14 Februar 2025

Hans Müller (Hrsg.): Denkmale in Thüringen – Ihre Erhaltung und Pflege in den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl

Klappentext:
SCHRIFTEN ZUR DENKMALPFLEGE IN DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

Die reizvolle Thüringer Landschaft der drei Bezirke Erfurt, Gera und Suhl ist mit ihren alten Städten und Fachwerkdörfern, den Burgen, Schlössern, Brücken und Industrien ein historisch und kunstgeschichtlich gleichermallen interessantes Gebiet. Romanische und gotische Kunst, der Humanismus der spätmittelalterlichen und frühbürgerlichen Epoche, Barockes wie der Beginn der modernen Kunst spiegeln sich in einer Fülle von Denkmalen wider. Wie einst die territoriale Zersplitterung das Kartenbild der Landschaft mit ihren vielen Kleinstaaten prägte, so mannigfaltig und reich ist die handwerklich künstlerische Tradition; sie lebt fort in den Produkten der Glasbläserei, der Porzellan- oder Spielzeugherstellung und letztlich auch der feinmechanisch-optischen Industrie.
Zentral gelegen, war Thüringen immer in der Geschichte ein Sammelbecken zahlreicher Einflüsse. Die erhaltenen Bau- und Kunstdenkmale offenbaren das Ineinandergreifen sächsischer und slawischer, ober- und niederdeutscher, fränkischer, hessischer und hier gewachsener Traditionen und Formen. Diese Zeugnisse unserer Kunst und Geschichte zu erhalten und sie für unsere Zeit neu zu er schließen, ist eine bedeutsame kulturelle Verpflichtung, die zu erfüllen dem Institut für Denkmalpflege in der DDR aufgegeben ist. Von dieser Arbeit will das Buch Zeugnis ablegen. Es ist eine aufschlußreiche, für weiteste Kreise bestimmte Dokumentation, die die Schätze unseres kulturellen Erbes und die an ihnen geleistete denkmalpflegerische Tätigkeit in Wort und Bild eindrucksvoll vor Augen führt.

Buchanfang:
Vorwort
Die Thüringer Bezirke Erfurt, Gera und Suhl bewahren vielfältige gegenständliche Zeugen der politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung. Diesen Denkmalen der Geschichte und Kultur wird hier, wie in allen anderen Bezirken der Deutschen Demokratischen Republik, große Achtung und Aufmerksamkeit gewidmet. Sie stehen anschaulich mitten im täglichen Leben. In ihnen erkennen wir immer wieder die Wechselwirkung von gesellschaftlichen Aufgaben und vorwärtsweisenden Lösungen im Laufe der Geschichte. So erlebt, können die Denkmale zur Vertiefung des Wissens und Bewußtseins beitragen und Ansporn. zu neuen schöpferischen Leistungen sein.
Gemeinsam bemühen sich staatliche Organe und gesellschaftliche Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen, Betriebe und Bürger um die Erforschung, Interpretation und Pflege des wertvollen Denkmalbestandes. Vielfältiger Initiative folgen planmäßige Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten, um die Denkmale erhalten und für das Leben der sozialistischen Gesellschaft zu erschließen.
Diese Publikation berichtet aus der denkmalpflegerischen Arbeit in den drei Thüringer Bezirken, an denen die Mitarbeiter der Arbeitsstelle Erfurt des Instituts für Denkmalpflege seit deren Gründung im Jahre 1963 ihren besonderen Anteil haben. Praktische Denkmalpflege wird aus kulturpolitischer und methodischer Sicht dargestellt. Die Sammlung und Veröffentlichung dieser Gedanken und Berichte soll die Verpflichtung zur Pflege der Denkmale verdeutlichen. Sie möge zu weiteren Leistungen anregen.
Professor Dr.-Ing. Ludwig Deiters
Generalkonservator

Inhalt:
    5 .. .. .. Vorwort
  11 .. .. .. Zur Denkmalpflege in Thüringen | Hans Schoder
  24 .. .. .. Gedenkstätten der deutschen Arbeiterbewegung | Walter Albrecht
  38 .. .. .. Geschichtsdenkmale | Hans Müller
  61 .. .. .. Die „Neue Hütte“ bei Schmalkalden und ihre Restaurierung | Rudolf Harm
  66 .. .. .. Zur Erfassung und Inventarisation der Denkmale | Rolf-Günther Lucke
  75 .. .. .. Beispiele der Nutzung von Baudenkmalen | Klaus Wagner
  94 .. .. .. Erfurter Bürgerhausfassaden der Renaissance | Gerhard Kaiser / Roland Möller
                Zur Wiederherstellung der Einheit von Schmuckform und Farbigkeit
130 .. .. .. Farbe und Architektur Zur Polychromie historischer Bauten | Rudolf Zießler
172 .. .. .. Steinkonservierung | Roland Möller
                Skulpturen der Marienkirche in Mühlhausen
185 .. .. .. Archäologische Untersuchungen in der Erfurter Schottenkirche | Gerhard Kaiser
                Zum Grundriß und Aufbau der romanischen Basilika
205 .. .. .. Die Sicherung der Klosterruine Paulinzella | Hans Schoder
219 .. .. .. Die Restaurierung der ehemaligen Klosterkirche Thalbürgel | Hans Schoder
242 .. .. .. Die Liebfrauenkirche in Arnstadt | Wolfgang Stier
                Ein Beitrag zur Restaurierung im 19. und 20. Jahrhundert
254 .. .. .. Denkmalpflege am Erfurter Dom | Hans Scboder
270 .. .. .. Schloß Wilhelmsburg in Schmalkalden | Rudolf Zießler
289 .. .. .. Berichte zur Denkmalpflege 1963-1971 | Rolf-Günther Lucke
                292 .. .. .. Bezirk Erfurt
                344 .. .. .. Bezirk Gera
                369 .. .. .. Bezirk Suhl
389 .. .. .. Ortsregister
399 .. .. .. Mitarbeiter

Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar

1. Auflage 1973
2. durchges. Auflage 1974
3. durchges. Auflage 1975 

Hasso Mager: Mord im Hotel

Cover bis 3. Auflage
Umschlaggestaltung Rolf F. Müller

Einbandtext:
Plötzlich steht der alte Mann vor dem Kühler. Zum Bremsen ist es zu spät. Der Wagen schleudert ein wenig, als er ihn erfaßt. Das Opfer bleibt verkrümmt vor einem Laternenpfahl liegen. Der Fahrer rast weiter durch die Nacht. Wenig später stirbt das Opfer im Krankenhaus.

Das Stubenmädchen im Hotel "Exzellent" stürzt aufgeregt aus dem Zimmer 1410. Der Gast liegt so eigentümlich bewegungslos in der Badewanne. Der Direktor informiert sofort die Kripo. Die MUK konstatiert: Mord. Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann, der Anfang der fünfziger Jahre wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, aber nach 21 Jahren Freiheitsentzug amnestiert worden ist. Seitdem arbeitete er als Monteur.

Die beiden Tötungsverbrechen haben offensichtlich nichts miteinander zu tun. Es bedarf langer, aufwendiger Ermittlungen, bis der Täter einwandfrei identifiziert ist und ein Geständnis ablegt. Dabei erfährt man Erstaunliches, kaum für möglich Gehaltenes.

Hass Mager erzählt in seinem Kriminalroman von einem aufsehenerregenden Fall. Dabei vermittelt er nicht nur tiefgründige Kenntnis von der Arbeit der Kriminalpolizei, sondern gibt auch ein realistisches Bild von der gesellschaftlichen Wirklichkeit unseres Landes und der Psychologie des Täters. "Mord im Hotel" ist ein echter Krimi.

Mitteldeutscher Verlag Halle-Leipzig
Reihe:
K-Reihe
1. Auflage 1978
2. Auflage 1979
3. Auflage 1981
4. Auflage 1986

Cover 4. Auflage
Umschlaggestaltung Ludwig Daume


13 Februar 2025

Harald Korall: Die Millionenlady - Sieben Kriminalfälle

Einbandtext:
Sie ist wohl tatsächlich erleichtert, als ihr Schwindel auffliegt: die Millionenlady, die sich diesen Namen wirklich verdient oder besser: ergaunert hat. Dagegen nehmen sich die unredlichen Versuche des flotten kleinen Schwarzen vorerst geradezu bescheiden aus: wer fälscht schon Zweimarkstücke?
Ein aus dem Strafvollzug entwichener Dieb meldet sich freiwillig zurück. Hat seine plötzliche Reue mit dem gewaltsamen Tod der Juwelierswitwe zu tun?
Wer war der letzte Gast des ruhigen Untermieters der Familie Queißer in diesem kalten Februar 1954?
Wieder - wie schon in seinem erfolgreichen Buch "Die Tote an der Waisenhausmauer" - geht Harald Korall authentischen Kriminalfällen aus vier Jahrzehnten nach, ergänzt er die Fakten mit erzählerischer Phantasie. So sind auch dieses Mal spannende Kriminalgeschichten entstanden, in denen dem Leser Zeitgeschichte begegnet.

Inhalt:
Bis ans Ende meiner Tage .. .. .. 3
Er hatte immer eine heitere Natur .. .. .. 37
Kalter Februar .. .. .. 71
Ein Mensch. Kein Mensch? .. .. .. 100
Der kleine Schwarze mit dem flotten Bart .. .. .. 120
Die Millionenlady .. .. .. 165
Im Schwitzkasten .. .. .. 220
Drei Sätze danach .. .. .. 269

Umschlaggestaltung: Erhard Grüttner

Mitteldeutscher Verlag, Halle-Leipzig
Reihe:
K-Reihe
1. Auflage 1986
2. Auflage 1987
3. Auflage 1990
 

Siegfried Wolgast u. Siegfried Marx: Johannes Kepler

Klappentext:
Kepler verdient als einer der Größten betrachtet zu werden, die auf der Erde erschienen. Er hat das Gebäude der Alten zerstört, um ein neues zu gründen, das stabiler und höher ist. Er ist der wahre Gründer der modernen Astronomic. Sie ist ein Geschenk, das Europa erhielt. Mit diesen Worten würdigte im 18. Jahrhundert der Franzose Jean Silvain Bailly den Wissenschaftler und Humanisten Johannes Kepler (1571-1630). Heute ehren wir Kepler nicht nur als Astronomen, wir wissen auch, daß sein Werk nicht nur für Europa, sondern für die gesamte Welt von außerordentlicher Bedeutung ist. Ohne Zweifel sind seine astronomischen Leistungen die bedeutendsten, so hat er doch mit der Entdeckung der Gesetze der Planetenbewegung, den sogenannten Keplerschen Gesetzen, der von Copernicus eingeleiteten Revolutionierung des modernen Weltbildes eine neue Qualität verliehen. Aber nicht minder bedeutend sind Keplers Arbeiten über Optik, Mathematik und Kristallographie. In einer theologisch-religiös überformten Zeit verfolgte er kompromißlos einen als richtig erkannten wissenschaftlichen Weg, der ihn zum Mitbegründer der modernen Naturwissenschaft werden ließ. Gleichzeitig führte ihn dieser Weg zu einer philosophisch-weltanschaulichen Haltung, die, trotz wesentlicher materialistischer Elemente, noch idealistisch-pantheistisch ist. Mit dieser Weltanschauung ist er jedoch im 17. Jahrhundert ein ausgesprochen progressiver Vertreter seiner Zeit.

Buchanfang:
Einleitung
JOHANNES Kepler ist allgemein als Entdecker der drei Planetengesetze, als bedeutender Astronom bekannt. Was wissen wir über sein Leben, seine sonstigen Entdeckungen, seine Zeit? Unter welchen Bedingungen vollzog sich sein Schaffen?
Er verfaßte mathematische, physikalische, optische, chronologische, philosophische und religiöse Schriften. Er schrieb für das Volk und für die gelehrte Welt. Während in den Hauptwerken die Arbeit vieler Jahre steckt, sind andere Werke, darunter höchst bedeutsame, in wenigen Wochen oder Monaten entstanden. Zirka 400 Briefe von Kepler sind erhalten geblieben Briefe zu wissenschaftlichen Problemen und persönlichen Fragen seines Lebens. Dazu besitzen wir etwa 700 Briefe an ihn und einige hundert Dokumente über sein Leben und Wirken.
Die verschiedensten Ereignisse gaben Kepler Anlaß zu eigenen Schriften: das Erscheinen von Kometen oder das Aufleuchten eines neuen Sterns, Beobachtungen mit dem neu entwickelten Fernrohr, die Erfindung der Logarithmen, das Erscheinen eines interessanten Buches. Kepler war immer voller Einfälle. Sein Stil ist, wie er selbst wußte, oft unklar, sei es, daß ihm zuviel auf einmal einfiel, sei es, daß er rang, seinen Gedanken die geeignete Fassung zu geben. Nur einige Aspekte des an Erlebnissen, Enttäuschungen, Ergebnissen und Kämpfen reichen Lebens des großen Naturwissenschaftlers können wir hier andeutend nachzeichnen.
Der Astronom, Mathematiker, Kristallograph und Physiker Johannes Kepler hat unvergängliche Erkenntnisse für das Arsenal der Wissenschaft gewonnen. Keplers Weltanschauung bezeichnet eine wichtige Etappe zwischen dem philosophischen Denken der Renaissance und dem mechanistischen Materialismus. Wissenschaft war ihm Lebenselement, Kampf um die Durchsetzung ihrer Ergebnisse, Berufung.

Dresden und Jena im Mai 1975
Siegfried Wollgast
Siegfried Marx

Inhalt:
Einleitung .. .. .. 7
An der Schwelle der Neuzeit .. .. .. 9
Kindheit, Jugend und Studium .. .. .. 19
Vom Kalendermacher zum Astronomen .. .. .. 28
Begründung der geometrischen Optik .. .. .. 35
Himmelsphilosophie anstelle von Himmelstheologie .. .. .. 47
     Die Gesetze der Planetenbewegung .. .. .. 52
     Gravitation cine Eigenschaft der Materie .. .. .. 64
Von astronomischen Problemen zu mathematischen Fragen .. .. .. 68
Warum ist der Schnee sechseckig? .. .. .. 70
Chronologische und meßkundliche Arbeiten .. .. .. 71
Kometen sind Himmelskörper .. .. .. 77
Der Hexenprozeß der Mutter .. .. .. 82
Die Rudolphinischen Tafeln .. .. .. 87
Im Dienste Wallensteins .. .. .. 96
Die letzten Monate .. .. .. 100
Mit Kepler beginnt die klassische Naturwissenschaft .. .. .. 104
Kepler verdient als einer der Größten betrachtet zu werden. .. .. .. 112
Quellennachweis .. .. .. 117
Hauptwerke bzw. erwähnte Arbeiten Keplers .. .. .. 119
Bildnachweis .. .. .. 120

Schutzumschlag und Einband: Egon Hunger

Urania-Verlag Leipzig,Jena,Berlin
Urania Biographiereihe
1. Auflage 1976 [1. - 8. Tsd.]
2. durchges. Auflage 1980 

E. R. Greulich: Der Pudel, der nicht Mephisto war – Anekdoten und Aphorismen

Buchanfang:
Dreiteiler über den genialen Schurken Polykrates

Erste Anekdote
Kunde von den Heloten

Polykrates, Alleinherrscher über Samos, ließ sich eine Burg auf dem Berg über der Stadt bauen, die so großartig in ihrer architektonischen Schönheit wie uneinnehmbar war. Aber die einzige Wasserquelle weitum sprudelte am Fuß des gegenüberliegenden Berges und hätte bei einer Belagerung vom Feind erobert werden können. Polykrates engagierte den Baumeister Eupalydos aus Athen. Der baute eine unangreifbare Wasserleitung in der vorgegebenen Zeit, indem er den Burgberg untertunnelte und dies von beiden Seiten zugleich begann.
Archäologen unserer Tage legten den Tunnel frei, und abermals ward der Ruhm des Polykrates bestätigt. Vom leitenden Baumeister allerdings weiß man kaum mehr als den Namen. Und die Heloten, die hier geschunden wurden? möchte man im Sinne Brechts fragen. Ohne die Absicht einer Nachricht benachrichtigten sie die Nachwelt von ihrer Sorge um das Quellwasser. Der Satz, den sie in die Felswand über der Wasserleitung einmeißelten, lautet: „Ein Schuft, der in unsern Kanal pinkelt!“

Einband und Zeichnungen von Harald Kretzschmar

Verlag Neues Leben, Berlin
1. Auflage 1979
2. Auflage 1981

Berechtigte Ausgabe für den buchclub 65
Lizenz des Verlag Neues Leben, Berlin
1. Auflage 1981


10 Februar 2025

Brüder Grimm: Das Lumpengesindel

Hähnchen sprach zum Hühnchen: „Jetzt ist die Zeit, wo die Nüsse reif werden, da wollen wir zusammen auf den Berg gehen und uns einmal recht satt essen, ehe sie das Eichhorn alle wegholt.“
„Ja“, antwortete das Hühnchen, „komm, wir wollen uns eine Lust miteinander machen.“ Da gingen sie zusammen fort auf den Berg, und weil es ein heller Tag war, blieben sie bis zum Abend. Nun weiß ich nicht, ob sie sich so dick gegessen hatten oder ob sie übermütig geworden waren, kurz, sie wollten nicht zu Fuß nach Haus gehen, und das Hähnchen mußte einen kleinen Wagen von Nußschalen bauen. Als er fertig war, setzte sich Hühnchen hinein und sagte zum Hähnchen: „Du kannst dich nur immer vorspannen.“
„Du kommst mir recht“, sagte das Hähnchen, .......

Illustrationen Ulrich Schreiber
Für Kinder von 4 Jahren an

Der Kinderbuchverlag, Berlin
1. Auflage 1988
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weitere Ausgaben im Kinderbuchverlag, Berlin :


Verlag: Der Kinderbuchverlag, Berlin
Seiten: 12 unpaginierte
Einband: Hlw
Illustration: Otto Schubert | Einband und Textillustrationen
1. Auflage 1954 [1.-30. Tsd.]
2. Auflage 1955
3. Auflage 1956












Verlag:     Der Kinderbuchverlag, Berlin
Format:     22 x 24,5 cm
Seiten:     18 unpaginierte
Einband:     Hlw
Illustration: Carl Hoffmann | Einband und Textillustrationen
1. Auflage 1965  
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Ausgaben in weiteren Verlagen:


Verlag Rütten & Loening Potsdam

Format: 21,5x30,5 cm quer
Seiten: 24
Einband: Hlw
Illustration: Josef Hegenbarth | 10 Zeichnungen
1. Auflage 1950  









Verlag Karl Nitzsche. Niederwiesa

    Lizenz d. Kinderbuchverl., Berlin
Format: 22 cm
Seiten: 16 / 8 starke Pappseiten
Einband: Pappe
Illustration: Erika Baarmann
1. Auflage 1981
2. Auflage 1982
3. Auflage 1987
4. Auflage 1991  









Helingsche Verlagsanstalt Leipzig

Format: 19x27 cm quer
Seiten: 18 unpag.
Einband: Hlw
Illustration: Irma Zeidler | farbige Scherenschnitte
1. Auflage ?
2. Auflage ?
3. Auflage 1956 [15. - 29. Tsd.]
4. Auflage ?

09 Februar 2025

Jonas Avyzius: Die Farben des Chamäleons

Klappentext:
Der bekannte Vilniuser Bildhauer Skirmonis ist seit zwei Jahren nicht mehr fähig zu arbeiten. Schuld an dieser qualvollen Schaffenskrise ist sein heimliches Liebesverhältnis mit der Frau eines Malers, die jedoch, wie er feststellen muß, kein wirkliches Interesse an ihm und an der Kunst hat. Aufkommende Zweifel an ihrer Liebe und die erzwungene Lüge und Heuchelei gegenüber seiner Frau und der Gesellschaft belasten ihn derart, daß er einen Ausweg finden muß.
Mit dem Bildhauer Skirmonis zeichnet Avyžius einen hochbegabten Künstler, der es sich nie leicht macht und höchste Ansprüche an seine Arbeit stellt. Sein Credo lautet: Kunst ist Arbeit und immer wieder Arbeit; über Wert und Wahrheit der Kunst entscheiden nicht der heutige Tag und nicht die Leute, die sie fördern oder behindern, sondern die Zeit und die Menschen, die nach uns kommen.
Die Auseinandersetzungen des Künstlers mit sich und seiner Umwelt sind hineingestellt in ein breites Panorama litauischer Gesellschaft, insbesondere der städtischen Intelligenz. Da wird der opportunistische Modeschriftsteller Telyčėnas, der selbst vor geistigem Diebstahl nicht zurückschreckt, dem Schriftsteller Skardis gegenübergestellt, der seinem literarischen Gewissen treu bleibt, auch als er vorübergehend als dekadent abgestempelt wird und sein Roman etliche Jahre auf die Veröffentlichung warten muß. Da wird der hohe Funktionär Telkša, der alle Ideale aus der illegalen Arbeit und der Partisanentätigkeit verloren hat und seine Macht mißbraucht, seinem ehemaligen Kampfgefährten Dienys gegenübergestellt, der eine kluge und behutsame Staatsführung verkörpert.
Dieser Roman setzt sich mit Fragen der Moral, der Treue zu sozialistischen Idealen in der Gesellschaft und im Privatleben auseinander, insbesondere aber mit der Verantwortung des Künstlers gegenüber der Gesellschaft.
Jonas Avyžius wurde 1922 als Bauernsohn in einem litauischen Dorf geboren. Er besuchte das Gymnasium, arbeitete im ZK des Komsomol und später als Journalist an verschiedenen Zeitschriften. 1948 erschien sein erster Erzählband. Seitdem publizierte er mehr als 10 Bände kleiner Prosa und mehrere Romane. 1964 erschien der Roman „Das Dorf am Scheideweg“. In der DDR bekannt wurde Avyžius durch den Roman „Zeit der verödeten Höfe“ (1974), für den er den Leninpreis erhielt.

Aus dem Russischen von Ingeborg Schröder
Titel der litauischen Originalausgabe: Chameleono spalvos © Leidykla „Vaga", Vilnius 1980
Titel der russischen Ausgabe: Хамелеоновы цвета © Издательство „Советский писатель", Москва 1982
Einbandentwurf: Erhard Grüttner
 
Verlag Volk und Welt, Berlin
1. Auflage 1984

Auch erschienen bei: buchclub 65
1. Auflage 1984