03 November 2020

Fritz Löffler: Das alte Dresden - Geschichte seiner Bauten


 Das Standardwerk Fritz Löfflers gibt einen Überblick über die Jahrhunderte währende Baugeschichte Dresdens und seine bedeutende künstlerische Entwicklung. Bildhauern und Baumeistern von europäischem Rang, wie Balthasar Permoser, Carl Friedrich Pöppelmann, George Bähr, Gaëtano Chiaveri und Gottfried Semper, boten sich in der einstigen sächsischen Residenzstadt Aufträge und Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer künstlerischen Talente. In über 500 Abbildungen wird die alte Schönheit dieser Stadt zu neuem Leben erweckt.

E. A. Seemann Verlag, Leipzig 1987

Ignacio Hildago Cisneros: Kurswechsel


 Flugpionier, Kolonialoffizier, Militärattaché, Chef der Luftstreitkräfte - Stationen des bewegten Lebens Hidalgo Ignacio de Cisneros', der hier seine Entwickling vom Sproß einer altgesessenen spanischen Adelsfamilie zum bewußten Revolutionär und Kommunisten schildert. Seine Memoiren umfasssen den Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zur Niederlage des spanischen Volkes im national-revolutionären Krieg, als Cisneros gemeinsam mit anderen Genossen den Weg in ein lebenslanges Exil antreten muß.

Militärverlag der DDR, Berlin (1973)
1. Auflage; 357 Seiten
Ins Deutsche übertragen von Friedrich Johne

Oscar Wilde: Das erzählerische Werk


 

,Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt. Die meisten Menschen existieren nur' - in dieser Sentenz äußert sich das Verlangen Oscar Wildes nach einer alle konventionellen Bindungen abstreifenden, ungehemmten Entfaltung der Persönlichkeit. Wilde war bestrebt, sein Leben wie seine Kunst - zwei bei ihm ohnehin nur schwer zu trennende Bezirke - danach auszurichten. Am scharfsichtigsten sind Möglichkeiten und Gefahren einer alle Freuden und Genüsse auskostenden, auch das Abgründige nicht scheuenden Lebensweise außer in den aphoristischen Essays besonders im erzählerischen Werk erkundet. Das Schwelgen im Glanz der Beau Monde, das selbstgefällige Behagen am werteumkehrenden Paradoxon, der den bourgeoisen Krämergeist herausfordernde Kult des Schönen und Sinnlichen - all das findet sich hier; doch zugleich, und das ist für den sensiblen Künstler Wilde ebenso charakteristisch, wird diese Lebenssicht in Frage gestellt, in ihren moralischen Konsequenzen vorgeführt. In der Erzählung ,Lord Arthur Saviles Verbrechen' folgt ein Dandy in seiner Sucht nach Sensation und Exaltation den Weissagungen eines Scharlatans und wird so zum Mörder, im Märchen ,Der junge König' muß der pracht- und schönheitsliebende Thronerbe mit Entsetzen erkennen, daß sein Reichtum mit dem Leben seiner Untertanen bezahlt wurde, und im Künstlerroman ,Dorian Gray' wirkt das Schicksal des jungen lasterhaften Lebemannes, der sein symbolhaft immer abstoßender werdendes Konterfei zerstören will und sich dabei selbst zerstört, wie ein Warnzeichen vor den Folgen eines schrankenlosen egozentrischen Ästhetentums. So ist letztlich das Streben nach Schönheit und Individualität in eine sittliche Bewertung gestellt, die zu der kurz vor seinem Tode entstandenen ,Zuchthausballade' hinüberweist, in der der Gedanke menschlichen Mitleidens und menschlicher Bruderschaft am unmittelbarsten und reinsten Gestalt gewonnen hat.


Insel-Verlag Anton Kiepenberg Leipzig, 1.Auflage 1976
Umschlagbild: Elektronische Farbumsetzung von W. G. Schröter

Iwan A. Wjasankin: Stabschef im Garderegiment


 Der Verfasser, Oberst a.D., Doktor der Militärwissenschaften, wurde 1918 geboren. Als Berufsoffizier war er fast den ganzen Großen Vaterländischen Krieg über als Truppen-und Stabsoffizier bei der kämpfenden Armee. Über 2 Jahre war er Stabschef eines Gardeschützenregiments, das im Raum Demjansk (Nordwestfront) im Einsatz war. Er nahm an zahlreichen Angriffsoperationen und Verteidigungskämpfen auf dem Boden der Ukraine und Moldawiens teil. In seinem Buch berichtet er auf Grund eigener Erfahrungen, persönlicher Beobachtungen und dokumentarischen Materials von der Kampftätigkeit des Regiments und seines Stabes in den letzten beiden Kriegsjahren.

Militärverlag der DDR, Berlin (1982)
1. Auflage; 284 Seiten
Aus dem Russischen übertragen von M. Lewinz

Hans Julius Wille: Die Gefährtin


 

Mitte des 18. Jh. kommt ein junger Schweizer voll großer Pläne und Erwartungen nach Paris. Der Fremde, mit Namen Jean-Jacques Rousseau, verliebt sich bald nach seiner Ankunft in ein junges Mädchen, das ihn in der Vorstadtpension als Kellnerin bedient. Diese Therese Levasseur wird ihn fortan durch sein abenteuerliches, kämpferisches Leben als liebende und treue Gefährtin auch in den schwersten Stunden begleiten. Auf Grund eines sorgfältigen Quellenstudiums schrieb Hans Julius Wille vor fast vierzig Jahren dieses Werk, das endlich dieser so wertvollen schlichten Frau gerecht wird und ein treffendes Bild des genialen Mannes und der damaligen Gesellschaft vermittelt - in den Jahren vor der Französischen Revolution, mit der ein neues Zeitalter begann. Das Werk erscheint in einer überarbeiteten Fassung.

Verlag der Nation Berlin, 1. Auflage 1977

Hans Weber: Bin ich Moses


 Moses hat mit seinen Eltern Probleme. Sie wollen sich scheiden lassen. Dabei hat er selber genug um die Ohren. Vor allem ist da Dinah, die er unbedingt wiederfinden muß.

Verlag Neues Leben, 5.Auflage 1980
Illustrationen Eberhard Binder


Das Buch wurde verfilmt und lief erstmalig als Zweiteiler am 23.12.1975 auf DDR1. Thomas Neumann spielte den Frank Mosmann, weiter wirkten mit: Andrea Böning, Peter Mansee, Petra Blossey, Marianne Wünscher.

02 November 2020

Alfred Amenda: APPASSIONATA


 Ludwig van Beethoven - welch ein Name, welch ein Begriff für die Weltkultur! Und doch gab es bisher keinen Roman, der Persönlichkeit, Leben, Werk und Zeit dieses ersten freischaffenden bürgerlich-revolutionären Tonmeisters umfassend erzählt hätte. In diesem Buch stellt der Autor, temperamentvoller Romancier und kritischer Musikkundiger, auf Grund des neuesten Standes der Forschung ein wirklichkeitsgetreues Beethoven-Bild so unmittelbar, spannend und von allen verfälschenden Legenden bereinigt dar, daß es selbst manchem Kenner der Musikgeschichte Überraschungen bereiten wird. Von der ersten Zeile an wird der Leser einbezogen in diese Schau bürgerlich-humanistischen Kulturaufbruchs auf dem Weg in die Zukunft. Beethovens Leben und Schaffen - es war eine "Appassionata", ein leidenschaftliches, oft leidvolles Bekenntnis zur Musik als Quell der Freude und Menschenliebe, als Förderin des Fortschritts und des Friedens - ein Bekenntnis zur Humanität.

„Lieber Leser, erlauben Sie mir hier eine kleine Randbemerkung, um Missverständnissen oder Zweifeln vorzubeugen: Jeder im Roman erwähnte Brief, jedes Zitat, jede zeitgenössische Kritik sind aus Originalen belegbar. Alles Erzählte stützt sich auf jüngste Entdeckungen der Musikhistoriker in Deutschland und im Ausland. Möglicherweise hat meine Schilderung eine Art Sprengwirkung auf manche bisher als richtig und gültig angenommene Meinung über Beethoven und seine Zeit. Sollten Sie in der „Appassionata“ Neuem, noch Ungewusstem, zunächst Befremdlichem gegenüberstehen, das mit dem überkommenen idealisierten und weltentrückten Bilde Beethovens nicht recht übereinstimmen will – seien Sie versichert: Nichts kann ihn mehr ehren und lieben lassen als diese lautere Wahrheit darüber, wie er wirklich war, lebte und – liebte.“ – Alfred Amenda

Verlag der Nation Berlin, 10. überarbeitete Auflage 1977