21 April 2023

Angela und Karlheinz Steinmüller: Pulaster - Roman eines Planeten

Angela und Karlheinz Steinmüller, sie Mathematikerin, er Physiker und promovierter Philosoph, beide freischaffende Schriftsteller aus Berlin, schildern in ihrem neuen Roman die Abenteuer des Weltraumtechnikers Fabius Grosser, den es in die faszinierende Sumpfwelt Pulasters verschlagen hat. Hart treffen hier die Gegensätze aufeinander; vernunftbegabte Saurier, deren Entwicklung in der Steinzeit stagniert, und die irdische Raumflotte ringen um die Zukunft des Planeten.

Verlag Neues Leben
 

20 April 2023

Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf

In der Villa Kunterbunt lebt Pippi Langstrumpf ganz allein mit ihrem Affen, Herrn Nilsson, und ihrem Pferd. Oft kommen die Nachbarskinder, und sie haben immer viel Spaß miteinander. Wunderbares und Aufregendes kann man mit Pippi erleben. Niemand verbietet oder befiehlt ihr etwas. Und außerdem ist Pippi furchtbar stark. Ein ganzes Pferd kann sie hochheben, unfreundliche Menschen einfach durch die Luft wirbeln und Einbrecher mit dem kleinen Finger umschubsen. Deshalb braucht selbst Kapitän Langstrumpf nicht besorgt zu sein um seine Tochter.

Der Kinderbuchverlag Berlin
2. Auflage 1989
ATB Buch Nr. 128
 

Ji Yun: Pinselnotizen aus der Strohhütte der Betrachtung des Großen im Kleinen

"Ich bin der Geldbaum meiner Bordellmutter", stellt sich ein Singmädchen einem reichen Geizhals vor und listet ihm dann sein gehortetes Korn ab, um es an die Hungernden zu verteilen ...
In den ,Pinselnotizen' hielt Ji Yun (1724-1805), ein faszinierend gebildeter kaiserlicher Hofredakteur, Erzählungen von Zeitgenossen aus den verschiedensten Schichten der Bevölkerung fest. Zu den beliebtesten Gesprächsstoffen zählten merkwürdige, wundersame Begegnungen mit Gespenstern, Göttern, vor allem aber mit den zauberhaft schönen, verführerischen Fuchsfeen. Pikante Erlebnisse mit den ,Puderlarven der grünen Türme', das schwere Los der Konkubinen und Mägde, die Tugend der treuen Ehefrauen und die heimliche, zumeist unglückliche Liebe der Jugend waren natürlich für jede Unterhaltung ein unerschöpflicher Quell. Einfache Menschen mit dem Herz auf dem richtigen Fleck werden bewundert, weil sie mit bloßen Händen Dämonen in die Flucht schlugen oder eine Räuberbande gefangensetzten.
Weitsichtige Gelehrte ziehen die scheinheilige Moral der verknöcherten Konfuzianer und der korrupten Mandarine ins Lächerliche. Eine Reihe von Notizen führt den hohen Entwicklungsstand des Handwerks, der Künste, der Literatur und der Lebenskultur im damaligen China vor Augen. So setzt Ji Yun ein reich nuanciertes, einem Mosaik vergleichbares Bild der chinesischen Gesellschaft des 17. und 18. Jahrhunderts zusammen und entlarvt mit der Hartnäckigkeit eines Aufklärers ihren sittlichen Verfall.

Kiepenheuer
1. Auflage 1983

Hildegard u. Siegfried Schumacher: Der Junge mit dem großen schwarzen Hund

Als Ulf dem großen schwarzen Hund begegnet, schließt er ihn sofort in sein Herz. Nepomuk nennt er das zutrauliche Tier – und nimmt es mit nach Hause. Doch in der kleinen Neubauwohnung kann der große Schwarze nicht bleiben ... Um Nepomuk zu retten, weiß Ulf eines Tages keinen anderen Ausweg mehr, als mit ihm zu fliehen. Unterwegs lernt er den alten Oscar kennen, einen kauzigen, gutmütigen Mann, der vor der Stadt in einer Laube wohnt. Oscar ist bereit, Nepomuk aufzunehmen – aber er stellt Bedingungen. Diese Abmachungen haben es in sich, sind für Ulf gar nicht so einfach zu erfüllen. Eine aufregende Zeit beginnt für den Jungen. Dann kommt ihm auch Sabine noch auf die Schliche aber das ist eigentlich etwas recht Erfreuliches.

Inhalt:
Der Schwarze .....5
Keine ruhige Minute .....20
Ärger im Haus .....32
Bis ans Ende der Welt .....48
Futter für Nepomuk .....64
Tante Emma hat Geburtstag .....83
Der starke Lukas .....100
Der Weg nach Indien .....125
Kuckucksruf .....147
Paradies am Horizont .....164

Kinderbuchverlag, Berlin
Illustrationen: Erich Gürtzig
Für Leser von 10 Jahren an

1. Auflage 1980
2. Auflage 1981
3. Auflage 1983
4. Auflage 1984
5. Auflage 1987
6. Auflage 1989

 

 

19 April 2023

Jiri Marek: Panoptikum sündiger Leute

 Glauben Sie ja nicht, verehrter Leser, die Herren Detektive der berühmten Prager "Vier" hätten ein geruhsames Leben. Kaum haben sie sich bei einem kühlen Pilsner oder einer heißen Kuttelflecksuppe niedergelassen, schon treibt ein Befehl des Alten, wie Kriminalrat Vacatko respektvoll-vertraulich genannt wird, sie wieder an die Arbeit: Irgendwo brennt eine Autowerkstatt, entführen Schurken das heißblütige Töchterchen eines Fleischfabrikanten, wird eine Dame im Sonnenbad erschossen oder ein braver Archivar von einer Dachpfanne erschlagen.
Natürlich tappen die unauffällig gekleideten Herren mit der Melone auch mal daneben, doch den Schuldigen erwischen sie immer. Zumindest sind sie stolz darauf, den legendären Räuber des ungarischen Kronschatzes ums Haar dingfest gemacht zu haben. Und selbst der hartgesottenste Detektiv schnieft vor Rührung über die Liebesromanze des Geldschrankknackers Penicka, der Paraplui-Annchen, das Mädchen von der Straße, auf Händen trägt.
Schwere Jungs und leichte Mädchen, kleine Gauner und elegante Gentlemanverbrecher sind die Akteure dieser zwölf schnurrigen Geschichten, die gleich Moritaten eines Bänkelsängers ein skurriles Spiegelbild der k. u. k. Monarchie und der bürgerlichen Tschechoslowakei vermitteln.

Verlag Volk und Welt Berlin
4. Auflage 1982

Jiri Marek: Panoptikum alter Kriminalfälle

Gewiß werden Sie, lieber Leser, bei der Lektüre dieses Buches dazu neigen, diese amüsanten, manchmal gruseligen Geschichten für pure Erfindung des Autors zu halten. Der gesunde Menschenverstand gibt Ihnen da recht, denn welche feine Dame verschenkt schon aus Rachsucht Dynamitpatronen, wer gipst schon eine Leiche in einem Backtrog ein, und wo gibt es in unserem sachlichen Zeitalter Spione, die so zerstreut sind, daß sie Aktentaschen mit furchtbar geheimen Mobilmachungsplänen auf dem Flugplatz stehenlassen?
Aber der erste Eindruck täuscht. Alle diese Geschichten, so kurios sie auch anmuten, haben sich tatsächlich einmal zugetragen. Nicht genauso, versteht sich, denn Jiri Marek hat mancherlei dazu beigesteuert - die ironische Pointe zum Beispiel oder die verblüffende Lösung. Er hat diese alten Kriminalfälle beim Durchblättern vergilbter Zeitungen entdeckt, und er fand sie so ausgefallen und belehrend, daß er sie Ihnen, verehrter Leser, nicht vorenthalten wollte. Und bei genauerem Hinsehen stellt man fest, daß diese Geschichten so absonderlich gar nicht sind. Sie zeigen, wenn auch im Zerrspiegel, ein Stück wirklichen Lebens aus der k. u. k. Monarchie und aus der bürgerlichen Tschechoslowakei - eben so, wie sich der Alltag aus Polizeirevieren und in Kripokanzleien darbietet.

Jiri Marek, 1914 in Prag geboren, hängte den mehrere Jahre lang ausgeübten Lehrerberuf 1948 an den Nagel, um Redakteur beim Rudé právo und anderen tschechischen Tageszeitungen zu werden. Von 1954 bis 1959 war er Direktor des Tschechischen Staatsfilms und arbeitet seither als Dozent für tschechische Literatur an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag. Daneben ist er ein vielbeschäftigter Schriftsteller, der sich nicht nur als Romanautor einen Namen gemacht hat, sondern auch für Film und Fernsehen schreibt.
Schon während des Krieges begann Jiri Marek mit psychologischer Kurzprosa und verfaßte seitdem zahlreiche Prosawerke, wie den Partisanenroman "Männer gehn im Dunkeln" (1946), Erzählungen über die schwierigen Aufbaujahre, Jugendbücher und Reportagen, z. B. "Land unter dem Äquator" (1956). Seine Automärchen "Der Skoda und die Fee Waldine" (1966) und sein humorvoller Roman "Mein Onkel Odysseus" (1975) erschienen auch in der DDR, desgleichen seine ironisch-skurrilen Detektivgeschichten "Panoptikum alter Kriminalfälle" (1968), "Panoptikum sündiger Leute" (1971) und "Panoptikum der Altstadt Prag" (1979). Bücher von Jiri Marek wurden in mehrere Sprachen, u. a. ins Russische, Polnische, Ungarische, Rumänische und Bulgarische, übersetzt.

Verlag Volk und Welt Berlin
6. Auflage 1982

Ludwig Feuerbach: Philosophische Kritiken und Grundsätze

Ludwig Feuerbach (1804-1872) faßte seine geistige Entwicklung in dem Apercu zusammen: "Gott war mein erster Gedanke, die Vernunft mein zweiter, der Mensch mein dritter und letzter Gedanke." Diese Konsequenz des Feuerbachschen Weges von der Theologie über Hegels Idealismus zum anthropologischen Materialismus bezeugt vorliegende Auswahl von 13 kleinen Schriften, die sich chronologisch und inhaltlich um das 1844 erschienene Hauptwerk "Das Wesen des Christentums" gruppieren. Die Kernstücke des Bandes - "Zur Kritik der Hegelschen Philosophie" und "Grundsätze der Philosophie der Zukunft" - machten Epoche und enthuiasmierten auch die Jünglinge Marx und Engels. Sie zeigen Feuerbachs konstruktive kritische Methode, seinen scharfen dialektisch-thesenförmigen Stil, aber nicht minder die Schwächen seiner Endposition bereits in statu nascendi. Eine Reihe bisher kaum zugänglicher Rezensionen, deren Polemik dem Namen Feuerbach buchstäblich Ehre macht, sowie die autobiographisch bedeutsamen "Fragmente" vervollständigen diese neue, sorgfältig kommentierte Zusammenstellung.


 Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
Reclams Universal-Bibliothek Band 58
1. Auflage 1969
Philosophie