10 September 2023

Irma Harder: Verbotener Besuch


 Heimlich fährt Dörte zum Vater. Er soll ihr in dem Streit mit der Mutter helfen. Aber der Vater kann und will ihr die Entscheidung nicht abnehmen.


Verlag Neues Leben Berlin 1968


Rudolf Schramm: Venetianersagen von geheimnisvollen Schatzsuchern

Der Greizer Sagenforscher Rudolf Schramm lässt den Sagenkomplex geheimnisvoller Schatz- und Mineraliensammler des 15. und 16. Jahrhunderts wieder aufleben. Die Schatzsucher kamen aus der handelsmächtigen Lagunenstadt Venedig. In den Bergen und Tälern, Flussläufen und Quellen in unseren Mittelgebirgen waren sie auf der Suche nach Edelerzen, Halbedelsteinen und Flussperlen, um sie ihren heimischen Manufakturen zuzuführen. Der Sage nach kehrten sie mit großem Reichtum zurück. Thematisch den Goldsuchern der Sierra Nevada verwandt, nur kehrten die, falls überhaupt, selten so sagenhaft reich zurück. Die Zeit der Sagen war wohl da schon nicht mehr zeitgemäß? ( vgl. "Das Gold der Sierra Nevada" von Thomas W. Schmidt)

VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1985
Gesammelt und neu erzählt von Rudolf Schramm

 

Hans Scherfig: Der verschwundene Kanzleirat

Teodor Amsted, Kanzleirat im dänischen Kriegsministerium, ist ein Vorbild an Fleiß und korrekter Pflichterfüllung, ein untadeliger Ehemann und verständnisvoller Vater. Ehrgeizige, auf das künftige Wohlergehen des Sohnes bedachte Eltern führten ihn mit umsichtiger Strenge zu Abitur und Staatsexamen. Später, von einer liebevollen Gattin umhegt, widmet er sich völlig seiner Karriere, wartet geduldig auf die nächste Beförderung, die nur eine Frage der Zeit ist, und auf die wohlverdiente Pension.
Doch im Unterbewußtsein des Beamten gibt es eine schmale Dunkelzone, in der verdrängte Gedanken aus der Jugendzeit kümmerlich überlebt haben, diffuse Träume von einem andersartigen Dasein, ohne ständig drängende Pflichten und festgelegte Tagesabläufe. Als ihn der Abschiedsbrief eines verzweifelten Freundes erreicht, wuchern Teodor Amsteds geheime Gedanken über Nacht. Erwagt ein folgenschweres Abenteuer, das sich zu einem skandalösen Kriminalfall ausweitet, den selbst die versierten Polizisten der Kopenhagener Mordkommission nicht restlos aufklären können.

Der dänische Schriftsteller und Maler Hans Scherfig (1905-1979) wurde vor allem durch mehrere satirische Kriminalromane bekannt, die in Dänemark immer wieder nachaufgelegt werden und in viele Sprachen übersetzt wurden. Zu diesen populären Werken zählt auch der 1938 erschienene Band „Der verschwundene Kanzleirat“, eine spannende Tragikomödie, die nach der deutschen Erstveröffentlichung im Jahre 1949 nun in neuer Übersetzung vorgelegt wird.

Schutzumschlag: Johannes Karl G. Niedlich
Neuübersetzung; Aus dem Dänischen von  von Ruth Stöbling

Verlag Volk und Welt, Berlin

1. Auflage 1980  | Neuübersetzung

auch erschienen bei:
Buchclub 65  -  Auflage 1980


erste Ausgabe bei VuW i.d. Übersetzung von Walter Dehmel
(Volk-und-Welt-Reihe ; 13)
1. Auflage 1949

09 September 2023

Heinrich Ehlers: Königskinder - Sechs Liebesgeschichten

Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb...

So das Lied. Die Zeiten haben sich geändert, die Liebe ist geblieben: Johann, der angehende Arzt, trifft auf Jenny. Sie ist krank und kann doch geheilt werden.

Martina und Ali sind noch nicht erwachsen, aber sie sind auch keine Kinder mehr, und die Wasser sind überwindbar geworden.

Petra, die Schäferin, tritt nicht zurück und wartet geduldig ab, wie der Geliebte entscheidet, sie hat die Kraft für zwei, und das zahlt sich aus.

Wenn Leute alt werden, verändert sich die Welt mitunter. Die einen versuchen sie zu begreifen und das gelebte Leben produktiv fortzuführen. Die anderen bauen sich die Welt zurecht nach ihrem Willen, auch das geht: der scharfe Blick, der jede Waffe zu Boden sinken läßt.

Husman aber, der alte Husman, hängt sich auf.

Es waren zwei Königskinder... Ein uraltes Motiv wird in diesen Liebesgeschichten wieder aufgenommen und auf überraschende Weise interpretiert.


Inhalt

Jenny
Petras langer Tag
Beunruhigung
Seligmann und liebe Frau
Husman


Hinstorff Verlag 

1. Auflage 1981
3. Auflage 1986

Schutzumschlagentwurf: Rolf Xago Schröder
Mit Zeichnungen von Rolf Xago Schröder

 

Dieter Schubert: Die lahme Tänzerin - Zwei Erzählungen

Sie war eines Tages da - ein mageres, hinkendes Mädchen, angeblich auf der Durchreise in das umkämpfte Berlin, wo sie Tänzerin werden wollte. Sie hat alle, die ihr begegneten, bezaubert, vor allem Charly, der verwundert war, gequält von Gefühlen der Schuld und des Versagens.

Dieter Schubert erzählt zwei Geschichten, in denen viele andere enthalten sind, schlicht und aufrichtig, in einem Ton, der den Leser mit einbezieht und in dem sich die Ursprünglichkeit der Helden mit der Reife des Autors vereint.

Hinstorff Verlag

 

Joachim Wohlgemuth: Verlobung in Hullerbusch

Catharina hat ihren Kopf für sich, aber als ihr der Pflegevater vorschlägt, einen tüchtigen Schwiegersohn ins Haus zu holen, und zwar seinen Neffen Ewald Wagemühl, da sagt sie nicht nein, da setzt sie sich in den Mercedes und fährt los. Immer hat sie erreicht, was sie wollte - warum sollte es ihr nicht gelingen, den liebenswerten jungen Mann, als den sie ihn in Erinnerung hat, für sich zu gewinnen. An unseren Helden sind indes noch andere interessiert:

Die freundliche Wirtin Wally Fröhlich möchte den Untermieter nicht schon wieder ziehen lassen, das Institut hat den Examenskandidaten als Assistenten eingeplant, und der alte Freund Max Korn kann sich nichts Besseres vorstellen, als daß Ewald nach Hullerbusch zurückkehrt. - Nach Hullerbusch gehen und auf die attraktive Catherina nicht verzichten - das entspricht Ewalds Wünschen am meisten. In aller Heimlichkeit wird die Verlobung gefeiert. Wenn das man gut geht!

Verlag Neues Leben 1970
Schutzumschlag und Einband illustriert von Eberhard Binder-Staßfurt 

 

08 September 2023

Siegfried Fischer: Der Fall Courbet

Als der Kunstkritiker Castagnary de Ris an einem stürmischen Herbsttag den Pont des Arts überquert, wird er mitten auf dieser Brücke von vier verwegen gekleideten Männern niedergeschlagen. Wenig später beugt sich eine junge Frau über ihn, die schöne Estelle vom nahe gelegenen Wirtshaus an der Seine hilft ihm auf.
Castagnary ist schon mehrmals bedroht worden, seit er eine Gedächtnisausstellung der Bilder Gustave Courbets vorbereitet. Die Werke des bedeutenden realistischen Malers Courbet sind nach der Niederschlagung der Pariser Kommune konfisziert, gestohlen und verketzert worden. So wird die Suche nach jedem einzelnen der wichtigsten Bilder zu einem Abenteuer. Castagnary muß einen Schneider auffinden, der ein Gemälde besitzen soll, er spricht mit dem intriganten Minister Nieuwerkerque, der ihn verhaften lassen will, und er setzt sich mit einer Bande von Speku- lanten auseinander, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Und immer trifft er auf Spuren des ereignisreichen Lebens seines Freundes Gustave Courbet...

Illustration von Werner Ruhner

Verlag Neues Leben, Berlin
Spannend erzählt, Band 160

1. Auflage 1980
2. Auflage 1982