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12 März 2025

Lothar Kusche: Der Opa hat'n Schwein verschluckt

Buchanfang:
Billetts für Billys »Kicher-Kiste«

Es tut einem wohl, wenn die Leute wissen, mit welchen Prominenten man bekannt ist – und sei es auch noch so flüchtig. Eine Zeitlang erzählte ich überall herum, was passiert war, als ich und Erwin Geschonneck den Film »Asta mein Engelchen« drehten.
Tatsächlich hat Jürgen Lenz diesen Film von Manfred Wolter gedreht; Roland Oehme war der Regisseur und Erwin Geschonneck der Hauptdarsteller. Mich haben die meisten Zuschauer überhaupt nicht bemerkt, weil sie den Film nicht siebenmal ansehen wollten. Daher ist ihnen der unvergleichliche Mann mit Bauch nicht aufgefallen, der in jenem dramaturgisch so bedeutsamen Abteil eines Doppelstockwagens fast einen ganzen Satz zu Geschonneck sagen darf. Also ich und Erwin Ein andermal!
Doch meine persönliche Beziehung zu Billy Melasse, dem beliebten Unterhaltungskünstler, artete fast zu einem Verhängnis aus.
Als ich mit Melasse zur Schule ging (entgegen anderslautenden Gerüchten ist er früher wirklich mal zur Schule gegangen), hieß er noch Wilhelm, wurde der abergläubische Willi genannt und zeigte ungefähr soviel Begabung für Unterhaltungskunst wie der selige Ritter von Kahlbutz oder eine Kaffeemühle.
Dann verlor ich Willi für ein paar Jahre aus den Augen und hörte nur zwischendurch von einem heute verschollenen Pferde-Zahnarzt, der uns früher in Geographie unterrichtet hatte, Melasse habe sich als Wirt einer Kommissions-Gaststätte und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei »Robotron« betätigt. Es wird soviel erzählt, und man muß ja nicht alles glauben.
Ich weiß nicht, wie es dazu kam, daß Willi Melasse eines Tages den Sprung ins Rampenlicht machen konnte. Aber er machte ihn, und zwar vor dem eichenblätterrauschenden Hintergrund der Naturbühne am Großen Eimersee, und es dauerte nicht lange, bis Hansjosef Mörtl ihn in seiner Sehfunk-Serie Die Auto-Gramm-Grube als Billy M. vorstellte. Und schließlich erblühte der neue Stern in einer Sommernacht als Mittelpunkt der Revue »Billys Kicher-Kiste – Runde Sachen zum Selberlachen«.

Inhalt:
Vorsicht vor Vortragskünstlern!
    Billetts für Billys »Kicher-Kiste« .. .. .. 6
    Die Schreie der Lust .. .. .. 12
    Wie wird man Damen-Imitator? .. .. .. 16
    Probleme eines Parodisten .. .. .. 22
    Was ist das Schönste auf der Welt? .. .. .. 25
    Rätselfreunde! Was ist das? .. .. .. 27
    Formeln vom Fließband .. .. .. 29
    Tommys Erfolg bei einer einzelnen Dame .. .. .. 34
Großväter von heute und morgen
    Der Opa hat 'n Schwein verschluckt .. .. .. 38
    Aus dem Leben eines Knausers .. .. .. 44
    Weiterentwicklung des Berliner Humors .. .. .. 50
    Feuilleton über den Winter .. .. .. 55
    Anders als du und ich .. .. .. 57
    Schienen-Ersatz-Verkehr .. .. .. 59
    + = Hier wohnen wir .. .. .. 64
    Opipopi am Lenkrad .. .. .. 67
    Protokoll einer Kur .. .. .. 69
    Hamlet in Selbstbedienung .. .. .. 71
    Autofahrten mit Guy .. .. .. 75
    Taschen voller Bankscheine .. .. .. 83
Hier wird deutsch gesprecht
    Hervorheber und andere Wort-Athleten .. .. .. 90
    Niemand kann über sein Kästchen springen .. .. .. 94
    Der eigentliche Guppy .. .. .. 96
    Immer höher in dieses magische Licht .. .. .. 99
    Geboren mit dem Hammer in der Hand .. .. .. 103
    Lyrik und Poesie .. .. .. 105
    Der Stier mit der Badehose .. .. .. 107
    Schneewittchen und die 7 Winzlinge .. .. .. 110
    Wer war anwesend? .. .. .. 112
Rationelle und maschinelle Literatur-Produktion
    Wie entsteht und was ist Literatur? .. .. .. 116
    Rezept für Anekdoten .. .. .. 120
    Kybernetische Lyrik .. .. .. 122
    Die Romanmaschine »Kyberomancier 65« .. .. .. 129
    Eigentliche und nichteigentliche Literatur .. .. .. 138
    Die zwei Seiten des Thomas Mann .. .. .. 142
Kochen und überkochen
    Soljanka überall .. .. .. 150
    Neuen Likören entgegen! .. .. .. 155
    Von der Mettwurst zur Ketwurst .. .. .. 157
    Zwölf Dogmen der zünftigen Hausfrau .. .. .. 161
    Unser Markt .. .. .. 163
    Schabenstreiche .. .. .. 166
    Torsten der Deckelpräger .. .. .. 172
    Die Büchse der Pandora .. .. .. 174
    Umfrage: Mögen Sie Eierkuchen? .. .. .. 177
    Nach uns die Schaumflut! .. .. .. 181
    Welträtsel Orade .. .. .. 187

Einbandentwurf  und Illustrationen von Elizabeth Shaw
 
Eulenspiegel-Verlag, Berlin
1. Auflage 1989 

04 März 2024

Elizabeth Shaw: Der kleine Angsthase

Aus dem Buch:
Es war einmal ein kleiner Angsthase. Der wohnte bei seiner lieben Oma, die leider auch sehr ängstlich war. Paß nur immer auf, Kleiner, sagte sie Es könnte dir etwas zustoßen.

Angsthase hatte Angst vor dem Hund.
Oma hatte gesagt: Hunde beißen.
Er fürchtete die Dunkelheit.
Oma hatte gesagt: Es gibt Räuber und Gespenster.
Er fürchtete das Wasser.
Oma hatte gesagt: Im Wasser kann man ertrinken.
Er hatte Angst vor großen Jungen.
Oma hatte gesagt: Sie werden dir weh tun.

Angsthase, Angsthase! riefen die Kinder. Sie wollten nicht mit ihm spielen.
Da aber weinte Angsthase bitterlich.
Er war sehr unglücklich.
Du mußt deine Angst überwinden, sagte der gute Onkel Heinrich. Sei einfach nicht mehr ängstlich. Das war leicht gesagt. Angsthase spielte lieber mit dem kleinen Ulli.

Illustrationen von Elizabeth Shaw
Für Kinder von 4 Jahren an

Der Kinderbuchverlag, Berlin
 1. Auflage 1963
 2. Auflage 1964
 3. Auflage 19??
 4. Auflage 19??
 5. Auflage 19??
 6. Auflage 19??
 7. Auflage 1972
 8. Auflage 1974
 9. Auflage 1975
10. Auflage 1976
11. Auflage 19??
12. Auflage 1978
13. Auflage 1979
14. Auflage 1980
15. Auflage 1981
16. Auflage 1982

Broschurausgabe

1. Auflage 1987
2. Auflage 1987
3. Auflage 1989

.......................................................................................................................................................................

Schulbuchausgabe

Einbandtext:
Elizabeth Shaw wurde 1920 in Belfast, Irland, geboren. 1933 zog sie mit ihrer Familie nach Bedford in England.
1938 begann sie ein Studium an der Chelsea- Kunstschule in London, konnte es aber nicht beenden, da London 1940 von den Deutschen bombardiert wurde.
Elizabeth Shaw wurde zum Kriegszivildienst verpflichtet, zeichnete aber in ihrer Freizeit für Zeitschriften und entwarf Plakate.
1944 heiratete sie den deutschen Bildhauer Rene Graetz; seit 1946 lebt sie in Berlin. Sie hat zwei Kinder.
Elizabeth Shaw arbeitet für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, wie für das Neue Deutschland, den Eulenspiegel oder das Magazin, und auch für den Fernsehfunk. Sie illustriert sehr gern Bücher, aber am liebsten schreibt sie zu ihren Bildern auch die Texte. „Die Schildkröte hat Geburtstag“, „Wie Putzi einen Pokal gewann“, „Bella Belchaud und ihre Papageien“ und „Der kleine Angsthase“ sind Bücher, die sie geschrieben und illustriert hat.
Der kleine Angsthase ist sehr furchtsam und traut sich überhaupt nichts zu. Warum er aber zum Schluß doch noch eine Tapferkeitsmedaille bekommt, das hat Elizabeth Shaw für alle nacherlebbar geschrieben und gezeichnet, und allen ängstlichen Kindern will sie damit Mut machen, es dem Hasen in ihrer Geschichte gleichzutun.

Verlag Volk und Wissen, Berlin
Lizenz des Kinderbuchverlag, Berlin
1. Auflage 1971
2. Auflage 1973
3. Auflage 1974
4. Auflage 1977   
5. Auflage 1979
6. Auflage 1981
7. Auflage 1982
8. Auflage 1985
9. Auflage 1988
10. Auflage 1990

28 Januar 2024

Elizabeth Shaw: Guten Appetit!


Der Kinderbuchverlag, Berlin


12-seitiges Pappkinderbuch
Illustrationen von Elizabeth Shaw


1. Auflage 1976
2. Auflage 1979
3. Auflage 1980
4. Auflage 1981
5. Auflage 1985
6. Auflage 1986
7. Auflage 1987


 

03 Februar 2021

Mark Twain: Kapitän Stormfields Besuch im Himmel


 Von seiner phantastischen Fahrt durch den Weltenraum und seiner Landung im Himmel lässt der große amerikanische Humorist Mark Twain den Kapitän Stormfield aus San Franzisko selbst erzählen. Als er von seinen Wettfahrten mit riesigen Kometen berichtet, schneidet er, ein waschechter Yankee, mächtig auf. Aber seine irdische Selbstsicherheit bekommt einen gehörigen Knacks, als er sich droben belehren lassen muss, was für eine kleine „Warze“ die Erde ist und zu welcher Winzigkeit gar, vom himmlischen Aspekt aus, die Vereinigten Staaten zusammenschrumpfen. Auch sonst sind manche Korrekturen notwendig: das himmlische Paradies besteht nicht wie in den Schilderungen der Prediger aus Harfenspiel und seligem Nichtstun, sondern auch hier herrschen Tätigkeit und Entwicklung. Nur wird hier oben die freie Entwicklung nicht gehemmt, und es gibt etwas, was Kapitän Stormfield drunten nicht kennengelernt hat: Gerechtigkeit. Nicht alle, die auf Erden als groß galten, sind es auch hier, sondern nur jene, die wirklich Großes zu leisten imstande sind. Und was zunächst nur wie eine phantastische Spielerei anmutete, erweist sich für den aufmerksamen Leser der abenteuerlichen Geschichte als eine Kritik, in der Mark Twain nach altem wirksamem Rezept mit Lachen die Wahrheit sagt, wie er sie sah.

Aufbau-Verlag GmbH, 1955
Illustrationen von Elizabeth Shaw.
Übersetzt von C. Palma und H. Peiser.