06 Juni 2022

Alexander Kasanzew: Der Nachfahre der Himmelssöhne

Alexander Kasanzew (geb. 1906) wendet sich einer der schillerndsten Gestalten der französischen Geschichte zu: dem Schriftsteller Cyrano de Bergerac (1619-1655), der in seinen wissenschaftlich-utopischen Traktaten bahnbrechende Erfindungen der Neuzeit prophezeite. Er galt als berüchtigter Degenheld, wurde Opfer politischer Intrigen und erkannte am Ende seines Lebens, daß er nicht mehr mit der Waffe, sondern mit der Allgewalt des Wortes für humanistische Ideale kämpfen will.

Mit den wenigen historisch überlieferten Fakten über Bergerac geht Kasanzew frei um, er setzt dessen Leben mit dem berühmter Zeitgenossen in Verbindung und verquickt es gar mit phantastischen Elementen.

Verlag Neues Leben Berlin1989
Deutsch von Günter Jäniche
Illustrationen von Günther Lück

 

02 Juni 2022

Wladimir Sanin: Als Neuling in Antarktika


 Wladimir Sanin, Globetrotter zwischen den Polen, erzählt mit viel Spaß und Spannung von seinen Erlebnissen auf den sowjetischen Antarktika-Stationen.


Verlag Neues Leben Berlin 1976
BASAR
Aus dem Russischen von Günter Jäniche

Willi Bredel: Der Sonderführer - Erzählung

Dieses Buch ist ein Stück deutscher Geschichte. Unter dem unmittelbaren Eindruck der Stalingrader Schlacht, die Willi Bredel auf sowjetischer Seite miterlebte, berichtet es vom Leben und Sterben deutscher Soldaten, die auf Hitlers Befehl in ein friedliches Land eingebrochen waren und deren Siegeszug an der Wolga im Herbst 1942 ein jähes Ende fand. Der Sonderführer Hanns Ulrich Otzhausen, der als Angehöriger einer Propagandakompanie den Krieg bisher nur aus der Distanz der höheren Stäbe beobachtete und glorifizierte, wird mit der sechsten Armee in Stalingrad eingeschlossen und schließlich Augenzeuge ihres Unterganges. Dieser nazistische Durchhaltestratege und "gläubige Gefolgsmann des Führers" entpuppt sich in der Stunde der Niederlage als ein jämmerlicher Feigling und Versager. Der Autor, der durch ungezählte Gespräche mit Kriegsgefangenen und durch das Studium von Briefen und Tagebüchern gefallener deutscher Soldaten einen tiefen Einblick in die Mentalität der Angehörigen der deutschen Wehrmacht gewann, wirft bereits die Frage nach der politischen und moralischen Wandlungsfähigkeit vieler gutgläubiger Anhänger des Faschismus auf.

Verlag der Nation Berlin, 1970
Roman für alle Nr. 200
 

Kurt Klamann: Auf wilder Fahrt

Kurt Klamann, bekannt als Zeichner und Illustrator, ist nicht der einzige Zingster, der als Junge von zu Hause ausriß, um sein Glück bei der christlichen Seefahrt zu machen. In seinem Seefahrtsbuch stehen die abenteuerlich klingenden Namen vieler Schiffe. Von einer dieser Reisen auf einem alten, verrosteten Kohlentramp, der sich über ein Jahr in Afrika, Asien und Europa herumtrieb, erzählt er in diesem Buch.

Verlag Neues Leben Berlin 1973
BASAR
Bearbeitet von Günter Ebert
Illustriert von Kurt Klamann

 

31 Mai 2022

Uwe Kant: Das Klassenfest

Otto Hintz, Schüler der 9. Klasse, ist versetzungsgefährdet. Lehrer Nickel, Lehrer von Otto Hintz, steht vor einem großen Problem: Wie ist einem solchen Schüler zu helfen?

Die Mutter von Otto Hintz verspricht ein Motorrad. Die Lehrer hingegen sind der Ansicht, daß Otto mehr lernen müßte, weil er mehr lernen kann - wenn er will.

Otto Hintz ist in einer schwierigen Situation. Soll er lernen für ein Motorrad oder für das Leben oder für beides?

Ottos Interessen gelten ganz exklusiven Dingen, deren Fehler darin besteht, von der Schule nicht zensiert zu werden. Wie also bringt man Schule und Privatleben zusammen?

Kinderbuchverlag Berlin  1978
Illustrationen Volker Pfüller

 

Wolfgang Kröber: Am Rande der Stadt


 Auf dem farbigen Luftbild von Eichhagen und Umgebung, das der Brückenbauingenieur Gottfried Cruse in seiner Kammer an die Wand gezweckt hat, herrscht Dunkelgrün vor. Ein schwarzblauer Kanal, grünblauer See, hellgraue Straßen, die S-Bahn, Felder, zersiedelte Landschaft sind erkennbar. Der grüne Gürtel von Berlin.

Die Kammer hat er im Haus von Freunden, des Architekten Karl Bruhns, seiner Frau Franziska, einer Apothekerin, und ihres Sohnes Georg. Die ehemalige Bäckerei, dem "Hirsch", Erwins Kneipe, gegenüber, bietet genügend Platz, um auch das Atelier des Bildhauers Jakob Leblanc aufzunehmen.

An diesem Wochenende des Jahres 1978, da er wieder einmal hinaus fährt, weiß er, daß die Freunde nicht da sein werden. Gottfried Cruse will allein sein, will Zeit und Ruhe haben für sich. Es kommt aber anders: Claudia, eine ihm bis dahin nur flüchtige Bekannte, ist mit Georg im Haus. Beim Überdenken der Situation gerät Gottfried Cruse ins Nachdenken über seine Freunde und über sich selbst, über gemeinsam verbrachte Tage hier am Rande der Stadt, in den Berliner Wohnungen, Büros und Kneipen, in Halle und im bulgarischen Melnik.

Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1. Auflage 1980
Schutzumschlagentwurf Irene Fischer

Harald Hauser: Der illegale Casanova - Erzählungen

Novellistisch, mit Humor und feiner Ironie erzählt Harald Hauser von "Helden ohne Heiligenschein". Die Hauptfigur in allen drei Erzählungen gerät in manches Abenteuer und steht in dem Ruf, ein Casanova zu sein. Oft muß er seinen Namen wechseln und manchmal auch die Uniform. Aber sein augenscheinlicher Leichtsinn, seine Unbekümmertheit gehören zu seiner Rolle. Gaston, Aristide oder wie er gerade heißt, ist Angehöriger des Maquis, und jeder Auftrag, den er zu erfüllen hat, erfordert Mut, nüchterne, logische Überlegung und entschlossenes Handeln.

Inhalt
"Mon papa"
Der illegale Casanova
Valérine und Kakadu

Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 3. Auflage 1982
Das Taschenbuch Nr. 207