Verlag Neues Leben
Bücher und Schriftsteller, die in der DDR gelesen wurden. Schaut bitte nicht nur danach, ob hier jeden Tag Beiträge auflaufen, nutzt diesen Blog auch wie ein Lexikon. Er ist ein Langzeitprojekt, da ist es sicherlich verständlich, wenn zwischendurch immer mal wieder pausiert wird. Sei es, um nicht die Lust daran zu verlieren, aber auch, weil die Beiträge auch regelmäßig vorbereitet werden müssen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Stöbern und Erinnern oder neu entdecken.
21 April 2023
Angela und Karlheinz Steinmüller: Pulaster - Roman eines Planeten
20 April 2023
Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf
Der Kinderbuchverlag Berlin
2. Auflage 1989
ATB Buch Nr. 128
Ji Yun: Pinselnotizen aus der Strohhütte der Betrachtung des Großen im Kleinen
In den ,Pinselnotizen' hielt Ji Yun (1724-1805), ein faszinierend gebildeter kaiserlicher Hofredakteur, Erzählungen von Zeitgenossen aus den verschiedensten Schichten der Bevölkerung fest. Zu den beliebtesten Gesprächsstoffen zählten merkwürdige, wundersame Begegnungen mit Gespenstern, Göttern, vor allem aber mit den zauberhaft schönen, verführerischen Fuchsfeen. Pikante Erlebnisse mit den ,Puderlarven der grünen Türme', das schwere Los der Konkubinen und Mägde, die Tugend der treuen Ehefrauen und die heimliche, zumeist unglückliche Liebe der Jugend waren natürlich für jede Unterhaltung ein unerschöpflicher Quell. Einfache Menschen mit dem Herz auf dem richtigen Fleck werden bewundert, weil sie mit bloßen Händen Dämonen in die Flucht schlugen oder eine Räuberbande gefangensetzten.
Weitsichtige Gelehrte ziehen die scheinheilige Moral der verknöcherten Konfuzianer und der korrupten Mandarine ins Lächerliche. Eine Reihe von Notizen führt den hohen Entwicklungsstand des Handwerks, der Künste, der Literatur und der Lebenskultur im damaligen China vor Augen. So setzt Ji Yun ein reich nuanciertes, einem Mosaik vergleichbares Bild der chinesischen Gesellschaft des 17. und 18. Jahrhunderts zusammen und entlarvt mit der Hartnäckigkeit eines Aufklärers ihren sittlichen Verfall.
Kiepenheuer
1. Auflage 1983
Hildegard u. Siegfried Schumacher: Der Junge mit dem großen schwarzen Hund
Als Ulf dem großen schwarzen Hund begegnet, schließt er ihn sofort in sein Herz. Nepomuk nennt er das zutrauliche Tier – und nimmt es mit nach Hause. Doch in der kleinen Neubauwohnung kann der große Schwarze nicht bleiben ... Um Nepomuk zu retten, weiß Ulf eines Tages keinen anderen Ausweg mehr, als mit ihm zu fliehen. Unterwegs lernt er den alten Oscar kennen, einen kauzigen, gutmütigen Mann, der vor der Stadt in einer Laube wohnt. Oscar ist bereit, Nepomuk aufzunehmen – aber er stellt Bedingungen. Diese Abmachungen haben es in sich, sind für Ulf gar nicht so einfach zu erfüllen. Eine aufregende Zeit beginnt für den Jungen. Dann kommt ihm auch Sabine noch auf die Schliche aber das ist eigentlich etwas recht Erfreuliches.
Inhalt:
Der Schwarze .....5
Keine ruhige Minute .....20
Ärger im Haus .....32
Bis ans Ende der Welt .....48
Futter für Nepomuk .....64
Tante Emma hat Geburtstag .....83
Der starke Lukas .....100
Der Weg nach Indien .....125
Kuckucksruf .....147
Paradies am Horizont .....164
Kinderbuchverlag, Berlin
Illustrationen: Erich Gürtzig
Für Leser von 10 Jahren an
2. Auflage 1981
3. Auflage 1983
4. Auflage 1984
5. Auflage 1987
6. Auflage 1989
19 April 2023
Jiri Marek: Panoptikum sündiger Leute
Glauben Sie ja nicht, verehrter Leser, die Herren Detektive der berühmten Prager "Vier" hätten ein geruhsames Leben. Kaum haben sie sich bei einem kühlen Pilsner oder einer heißen Kuttelflecksuppe niedergelassen, schon treibt ein Befehl des Alten, wie Kriminalrat Vacatko respektvoll-vertraulich genannt wird, sie wieder an die Arbeit: Irgendwo brennt eine Autowerkstatt, entführen Schurken das heißblütige Töchterchen eines Fleischfabrikanten, wird eine Dame im Sonnenbad erschossen oder ein braver Archivar von einer Dachpfanne erschlagen.
Natürlich tappen die unauffällig gekleideten Herren mit der Melone auch mal daneben, doch den Schuldigen erwischen sie immer. Zumindest sind sie stolz darauf, den legendären Räuber des ungarischen Kronschatzes ums Haar dingfest gemacht zu haben. Und selbst der hartgesottenste Detektiv schnieft vor Rührung über die Liebesromanze des Geldschrankknackers Penicka, der Paraplui-Annchen, das Mädchen von der Straße, auf Händen trägt.
Schwere Jungs und leichte Mädchen, kleine Gauner und elegante Gentlemanverbrecher sind die Akteure dieser zwölf schnurrigen Geschichten, die gleich Moritaten eines Bänkelsängers ein skurriles Spiegelbild der k. u. k. Monarchie und der bürgerlichen Tschechoslowakei vermitteln.
Verlag Volk und Welt Berlin
4. Auflage 1982
Jiri Marek: Panoptikum alter Kriminalfälle
Aber der erste Eindruck täuscht. Alle diese Geschichten, so kurios sie auch anmuten, haben sich tatsächlich einmal zugetragen. Nicht genauso, versteht sich, denn Jiri Marek hat mancherlei dazu beigesteuert - die ironische Pointe zum Beispiel oder die verblüffende Lösung. Er hat diese alten Kriminalfälle beim Durchblättern vergilbter Zeitungen entdeckt, und er fand sie so ausgefallen und belehrend, daß er sie Ihnen, verehrter Leser, nicht vorenthalten wollte. Und bei genauerem Hinsehen stellt man fest, daß diese Geschichten so absonderlich gar nicht sind. Sie zeigen, wenn auch im Zerrspiegel, ein Stück wirklichen Lebens aus der k. u. k. Monarchie und aus der bürgerlichen Tschechoslowakei - eben so, wie sich der Alltag aus Polizeirevieren und in Kripokanzleien darbietet.
Jiri Marek, 1914 in Prag geboren, hängte den mehrere Jahre lang ausgeübten Lehrerberuf 1948 an den Nagel, um Redakteur beim Rudé právo und anderen tschechischen Tageszeitungen zu werden. Von 1954 bis 1959 war er Direktor des Tschechischen Staatsfilms und arbeitet seither als Dozent für tschechische Literatur an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag. Daneben ist er ein vielbeschäftigter Schriftsteller, der sich nicht nur als Romanautor einen Namen gemacht hat, sondern auch für Film und Fernsehen schreibt.
Schon während des Krieges begann Jiri Marek mit psychologischer Kurzprosa und verfaßte seitdem zahlreiche Prosawerke, wie den Partisanenroman "Männer gehn im Dunkeln" (1946), Erzählungen über die schwierigen Aufbaujahre, Jugendbücher und Reportagen, z. B. "Land unter dem Äquator" (1956). Seine Automärchen "Der Skoda und die Fee Waldine" (1966) und sein humorvoller Roman "Mein Onkel Odysseus" (1975) erschienen auch in der DDR, desgleichen seine ironisch-skurrilen Detektivgeschichten "Panoptikum alter Kriminalfälle" (1968), "Panoptikum sündiger Leute" (1971) und "Panoptikum der Altstadt Prag" (1979). Bücher von Jiri Marek wurden in mehrere Sprachen, u. a. ins Russische, Polnische, Ungarische, Rumänische und Bulgarische, übersetzt.
Verlag Volk und Welt Berlin
6. Auflage 1982
Ludwig Feuerbach: Philosophische Kritiken und Grundsätze
Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
Reclams Universal-Bibliothek Band 58
1. Auflage 1969
Philosophie





