan und ich dich zusammengesetzt.« Dabei legte er seine Stirn in nachdenkliche Falten und zupfte an den Spitzen seines braunen Schnurrbarts.
Bis auf das leise Summen des mächtigen Richtstrahlsenders irgendwo weit unter ihnen herrschte völlige Stille in der Messe der Solarstation 5.
Roboter QT1 saß unbeweglich. Die polierten Metallplatten seines Körpers glänzten im Licht der Leuchtröhren, und die rotglühenden photoelektrischen Zellen, die ihm als Augen dienten, waren starr auf den Mann von der Erde gerichtet.
Powell unterdrückte einen plötzlichen Anfall von Nervosität. Diese Roboter besaßen merkwürdige Gehirne; die Reaktionen ihrer positiv geladenen Nervenbahnen waren vorkalkuliert, und alle Permutationen, die möglicherweise zu Zorn oder Haß führen konnten, hatte man rigoros ausgeschaltet. Und doch die QT's waren die ersten ihrer Art, und ihm gegenüber saß der erste QT. Alles konnte passieren.
Schließlich begann der Roboter zu sprechen. Seine Stimme besaß jene metallische Tonfärbung, die das untrügliche Erkennungszeichen eines jeden künstlichen Kehlkopfes ist.
»Sind Sie sich des Ernstes einer solchen Behauptung bewußt, Powell?«
»Jedenfalls bist du so erschaffen worden, wie du jetzt bist, Cutie«, bedeutete Powell ihm. .....

Inhalt
Isaac Asimov Logik ..... 5
Gordon R. Dickson Computer streiten nicht ..... 30
Clifford D. Simak Die Viecher ..... 48
Ray Bradbury Sie waren dunkelhäutig und goldäugig ..... 88
Frederik Pohl Der Tag Million ..... 106
Wilma Shore Ein Vorstandsbericht vom Institut für Zukunftsforschung in Marmouth, Massachusetts ..... 115
William Tenn Das Projekt Brooklyn ..... 125
Harry Harrison Der Endkampf ..... 137
Alfred Bester Die Mörder Mohammeds ..... 140
Robert Sheckley Denk nicht so laut ..... 157
Fredric Brown Vorurteile ..... 173
Katherine McLean Ein unmenschliches Opfer ..... 187
Daniel Keyes Blumen für Algernon. ..... 228
Arthur C. Clarke Die neun Milliarden Namen Gottes ..... 266
J. G. Ballard Chronopolis ..... 275
Brian W. Aldiss Wer kann den Menschen ersetzen? ..... 308
Nachbemerkung ..... 321
Quellen und Übersetzer ..... 332

Umschlag- und Einbandentwurf: Albrecht von Bodecker

Verlag Das Neue Berlin, Berlin

1. Auflage 1980

Karl Lemke: Tiergärten – Zoos, Aquarien, Wildgehege

Der thematische Reiseführer gibt einen Überblick über die kulturhistorische Entwicklung der Tiergärten, berichtet von Funktion und Aufgaben der Tiergärten in der Gegenwart und stellt alle tiergärtnerischen Einrichtungen unseres Landes vor.
Die Tiergärten werden in alphabetischer Reihenfolge der Orte, in denen sie vorkommen, nach einem einheitlichen Schema – Lage, Bedeutung, Geschichte, Tierbestand, kulturelle Sehenswürdigkeiten und gastronomische Einrichtungen beschrieben. Ausführlich wird anhand der Rundgangbeschreibungen und über 50 Lageskizzen der größten Einrichtungen eine gute Orientierung beim Zoobesuch ermöglicht.
Praktische Tips für die Tierfotografie, ausführliche Register sowie über 100 Farbfotos ergänzen dieses thematische Sachbuch ebenso wie der Kartenanhang Weitere „Sehenswürdigkeiten an Ihrem Reiseweg“.

Vorwort
In der Freizeit zieht es fast jedermann magnetisch ins Grüne. Man möchte ein Stück Natur einfangen, jede Stunde sinnvoll – beglückend nutzen. Was bietet da mehr, als heimische, aber auch exotische Tiere in reizvollen Park- und Gartenanlagen aus der Nähe schauen, belauschen, erleben zu können?
Neben den 9 großen Zoologischen Gärten werden in dem Buch 103 weitere tiergärtnerische Einrichtungen unseres Landes behandelt. In den letzten Jahren entstanden, sind sie oft nicht einmal Ortsansässigen bekannt. Über jede Einrichtung erfährt der Leser alles Wissenswerte wie Lage, Größe, Tierbestand, besondere Attraktionen bis hin zu Kultur- und Gaststätten sowie einem empfehlenswerten, meist noch kartenmäßig dargestellten Rundgang. Ein alphabetisches Tiernamenregister und das Kapitel „Zootiere vorgestellt“ informieren über die wichtigsten Zoobewohner. Was den Zoo- und Tiergartenbesucher noch interessiert, vermitteln einleitende Kapitel und die „Praktischen Hinweise“. So möchte der Tourist-Führer helfen, das Freizeitparadies Zoo und Tiergarten in seiner bunten Vielfalt, mit seinen offenen Schätzen und verborgenen Kleinoden voll zu erschließen.
Ich danke vielen Leitern und Mitarbeitern tiergärtnerischer Einrichtungen, die meine Arbeit engagiert unterstützt haben, sowie dem VEB Tourist Verlag für die vorzügliche Ausstattung des Buches.
Usadel, Januar 1983
Dr. Karl Lemke


Inhalt
Vorwort ..... 5
Benutzungshinweise ..... 7
Wildtierhaltung einst und jetzt ..... 9
    Kulturgeschichtliches ..... 10
    Tiergärten heute ..... 16
    Wildtiere in Menschenhand ..... 21
Tiergärten von A bis Z ..... 37
Praktische Hinweise ..... 189
    Im Tiergarten zu Gast - Verhaltenstips ..... 190
    Auf Fotopirsch ..... 194
    Zootiere vorgestellt ..... 197
Literaturauswahl ..... 239
Verzeichnis der Abkürzungen und Zeichenerklärung ..... 241
Personenregister ..... 243
Sachregister ..... 244
Tiernamenregister ..... 247
Kartenanhang: Sehenswürdigkeiten an Ihrem Reiseweg

VEB Tourist Verlag, Berlin/Leipzig
Tourist-Führer

1. Auflage 1985
2. Auflage 1987

Herbert Greiner-Mai, Wolfgang Schneider, Horst H. Müller: Literatur – Dichter, Stätten, Episoden

In 227 alphabetisch geordneten Städten und Gemeinden stößt man auf nahezu 700 Literaten der Vergangenheit und erfährt auf neuartige Weise von ihrer Wirksamkeit. 100 Farbfotos vermitteln einen Eindruck von den zahlreichen literarischen Museen und Gedenkstätten. Das Auffinden der Erinnerungsstätten erleichtern 4 DDR-Übersichten, 8 Stadtplanausschnitte und 11 Lagepläne, ein 24seitiger Kartenanhang informiert über weitere „Sehenswürdigkeiten an Ihrem Reiseweg“.

Vorwort
Für den literarisch interessierten Touristen ist es reizvoll und erkenntnisfördernd zugleich, Dichter an ihren Wirkungsorten zu erleben, historische Landschaften mit den Augen eines Schriftstellers gleichsam neu zu sehen.
Der Tourist-Führer Literatur geht den Spuren von Autoren der Vergangenheit in 211 literarhistorisch bedeutsamen Orten der DDR nach. Erstmals liegt mit ihm ein geschlossener Wegweiser zu Dichtern und den Stätten ihres Daseins und Wirkens vor: literarischen Museen und Gedenkstätten, Wohnhäusern, Denkmalen, Gräbern sowie Literaturarchiven, Bibliotheken und anderem mehr.
Autorenkollektiv und Verlag danken all den literarischen Museen, Gedenkstätten, Archiven und anderen Einrichtungen, vor allem dem Institut für Denkmalpflege sowie den örtlichen Räten, die durch ihre freundliche Unterstützung und zweckdienlichen Hinweise das Zustandekommen des Buches gefördert haben. Besonderer Dank gebührt Herrn Prof. Dr. Gerhard Steiner, Berlin, der durch seine gutachterlichen Ratschläge die Entwicklung dieses literarischen Führers unterstützt hat.
Um ständige Verbesserung des Buches bemüht, sind Autorenkollektiv und Verlag dankbar für weitere konkrete Hinweise.
Weimar und Berlin, Herbst 1984

Inhalt
Vorwort ..... 5
Benutzungshinweise ..... 7
Einführung ..... 9
Orte von A - Z ..... 10
„Wir reisen alle ...“ - Dichter über das Reisen ..... 250
Praktische Hinweise ..... 251
Literarische Museen und Gedenkstätten ..... 251
Bibliotheken und Archive ..... 254
Theater mit eigenen Ensembles ..... 257
Quellenverzeichnis ..... 259
Ortsregister ..... 260
Personenregister ..... 265
Ergänzungen ..... 277
Bildautorennachweis ..... 280
Kartenanhang „Sehenswürdigkeiten an Ihrem Reiseweg"

VEB Tourist Verlag, Berlin/Leipzig
Tourist-Führer

1. Auflage 1985
2. Auflage 1988

07 Juli 2023

Hans Müller: Dome, Kirchen, Klöster – Kunstwerke aus zehn Jahrhunderten

Dome, Kirchen und Klöster gehören zu den besonderen, mit hohem gesellschaftlichem und finanziellem Aufwand erhaltenen bzw. rekonstruierten Sehenswürdigkeiten der DDR. Ihre Architektur, die wertvolle Innenausstattung sowie ihre Bedeutung als Zeugnisse der Geschichte machen sie zum Anziehungspunkt vieler Touristen des In- und Auslandes.
Dieser thematische Reiseführer gibt in Text, Bild und Karte einen Überblick über den Bestand an baukünstlerisch und historisch bedeutsamen Sakralbauten auf dem Gebiet der DDR und stellt die für den Touristen interessantesten Objekte vor.
Für die Darstellung wurde das „A bis Z“- Prinzip gewählt; eine bezirksweise Zuordnung findet der Benutzer neben einem ausführlichen Sach- und Personenregister im Anhang des Buches sowie u. a. Erläuterungen zu Gewölbeformen und Kapitellen der verschiedenen Stilepochen. Am Schluß werden in einer 24 Blatt umfassenden Karte „Weitere Sehenswürdigkeiten an Ihrem Reiseweg“ gezeigt.

Einführung
Fast vor genau vor einem Jahrtausend befand sich die älteste in unserem Land erhalten gebliebene Kirche im Baau – die Stiftskirche Gernrode.
Sicher gab es vorher schon Gebäude aus Holz oder auch Stein für die Ausübung christlicher gottesdienstlicher Handlungen. Doch wir wissen kaum etwas über sie, denn noch war die Region zwischen Harz und Oder, Ostsee und den Mittelgebirgen ohne schriftlich bezeugte Geschichte. Erst mit den karolingischen Kundschaftstrupps kamen fränkische und sächsische Christen in das von slawischen Stämmen dünn besiedelte Land. Noch einmal ein Jahrhundert verging, bis sich das Feudalsystem zu festigen begann und die ottonischen Kaiser und Kirchenherren an die Kolonisation, die Besiedelung und Christianisierung des Landes gingen. Die sich nun anschließenden großen gesellschaftlichen Entwicklungsetappen bis herauf an die Schwelle unserer Gegenwart überlagerte die christliche Weltanschauung als prägende kulturelle Kraft. Die Kirchenbauten wurden zu ihren Symbolen. Immer wieder paßten sie sich in ihrem Aufbau und ihren Einzelformen dem Neuen an, das menschlicher Geist und menschliche Schöpferkraft hervorbrachten. So wuchsen im Mittelalter ihre Türme bis zu hundert Metern empor, brachte innen die Renaissance formenreiche und reizvoll vielgestaltige Ausstattungen, überspannten im 18. Jh. gewaltige barocke Kuppeln und Hauben Räume und Türme. Die kirchlichen Bildwerke zeigen vom frühen Mittelalter an immer wieder den Menschen und seine Versuche zur Bekämpfung und Überwindung des ihn Bedrohenden in der von ihm selbst geschaffenen Gesellschaft. Renaissance und vor allem Barock brachten eine künstlerische Bereicherung und schließlich die grandiose Entfaltung auch kirchlichen Bauens und sakraler Bilder. Erst als sich mit der industriellen Revolution des 19. Jh. die „Kathedralen der Technik“, die Fabriken und Schlote, Bahnhofshallen und Verkehrskatakomben der Millionenstädte ausbreiteten, verloren die Kirchen das, was sie einst dem Menschen bedeutet hatten: Ihren Vorrang als gesellschaftliche Zentren, ihre siedlungs- und landschaftsprägende Stellung in Städten und Dörfern.
Über ein Jahrtausend Geschichte verlebendigt sich zu einem beachtlichen Teil in den Kirchenbauten. In der großen Mehrzahl sind sie Kunstwerke, geschmückt mit den Bildzeugnissen fast aller Geschichtsepochen. .....

Inhalt
Einführung ..... 5
Orte von A bis Z ..... 20
Sachworterklärungen ..... 272
Weiterführende Literatur ..... 285
Personenregister ..... 287
Bezirkliche Zuordnung der Orte ..... 304
Kartenanhang:
Sehenswürdigkeiten an Ihrem Reiseweg ..... 313

VEB Tourist Verlag, Berlin/Leipzig
Tourist-Führer

1. Auflage 1984
2. durchges. Auflage 1986
3. Auflage 1989
4. Auflage 1990