Aladin und die Wunderlampe – Pop-up-Buch
In einem östlichen Land lebte in großer Armut ein Knabe namens Aladin. Mit seiner Mutter, die den Knaben über alles liebte, lebte er in einer Lehmhütte. Sein Vater war ihm schon vor langer Zeit gestorben. Eines Tages, gerade als sich Aladin etwas verdienen wollte, ritt ein Unbekannter durch die Stadt. Er beobachtete den Knaben und winkte ihn zu sich. „Du bist sicher Aladin, Sohn meines Bruders“, sagte er. „Ich schätze mich glücklich, dich gefunden zu haben. Dir und deiner Mutter helfe ich aus der Not!“ Dann sprang er vom Esel und begab sich mit Aladin zu dessen Mutter. Er erzählte ihr so viele Begebenheiten aus dem Leben ihres verstorbenen Mannes, daß ihr keine Zweifel über seine Herkunft kamen, obwohl sie ihn nie zuvor gesehen hatte. Er sei gekommen, um Aladin in die Fremde zu führen und einen wohlhabenden Mann aus ihm zu machen, sagte er ihr.
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Aladin irrte herum und grübelte, dabei drehte er zufällig an dem Zauberring, den er ständig trug. Da stand auch schon der Ringgeist vor ihm und bot ihm seine Hilfe an. „Bring mir den Palast mit der Prinzessin und der Wunderlampe zurück, das ist mein einziger Wusch!“ bat Aladin. „Das geht über meine Kräfte“, erwiderte der Ringgeist. „Ich kann dich aber in das afrikanische Land bringen, dann liegt es an dir allein, wie du alles bewältigen wirst.“ Aladin war einverstanden, und als er die Prinzessin wiedergefunden hatte, dachten sie gemeinsam darüber nach, wie sie die Wunderlampe wieder gewinnen könnten, um nach Hause zu kommen. Und eines Tages geschah es.
Gerade als der Zauberer im Garten war, drang die Prinzessin in sein Gemach ein und packte die Lampe. Beide riefen den Geist der Lampe, und der kümmerte sich schon darum, daß der böse Zauberer für immer verschwand. Und Aladin, die Prinzessin und der Palast mit allem, was sich darin befand, kehrten wieder zurück.
Illustrationen J. Pavlin / G. Šeda
Artia Verlag, Praha
1. Auflage 1978